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Französische Regierung PSA Peugeot Citroën soll Opel kaufen

Das Umfeld des Präsidenten Hollande hat Angst vor der Dominanz des deutschen Autobauers Volkswagen. Und fordert prompt von PSA, mit Opel zu fusionieren.

Opels Managerverschleiß auf dem Chefposten
Michael Lohscheller Quelle: Opel
Karl-Thomas Neumann Quelle: obs
Thomas Sedran Quelle: dpa
Stephen Girsky Quelle: dpa
Karl-Friedrich Stracke Quelle: dpa
Nick Reilly Quelle: REUTERS
Hans Demant Quelle: AP

Nach Angaben der französischen Tageszeitung "Le Monde" drängt die französische Regierung den Autobauer PSA Peugeot Citroën zum Kauf von Opel. Ziel sei es, ein Gegengewicht zu Europas größtem Autobauer Volkswagen zu schaffen, wie Tageszeitung in ihrer Dienstagsausgabe schreibt. Sie beruft sich dabei auf Mitarbeiter des französischen Finanzministeriums und das Umfeld von Staatschef François Hollande. Ein Opel-Sprecher in Rüsselsheim wollte sagte der Nachrichtenagentur AFP, es handle sich um "reine Spekulation - und sonst nichts".

Über eine Fusion von PSA und Opel war immer wieder spekuliert worden, seitdem PSA und der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) im Februar eine strategische Allianz verkündeten und GM mit sieben Prozent bei den Franzosen einstieg. Inzwischen haben GM und PSA Verträge zur gemeinsamen Entwicklung von drei Fahrzeugprojekten und zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens für den Einkauf unterzeichnet. Auf eine Fusion von PSA mit Opel verzichtete GM laut Medienberichten wegen der Finanzprobleme der Franzosen, die den Abbau von 8000 Arbeitsplätzen planen.

Das Umfeld des französischen Staatspräsidenten Holland befürchtet, dass VW mit einem Preiskampf PSA als Konkurrenten aus dem Weg räumen möchte. "Volkswagen hat beschlossen, PSA aus dem Weg zu räumen", zitiert "Le Monde" Hollandes Umfeld. Nur eine Annäherung von PSA und Opel könne das verhindert. Unklar ist allerdings, mit welchen Mitteln PSA das tun soll.

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