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Frist für die Angebotsannahme abgelaufen Scania Übernahme bleibt offen

Volkswagen will die Lkw-Tochter Scania nun vollständig übernehmen. Die hochprofitable Sparte ist den Wolfsburgern sieben Milliarden Euro wert. Das Angebot ist abgegeben, denn an diesem Freitag ist die Annahme-Frist abgelaufen.

Lkw-Hersteller stehen unter Kartellverdacht
LKW-Hersteller unter Kartellverdacht Quelle: dpa
Platz 10: Weichai Power - ShaanxiAbsatz: 104.100*Der chinesische Konzern Weichai Power ist bekannt für seine Dieselmotoren. Das Tochterunternehmen  Shaanxi Heavy-duty stellt die passenden schweren Lkw her und ist vierstärkster Hersteller auf dem chinesischen Markt. Mit dem Getriebehersteller Shaanxi Fast Gear ist Weichai sogar Marktführer in China. *Weltweite Verkaufszahlen für das Jahr 2013, Fahrzeug über 6 Tonnen GVW, ausgenommen sind Busse und Off-Highway Lkw (Construction, Mining, Military etc.). Quelle: IHS Automotive Quelle: Presse
Platz 9: TataAbsatz: 133.000Dem indischen Industriekonzern gehören über 100 verschiedene Firmen, darunter auch die britische Sportwagen- und Offroader-Schmiede Jaguar-Land-Rover. Tata setzt seine Trucks nahezu vollständig in China und der Asien-Pazifik-Region ab. Quelle: Presse
Platz 8: BAIC - FotonAbsatz: 136.600Die Bejing Automotive Industry HoldingBAIC ist ein chinesischer Staatskonzern, der mehrere Auto- und Industrieunternehmen besitzt. In Deutschland ist der Name manchen durch die Kooperation mit Daimler ein Begriff. Schwaben und Asiaten kooperieren unter der Marke Bejing Foton Daimler in China auf dem Markt für schwere Nutzfahrzeuge - mit großem Erfolg (siehe Daimler). Quelle: Presse
Platz 7: Paccar Absatz: 139.200Paccar zählt zu den größten Herstellern auf dem US-Markt. Der Hauptsitz ist Seattle, das Unternehmen ist im amerikanischen Aktienindex S&P 500 gelistet. 2012 legten die Amerikaner eine Ebit-Marge von 9,4 Prozent vor. Paccar ist aber nicht nur stark auf dem nordamerikanischen Markt. Die US-Trucks rollen auch über westeuropäische Straßen - dem zweitstärksten Markt für Paccar. Quelle: Presse
Platz 6: CNHTC - SinotrukAbsatz: 150.800Sinotruk ist mit rund 20 Prozent Marktanteil einer der führenden Hersteller schwere Lkw in China. Die Marke gehört zur China National Heavy Duty Truck Group - CNHTC. MAN baut gemeinsam mit dem chinesischen Schwergewicht unter dem Namen "Sintrak" Nutzfahrzeuge für Schwellenländern. Die Marke wurde 2013 gelauncht - die ersten Lkw sind auf chinesischen Straßen unterwegs. Quelle: Creative Commons - Kruglovsasha
Platz 5: Volvo TrucksAbsatz: 177 .200Derzeit noch die Nummer fünf am Markt. Zum Jahreswechsel beschloss der Lkw-Bauer die Produktion zu drosseln. Viele Kunden deckten sich noch mit den günstigeren Lkw der Abgasnorm Euro 5 ein. Diese Vorzieheffekte ließen die Nachfrage nach den neuen Euro-6-Lastern erstmal sinken. Doch die Schweden haben Großes vor – sie wollen zur Nummer eins auf dem Weltmarkt aufsteigen. Quelle: Presse

Der Autokonzern Volkswagen blickt nach Schweden: VW will seine hochprofitable Lkw-Tochter Scania komplett übernehmen und hat den Aktionären ein Angebot unterbreitet - an diesem Freitag, 17 Uhr ist die Frist für die Annahme des Angebots abgelaufen. Das Ergebnis dürfte es Anfang nächster Woche geben. VW hatte 200 Kronen pro Aktie geboten - ein Aufschlag von gut 50 Prozent auf den Durchschnitt des jüngsten Scania-Aktienkurses. Mehrere Scania-Aktionäre hatten das Angebot als zu niedrig abgelehnt, andere dagegen wollten es annehmen.
VW hatte im Februar angekündigt, die restlichen Anteile an seiner Nutzfahrzeug-Tochter für knapp sieben Milliarden Euro erwerben zu wollen. Damit wollen die Wolfsburger ihre interne LKW-Allianz stärken, zu der auch MAN zählt.
Volkswagen will mit seinem Angebot in den Besitz von mehr als 90 Prozent aller Aktien gelangen und plant, Scania am Ende von der Börse zu nehmen. VW hält derzeit direkt und indirekt über MAN 89,2 Prozent der Stimmrechte und 62,6 Prozent des Kapitals an dem Nutzfahrzeugunternehmen. Im März hatte der unabhängige Teil des Scania-Verwaltungsrates den Aktionären empfohlen, das Angebot der Konzernmutter auszuschlagen.

Swedbank Robur, das 1,87 Prozent der Anteile kontrolliert, und damit viertgrößter Aktionär von Scania ist, sowie der staatliche Pensionsfonds AP3, der 0,32 Prozent der Anteile besitzt, haben am Donnerstag ihre Unterstützung für das Volkswagen-Angebot angekündigt. Die jüngsten Unterstützungsbekundungen sind für Volkswagen willkommene Nachrichten. In den vergangenen Tagen hatten sich Minderheitsaktionäre, die rund 5,8 Prozent der Anteile besitzen, gegen das Angebot ausgesprochen.

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Durch die ablehnenden Aktionäre war die Schwelle von 10 Prozent näher gerückt, welche ein Scheitern des VW-Angebots bedeuten würde.
Der schwedische Pensionsanbieter Alecta, der rund 2,04 Prozent der Scania-Aktien besitzt, hatte am Mittwoch mitgeteilt, er werde das Angebot von VW nicht annehmen. Am selben Tag sagte AFA Foersaekring, das rund 0,4 Prozent der Scania-Anteile hält, dass es das Gebot von 200 Kronen nicht unterstützen werde. Die beiden Gesellschaften folgten ähnlichen Entscheidungen von AMF, Skandia, AP4 und Investor AB.
Volkswagen will nach eigenen Angaben die komplette Scania- Übernahme nur dann durchziehen, wenn es die Akzeptanzgrenze von 90 Prozent erreicht. Das Unternehmen kontrolliert bereits direkt und indirekt 62,6 Prozent von Scanias Kapital.

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