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Ferrari 458 Spider Einer der letzten Ferraris seiner Art

Der Ferrari 458 ist einer der eindrucksvollsten Sportwagen der Welt – und zudem einer der letzten, der noch von einem V8-Saugmotor befeuert wird. Der italienische Exot Bild für Bild von vorne bis hinten.

Grimmig blickt er drein, der 458 Spider. Mit der aggressiven Front ist auf jeden Fall für das Überholprestige auf der linken Spur gesorgt. Alle anderen Verkehrsteilnehmer machen bereitwillig die linke Spur frei – ob man jetzt gerade vorbei will oder nur mit dem Verkehr mitschwimmen möchte. Vielleicht wollen sie auch einfach nur dem V8 lauschen, wenn der Ferrari zum Überholen ansetzt. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Nettes Detail an der Front: Diese schwarzen Kohlefaser-Flügel sind noch eine Vermächtnis von Michael Schumacher, der damals noch als Ferrari-Star in die Entwicklung des 458 Italia eingebunden war. Bei höheren Geschwindigkeiten werden die Flügel vom Luftdruck nach unten gepresst – und geben so hinter dem Gitter unterschiedliche Öffnungen zur Bremskühlung oder Verbesserung der Aerodynamik frei. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Auch dieses Detail zeigt, dass die Front des 458 auf eine gute Aerodynamik optimiert ist: Von dem schwarzen Metall (das leider recht anfällig für Steinschläge ist) wird die Luft nicht über, sondern durch den Spalt zwischen dem Bauteil und dem roten Spoiler unter das Auto geleitet. Je mehr Luft unter dem Wagen entlangströmt, desto effektiver arbeitet der große Diffusor am Heck. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Doch schauen wir uns den Wagen langsam von vorne nach hinten an. Zwischen den Vorderrädern liegt nicht der Motor, sondern der Kofferraum. Mit 230 Litern ist das Ladevolumen nicht gerade üppig, für ein Wochenende zu zweit (oder den Rennoverall samt Helm) reicht es allemal. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Selbst am Kofferraum zeigt sich der Sinn für's Detail: Wo andere die Verbandstasche mit einem Gummiband oder Klett sichern, bauen die Italiener ein hochwertiges Lederband ein. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Der 458 steht vorne wie hinten auf mächtigen 20-Zoll-Alufelgen. Die Vorderreifen sind 23,5 Zentimeter breit, die Hinterreifen messen nochmals sechs Zentimeter mehr. Kein Wunder, schließlich müssen sie satte 570 PS auf die Straße bringen. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Im Innenraum sticht vor allem das erstklassig verarbeitete Leder hervor. Egal ob die gesteppten Sitzflächen, die Lederelemente am Lenkrad oder das mit schwarzer Rinderhaut überzogene Armaturenbrett: Alle Nähte sitzen sauber, nirgendwo wirft die Oberfläche Falten. Und schön anzuschauen und anzufassen ist es dabei auch noch. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Als es an die Gestaltung der kleinen Bedieneinheit der Klimaanlage ging, scheinen im Maranello Kohlefaser und Alu kurzfristig nicht mehr auf Lager gewesen zu sein. Der dort verbaute Kunststoff passt ganz und gar nicht zum Anspruch eines 200.000 Euro-Sportwagens. Das ist sehr schade, denn die Regler der Klimaanlage fasst der Fahrer deutlich öfter an als die aus Kohlefaser laminierten Luftausströmer. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Ferrari kann von Glück sprechen, dass es dieses Jahr mit dem Formel 1-Titel nichts wird. Sonst müssten sie sämtliche Plaketten in den Fahrzeugen ändern. Wobei dazu Ferrari-Chef Montezemolo wohl doch bereit wäre, wenn es Fernando Alonso vor Sebastian Vettel brächte. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Das Lenkrad ist eine große Besonderheit am 458: Es gibt keinen Hebel für Blinker oder Scheibenwischer, hinter dem Lenkrad sitzen nur die beiden Paddels zum Hoch- und Runterschalten. Blinker, Licht und Scheibenwischer werden nur über die Tasten am Lenkrad bedient. Das ist zunächst sehr ungewohnt, lässt sich aber schnell erlernen. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Eine echt Hilfe bei flotter Gangart sind die Schalt-LEDs oben im Lenkrad. Der konzentrierte Blick kann auf der Straße bleiben, während die aufleuchtenden LEDs am unteren Ende des Blickfelds den nächsten Gangwechsel anmahnen – bis der Begrenzer kommt. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Mit diesem Drehschalter, dem „Manettino“ kann der Fahrer die verschiedenen Modi anwählen. „Wet“ ist noch halbwegs zahm, bei „Sport“ und „Race“ geht der Ferrari schon giftiger zu Werke und erlaubt den ein oder anderen Quersteher. Aber schon „Race“ empfiehlt sich fast nur auf einer abgesperrten Strecke – alles darüber sowieso. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
So sieht das Cockpit aus, wenn das Multimediasystem abgeschaltet ist, beispielsweise auf der Rennstrecke: Im rechten Display ist der Tacho, links Zusatzinformationen über Öl- und Wassertemperatur. Auf alle Fälle gleich bleibt der große Drehzahlmesser, in dem die Nadel locker bis 9.000 Umdrehungen hochschnellen kann. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Ist das Radio oder das Navi eingeschaltet, nimmt das das rechte Display ein. Der Tacho wandert dann nach links. Perfekt ablesbar ist der Geschwindigkeitsmesser übrigens nicht – egal ob im rechten oder linken Display. Die numerische Anzeige im linken Display ist da deutlich effektiver. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Die Bedienung des Multimediasystems ist alles andere als einfach. Die Mischung aus Drehen und Drücken will nicht intuitiv gelingen, zudem arbeitet das Navi recht langsam. In einem Ferrari ist das aber kein großes Problem: Den Weg zur nächstgelegenen Rennstrecke findet der Fahrer auch so. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Diese drei Knöpfchen in der Mittelkonsole dienen allesamt der Bedienung des Doppelkupplungsgetriebes. Rechts schaltet man zwischen dem automatischen und manuellen Modus hin und her, in der Mitte liegt der Rückwärtsgang, links die Launch Control. Diese empfiehlt sich nur bei warmen Reifen – sonst reicht die Haftung für die Kraft den Motors nicht aus. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Die dünnen Schalensitze sehen nicht nur nach Schraubstöcken aus, sie sind es auch. Aber das auch vollkommen zu Recht: Nach der ersten flott gefahrenen Kurve verstehen Sie, was ich meine. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Der Vollständigkeit erwähnt sei die Ablage hinter den beiden Sitzen. Mehr als eine Handtasche oder eine Jacke findet dort aber kaum Platz. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Das Dach faltet sich beim Spider in 14 Sekunden über dem Motor zusammen. Das geht allerdings nur im Stand. Die Begründung von Ferrari: „Mit dieser Leistung ist der Wagen so schnell auf Stadt-Tempo, dass ein sicheres Öffnen und Schließen nicht gewährleistet wäre.“ Stimmt. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
In diesem Fach wird das Dach verstaut. Das Coupé hat hier eine Glaskuppel, die den Blick auf den Achtzylinder frei gibt. Nun ja, ein Opfer muss der Spider-Fahrer halt erbringen. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Dafür wird er aber mit einer sehr guten Optik belohnt. Dem Spider ist zumindest in geschlossenem Zustand kaum anzusehen, dass er eigentlich ein Cabrio ist. Wobei er in der Seitenansicht auch mehr einem Targa als einem Roadster ähnelt. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Um aus dem 458 Italia einen Spider zu machen, war mehr nötig als nur das Klappdach zu verbauen. Während das Coupé die Luft für den Motor direkt hinter den Seitenscheiben ansaugt, sitzt beim Spider da die Dachmechanik. Deshalb mussten die Ingenieure tief in die Trickkiste greifen und den gesamten Ansaug-Trakt umgestalten. Das Cabrio saugt die Luft jetzt am Heck ein. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Die Luft landet dann in der schwarzen Airbox und wird von dort nach vorne zum tief verbauten V8 geleitet. Dass vom Motor selbst so wenig zu sehen ist, mag zwar schade sein, wirklich stören tut es aber nicht. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Durch diese drei Tenöre spricht der 458 mit der Außenwelt. Meist ist es eine sehr einseitige Kommunikation, der Ferrari-Motor hat je nach Gaspedalstellung ein ausgeprägtes Mitteilungsbedürfnis. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Der mächtige Diffusor sorgt für jede Menge Anpressdruck. Das ist sogar so viel, dass der 458 ohne einen Heckflügel auskommt, der die Optik verschandeln würde. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Denn eines muss man sagen: Die Designer von Pininfarina haben eine Skulptur erschaffen, die zufälligerweise auch noch fahren kann – und das ausgesprochen gut. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Kreisrunde Rückleuchten waren schon immer ein Markenzeichen von Ferrari. Seit der Vorstellung den Enzo Anfang der 2000er Jahre lassen die Designer die Heckleuchten auch gerne oben aus der Verkleidung herausragen. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Gespannt bis zur letzten Sehne scheint der 458 jederzeit bereit zum Absprung. Nur bitte nicht in dieser Parklücke, sonst endet das in einem relativ freudigen Ereignis für die nächstgelegene Ferrari-Werkstatt. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
Mit was bleibt der 458 in Erinnerung? Es ist nicht die pure Endgeschwindigkeit von 320km/h (die im Test bei Weitem nicht erreicht wurde) oder die rasante Beschleunigung von 3,4 Sekunden auf Tempo 100 (mangels Messinstrumenten nicht belegbar, ob dieser Wert erreicht wurde). Vielmehr hat sich das reine Kurventempo und die Gelassenheit dabei ins Gedächtnis gebrannt – und der unvergessliche Klangteppich, der die Szene untermalt. Quelle: Sebastian Schaal Quelle: Handelsblatt Online
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