Ford-Chef Mark Fields "Russland ist immer noch ein großer Markt"

Seit Juli führt Mark Fields den US-Autokonzern Ford. Im Interview erklärt er, warum er höherwertige Autos bauen und trotz der Krise in Russland investieren will.

Mark Fields will die „graue Maus“ Ford wieder attraktiver machen Quelle: imago

WirtschaftsWoche: Herr Fields, Ford hat im vergangenen Jahr rund 2,3 Milliarden US Dollar weniger verdient als 2013. Der Absatz stagnierte bei 6,3 Millionen Fahrzeugen. Bereuen Sie Ihre Entscheidungen im zurückliegenden Jahr?
Mark Fields: Nein, ich bereue überhaupt nichts. Wir haben immer gesagt, dass 2014 ein Übergangsjahr werden würde. Aber eben auch ein wichtiges Jahr, um die Weichen für mehr Wachstum zu stellen – sowohl beim Umsatz als auch beim Absatz. Wir hatten 24 Modelleinführungen, viele davon im dritten und vierten Quartal. Trotzdem haben wir das fünfte Jahr in Folge profitabel gewirtschaftet. 2015 wird für uns ein Jahr des Durchbruchs – auf Finanzseite und beim Wachstum. Und dazu gehören auch 15 weitere neue Modelle.

Zur Person

Wie viele davon bringen Sie in Europa auf den Markt?
Zehn, und zwar nicht nur Modellerneuerungen. Wir gehen mit einigen Fahrzeugen auch in ganz neue Segmente. Damit setzen wir Stück für Stück unsere Transformationsstrategie in Europa um. Wir machen gute Fortschritte bei den Produkten. Das zeigt sich auch am Marktanteil im Pkw-Markt, den wir zum ersten Mal seit 2009 auf 8,0 Prozent ausbauen konnten. Und im Markt für leichte Nutzfahrzeuge sind wir von der Nummer sieben zur Nummer drei aufgestiegen. Gleichzeitig machen wir Fortschritte bei den Kosten und der Marke.

In Deutschland muss es der V8 sein
Seit dem 2. März läuft in Deutschland und in vielen europäischen Ländern offiziell der Verkauf des Ford Mustang. Gleich mit dem Start wurde der Mustang-Konfigurator regelrecht gestürmt: Inzwischen haben fast 500.000 Interessenten ihr Wunschfahrzeug auf den Internetseiten von Ford konfiguriert. Darüber hinaus verzeichneten die europäischen Internetseiten zum neuen Mustang zwischen Mitte Januar und Mitte Februar 1,1 Millionen Besucher. "Der Ansturm auf den Mustang Online-Konfigurator steht sinnbildlich für 50 Jahre Nachholbedarf in Europa", sagte Roelant de Waard, verantwortlich für Marketing, Sales & Service bei Ford Europa. Eine erste Auswertung zeigt: Über alle Märkte sind der Vierzylinder-EcoBoost-Motor und der bullige V8 ungefähr gleich stark gefragt. In Deutschland hingegen gibt es bei den Anfragen eine klare Präferenz. Quelle: dpa
Für die Deutschen muss es der 418 PS starke 5,0-Liter-V8 sein. In Deutschland (60 Prozent) und Großritannien (54 Prozent) ist der V8 gefragt – zwei Drittel aller Nutzer wählten in diesem Zusammenhang die Version mit Schaltgetriebe. In Frankreich (55 Prozent), Spanien (59 Prozent) und vor allem Italien (61 Prozent) liegt allerdings der 2,3-Liter-Turbo-Vierzylinder mit 314 PS vorne. In ganz Europa erfreute sich die Kombination aus 2,3-Liter-EcoBoost-Motor und 6-Gang-Schaltgetriebe bei europäischen Interessenten der größten Beliebtheit (37 Prozent). Zu den beliebtesten Farben gehören "Ebony-Schwarz" und "Race-Rot". Quelle: obs
Mit seiner jüngsten Baureihe ist das legendäre "Pony Car" erstmals offiziell in Deutschland zu kaufen, bislang waren alle Mustangs auf deutschen Straßen private US-Importe. Wer jetzt einen Mustang bei seinem Händler kaufen will, muss dafür mindestens 35.000 Euro hinlegen. Für diesen Preis gibt es einen modernen Sportwagen mit ansprechender Optik, aber noch nicht das volle US-Flair: Die Einstiegsvariante namens Mustang Fastback rollt hierzulande mit einem 2,3-Liter-Vierzylinder (314 PS) vom Hof. Die volle Dröhnung mit V8-Motor (418 PS) im Mustang GT gibt es für immer noch preiswerte 40.000 Euro. Quelle: obs
Damit liegt der V8-Mustang exakt auf dem Niveau des Chevrolet Camaro, der trotz des Chevy-Rückzugs aus Deutschland weiterhin angeboten wird – vom Europa-Importeuer in der Schweiz. Ab Werk werden die beiden Mustangs mit einem Sechs-Gang-Handschaltgetriebe ausgeliefert, ein Automatikgetriebe kostet 2000 Euro mehr. Für 4000 Euro extra macht Ford aus den Fastback-Coupés ein Cabrio. Mit dem "Premium-Sound-Paket" (1200 Euro) und dem "Premium-Paket" (2500 Euro) bleibt die Aufpreisliste angenehm kurz. Quelle: AP
In der Geschichte der US-Sportwagenikone Mustang konnte Ford über 9,2 Millionen Exemplare seines Muscle Cars verkaufen. Im August 2014 feierten die Arbeiter im Werk Flat Rock den Produktionsstart der sechsten Generation des Mustang, welche die Baureihe zu neuem Erfolg führen soll. Quelle: Reuters
Um den Wagen international auf den Markt zu bringen, musste das Management um US-Chef Joe Hinrichs weitreichende Entscheidungen treffen. So wird es vom Mustang VI auch erstmals eine Rechtslenker-Version geben, um etwa in Großbritannien, Japan oder Australien verkauft werden zu können. 3000 Mitarbeiter fertigen den Mustang im Zwei-Schicht-Betrieb auf modernisierten Produktionslinien, für die Ford 555 Millionen Dollar ausgegeben hat. Quelle: Reuters
Wie die neue Generation bei der eingeschworenen Mustang-Fangemeinde ankommt, bleibt abzuwarten – schließlich ist die V8-Ikone aus Spritspargründen jetzt auch mit einem Vierzylinder erhältlich. Vierzylinder hin oder her, vor allem die älteren Versionen gehören laut einer Umfrage zu den Traumautos der Deutschen. Wir werfen einen Blick zurück auf die Anfänge des Mustangs und seine bewegte Historie: Quelle: Reuters
Mit dem Mustang begründete Ford eine Fahrzeugklasse, bei der günstige Mobilität mit sportlichen Ambitionen im Vordergrund stand. Bevor der Ford Mustang zum Rabauken, Muscle Car und stets leicht prolligen Rebell unter den Sportwagen wurde, fand das Auto 1964 den Weg auf die Straße als seriöses, sportliches Coupé, dessen Erfolg die Ford Motor Company zu Beginn allerdings überrollte. Eigentlich wollte Ford anfangs 100.000 Autos pro Jahr verkaufen – daraus wurden allein in den ersten zwölf Monaten 417.000. Quelle: dpa
Für Puristen war das Jahr 1971 das schlimmste Jahr in der Mustang-Historie. Dass die Mustangs von Jahr zu Jahr immer schwerer und größer wurden, war ja schön und gut. Aber das Modell von 1971 bis 1973 war vielen Fans schlicht mehr als eine Spur zu wuchtig geraten. Großes Problem dabei: Je größer desto schwerer – und desto höher eben auch der Spritverbrauch. Das konnte Ford in der Ölkrise im Jahr 1973 aber gar nicht gebrauchen. Mit dem 71er Mustang endete die erste Modellreihe. Quelle: PR
Die Konsequenz fiel bei Ford drastisch aus. Die zweite Generation von 1974 hat auf den ersten Blick nur noch wenig mit einem Muscle Car zu tun. Kein Wunder, stand der Mustang doch auf der Plattform des Kompaktwagens Pinto. Neben den hohen Ölpreisen war der Mustang auch mit Blick auf Abgasgrenzwerte und Versicherungskosten auf Radikalkur gesetzt worden. Und das traf offenbar den Nerv der Zeit. In einem Jahr verkaufte Ford 386.000 Exemplare – eine stolze Zahl. Ganz besonders deshalb, weil die Gegner des Mustangs nun nicht mehr schwere Dodge Charger, sondern ökonomische Celicas von Toyota waren. Die Zeiten hatten sich geändert. Quelle: PR
Die nächste Zäsur stand im Jahr 1979 mit der dritten Generation des Mustangs an. Das Muscle Car konnte nun im Innenraum vier Personen Platz bieten. Praktischer und vernünftiger war dies zweifellos. Ob es aber wirklich zum ursprünglichen Charakter des Fahrzeugs passte, sei dahingestellt. Aber: Der Mustang III war technisch auch ein echter Fortschritt. Größer, aber gleichzeitig auch leichter. Im ersten Jahr verkaufte Ford 370.000 Exemplare. Und: Der Wagen wurde als Pace Car beim renommiertesten Autorennen der USA eingesetzt: dem Indy 500. Quelle: PR
Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: Der Mustang Ende der 80er Jahre war kein komplett neues Modell. Stattdessen hatte Ford den Mustang einem umfangreichen Facelift unterzogen. Das Design wurde stromlinienförmiger, die Front erinnert an einen Ford Sierra. Quelle: PR
1994 rollte dann die vierte Generation auf die Straße. Chefdesigner Patrick Schiavone, der vor allem mit dem Design des Pick-ups F-150 in den USA für Furore sorgte, wollte in seinem Entwurf Elemente früherer Mustangs aufnehmen. Herausgekommen ist aber ein Auto im typischen Look der 90er Jahre. Quelle: PR
2005 feierte schließlich das Ursprungsdesign des ersten Mustangs seine Wiederkehr. Niemand geringeres als Bill Ford persönlich, Urenkel von Henry Ford, fuhr den Wagen im Retro-Design bei seiner Präsentation auf die Bühne. Anders als die Vorgänger wird die neue Generation nicht mehr von Ford, sondern von der AutoAlliance International in Flat Rock produziert. Quelle: PR
Mit dem Mustang ist über all die Jahre auch ein Name eng verbunden: Carroll Shelby. Der amerikanische Rennfahrer machte nicht nur mit seiner Eigenkonstruktion Shelby Cobra auf sich aufmerksam, sondern auch mit Umbauten diverser Mustangs – bis Ford Shelby an Bord holte und mit dem Namen seine stärksten Mustang-Modelle zierte. Als der legendäre Sportwagen-Konstrukteur im Mai 2012 starb, widmete Ford dem verstorbenen Shelby ein über 850 PS starkes Unikat. Quelle: PR

Dennoch schreibt Ford in Europa immer noch rote Zahlen. Wann kommt der Turnaround?
Wir haben uns kein fixes Zeitziel gesetzt. Wir werden den Verlust in diesem Jahr weiter verringern und wollen, so schnell es geht, wieder profitabel sein. Russland macht uns dabei natürlich große Probleme.

Mit welcher Entwicklung rechnen Sie in den kommenden Monaten?
Das wird eine lange Trockenzeit. Wir erwarten ein weiter schrumpfendes Bruttoinlandsprodukt. Der Industriesektor wird sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich verschlechtern. Aber Russland ist immer noch ein großer Markt.

Die stärksten Marken auf Russlands Automarkt

Welche Konsequenzen ziehen Sie daraus?
Wir investieren weiter und werden zwischen Ende 2014 und Ende 2015 sechs neue Modelle auf den Markt bringen.

Trotz der gewaltigen Krise im Land?
Es gibt für mich keinen schlechten Zeitpunkt, um ein tolles, neues Modell einzuführen, auch wenn die wirtschaftlichen Umstände schwierig sind. Aber natürlich müssen wir gegensteuern. Wir haben die Produktion heruntergefahren, die Belegschaft reduziert. Wir versuchen gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort, die Situation zu verbessern.

VW bleibt trotz Dieselgate vor Toyota
Toyota – 1. Halbjahr 2016Der japanische Branchenprimus, zu dem auch der Kleinwagenbauer Daihatsu Motor und der Nutzwagenhersteller Hino Motors gehören, verkaufte zwischen Januar und Juni global 4,99 Millionen Autos. Das ist ein Rückgang zum Vorjahreszeitraum von 0,6 Prozent. Die ganze Halbjahres-Bilanz auch mit Umsatz- und Gewinnkennzahlen legt der japanische Konkurrent am 4. August vor. Quelle: AP
Volkswagen (Konzern) – 1. Halbjahr 2016Krise? Welche Krise? Die Abgas-Affäre scheint die Auslieferungen bei Volkswagen nicht zu bremsen. Pünktlich zum Halbjahr setzt sogar die schwächelnde Kernmarke zur Wende an. Mit 2,925 Millionen verkauften Volkswagen blieb die Marke zwar knapp unter dem Vorjahresergebnis, die Tendenz im Juni zeigte aber um fast fünf Prozent nach oben. Mit dem starken Juni stehen nach sechs Monaten die Zeichen bei den Verkäufen klarer als zuvor auf Zuwachs: 5,12 Millionen Fahrzeuge – vom VW-Up bis zum schweren Scania-Lkw – sind 1,5 Prozent Verbesserung im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015. Trotz Diesel-Krise steuert der Konzern damit 2016 bisher auf ein Auslieferungsplus zu. Nach fünf Monaten Ende Mai hatte der Zuwachs lediglich bei 0,8 Prozent gelegen. Zumindest als Momentaufnahme scheint der Autobauer damit zehn Monate nach dem Ausbruch der Diesel-Krise eine Durststrecke zu verlassen. Quelle: dpa
BMW – 1. Halbjahr 2016Zwischen Januar und Juni diesen Jahres wurden weltweit 986.557 BMW verkauft. Damit konnten die Münchner im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Prozent zulegen. Allein im Juni stieg der Absatz um 9,7 Prozent auf 189.097 – mit den Marken Mini und Rolls-Royce kommt der Konzern sogar auf 227.849 Autos (+9,1 Prozent). Für das Plus sorgte demnach vor allem die hohe Nachfrage in Europa und Asien. In den USA dagegen schrumpfte der Absatz. Mit den knapp 190.000 Fahrzeugen im Juli lag BMW vor den beiden Dauer-Konkurrenten Audi (169.000 Autos) und Mercedes (188.444 Fahrzeuge). Doch wie sieht es im gesamten ersten Halbjahr aus? Quelle: dpa
Audi – 1. Halbjahr 2016Zumindest Audi konnte BMW hinter sich lassen. Die Ingolstädter konnten zwar zulegen, mit 5,6 Prozent fiel das Wachstum aber geringer aus als bei der Konkurrenz aus München – genauso die absolute Zahl an Auslieferungen von 953.200 Fahrzeugen. Dennoch ist die Bilanz für Audi positiv. Man habe den Absatz in allen Weltregionen steigern können, sagte Vertriebsvorstadn Dietmar Voggenreiter. Spaß-Modelle wie das TT Cabrio im Bild tragen traditionell wenig zum Volumen bei. Zu den größten Treibern gehörten die Baureihen A4 mit einem Plus von 12,3 Prozent und das Oberklasse-SUV Q7, das es nach dem Modellwechsel im Vorjahr auf ein Plus von satten 73,6 Prozent bringt. Auch für das zweite Halbjahr ist Voggenreiter optimistisch: Dann stehen die Premieren des überarbeiteten A3 und der komplett neuen Baureihen A5 und Q2 an. Quelle: obs
Daimler – 1. Halbjahr 2016BMW und Audi waren gut, Mercedes war besser. So lässt sich das erste Halbjahr zusammenfassen – sowohl beim Wachstum als auch beim Absatz konnte die Marke mit dem Stern die Konkurrenten abhängen. In den ersten sechs Monaten gingen 1.006.619 Mercedes-Benz an die Kunden – das entspricht eine Zuwachs von 12,1 Prozent. Ganz nebenbei der 40. Rekordmonat in Folge für die Marke. Dabei profitiert Mercedes vor allem von den SUV-Modellen, die inzwischen ein Drittel des weltweiten Absatzes ausmachen. „ Das zeigt, dass sich unsere Produktoffensive auszahlt und unser rundum erneuertes SUV-Portfolio hervorragend bei den Kunden ankommt“, sagt Vorstandsmitglied Ola Källenius. Zusammen mit den 73.510 verkauften Smart kommt die Pkw-Sparte des Daimler-Konzerns so auf 1,08 Millionen Fahrzeuge. Quelle: dpa
Porsche – 1. Halbjahr 2016Drei Prozent Wachstum auf 117.963 Fahrzeuge. Das sind die Eckdaten des ersten Halbjahres bei Porsche. Der Sportwagenbauer zeigt sich damit zufrieden und spricht von einer „Stabilisierung auf hohem Niveau“. Viele Modelle wie die Baureihen Cayman, Boxster, Macan und der 911er konnten zwar zweistellig wachsen, bei der Limousine Panamera hielten sich die Kunden wegen des anstehenden Modellwechsels aber spürbar zurück. „Die durchweg positive Resonanz auf die Weltpremiere des neuen Panamera Ende Juni stimmt uns sehr optimistisch. Wir erwarten uns davon einen deutlichen Schub“, sagt Marketing- und Vertriebsvorstand Detlev von Platen. Der neue Panamera kann seit dem 28. Juni bestellt werden und steht in Europa ab November beim Händler. In den USA und im chinesischen Markt ist das Auto ab Januar 2017 verfügbar. Quelle: dpa
Toyota – Gesamtjahr 2015Der japanische Autokonzern Toyota hat seine Stellung als weltgrößter Fahrzeughersteller im vierten Jahr nacheinander behauptet und den durch den Abgasskandal gebeutelten Konkurrenten VW auf Distanz gehalten. 2015 verkaufte das Unternehmen 10,15 Millionen Autos, wie Toyota am Mittwoch mitteilte. VW kam im vergangenen Jahr auf 9,93 Millionen verkaufte Autos, General Motors auf 9,8 Millionen. 2016 rechnet Toyota mit einem Absatz von 10,11 Autos. Im vergangenen Jahr lag die Prognose bei 10,1 Millionen Fahrzeugen für 2015 und wurde durch die Realität übertroffen. VW hatte Toyota bei den Verkaufszahlen im ersten Halbjahr 2015 überholt, war dann aber infolge des Abgasskandals wieder zurückgefallen. Die Autoverkäufe auf den großen Märkten in den USA und Japan haben sich verlangsamt. Darüber hinaus hat sich auch das in den vergangenen Jahren stetige Wachstum auf aufstrebenden Märkten abgeschwächt. Das schlägt sich auch in den Toyota-Zahlen nieder: 2014 hatten die Japaner noch 10,23 Millionen Autos verkauft. Quelle: dpa
Volkswagen Quelle: dpa
Volkswagen Quelle: dpa
Skoda Quelle: AP
Porsche Quelle: dpa
Audi Quelle: dpa
Daimler Quelle: REUTERS
BMW Quelle: dpa
Opel Quelle: AP
Renault – Gesamtjahr 20152015 hat Renault dank neuer Fahrzeugmodelle 2,8 Millionen Autos und Transporter ausgeliefert – so viel wie niemals zuvor. Damit wuchs der französische Autobauer mehr als doppelt so stark wie der weltweite Automarkt, der ein Plus von 1,6 Prozent verzeichnete. Die Franzosen bauten ihren Marktanteil in Europa aus und verteidigten ihre Position in den Schwellenländern. In Deutschland konnte Renault über 110.000 Autos verkaufen. Nach dem Rekordjahr setzen sich die Franzosen auch neue Ziele: "Unser Wachstum wird sich 2016 beschleunigen und wir werden unsere Position in all unseren Regionen verbessern", so Vertriebschef Thierry Koskas. Gleichzeitig sieht sich Renault aber auch mit einem Problem noch unbekannten Ausmaßes konfrontiert. In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass es bei Renault im Zusammenhang mit dem Abgasskandal bei Volkswagen zu Durchsuchungen kam. Die Aktien verloren zeitweise knapp 23 Prozent an Wert. Welche Folgen – etwa Rückrufe, Schadenersatz- oder Strafzahlungen – daraus resultieren, ist noch unklar. Quelle: REUTERS

In China hat Ford gerade die Marke eine Million verkaufte Fahrzeuge geknackt. Wo wollen Sie noch hin?
Wir investieren kräftig. 2013 konnten wir 740.000 Pkws produzieren und etwa 200.000 Nutzfahrzeuge. Zum Ende dieses Jahres werden wir 1,4 Millionen Pkws und 500.000 Nutzfahrzeuge fertigen können. Wir erhöhen dafür die Kapazitäten in unseren bestehenden Werken und bauen zwei neue Fabriken in diesem Jahr. Gleichzeitig bringen wir 18 neue Modelle auf den Markt. Wir sehen noch sehr viel Wachstumspotenzial.

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