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Gaspedale können brechen Aston Martin hat Ärger mit Billig-Autoteilen

Ausgerechnet Luxuskarossen-Hersteller Aston Martin hat Probleme mit chinesischen Billig-Teilen in seinen Autos. Wegen minderwertiger Teile müssen nun Zehntausende Wagen zurück in die Werkstätten.

Ein Aston Martin Vanquish. Der Autobauer hat Ärger wegen minderwertiger Plastikteile. Quelle: REUTERS

Durch die James-Bond-Filme wurde Aston Martin berühmt, nun sieht sich der Luxus-Autobauer mit einem Image-GAU konfrontiert: Bei Zehntausenden Modellen besteht die Gefahr, dass das Gaspedal brechen kann. Aston Martin bestellt deshalb den Großteil seiner seit Ende 2007 gebauten Autos in die Werkstätten.

Betroffen sind knapp 17.600 Fahrzeuge, teilte der Luxusportwagenbauer in einer Erklärung an die US-Straßenverkehrsbehörde mit. Bislang seien keine Unfälle bekannt geworden, betonte Aston Martin. Hintergrund des Fiaskos sei, dass ein chinesischer Zulieferer für ein Bauteil statt dem vorgeschriebenen Material ein minderwertiges Plastik von seinem eigenen Lieferanten bekommen habe und dies anstelle des Originalmaterials verwendet habe.

US-Behörde untersucht Dodge wegen Wegrollgefahr
Behörde untersucht weitere Fiat-Chrysler-Wagen Quelle: AP
BMW ruft Autos zurück Quelle: dpa
Toyota - Millionen fehlerhafter AirbagsToyota ruft weltweit weitere 5,8 Millionen Fahrzeuge wegen möglicher Probleme mit Airbags des Zulieferers Takata zurück. In Europa müssten 1,47 Millionen Autos zurück in die Werkstätten, teilte der japanische Konzern am Mittwoch mit. Allein in Deutschland seien knapp 118.000 Fahrzeuge betroffen. Dabei geht es unter anderem um die Modelle Corolla und Yaris, vorwiegend älterer Baujahre, sagte ein Sprecher. In Japan sollen die Besitzer von rund 1,15 Millionen Fahrzeugen in Werkstätten vorstellig werden. Weltweit haben Autohersteller bereits mehr als 100 Millionen Autos zurückgerufen, um die fehlerhaften Airbags auszutauschen. Quelle: dpa
VW und Audi rufen wegen Feuergefahr 281.000 Autos in USA zurück Volkswagen ruft 281.500 Fahrzeuge in den USA wegen möglicher Brandgefahr zurück. Es geht Fahrzeuge der Marken VW und Audi, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens an die Börsenaufsicht vom 7. Oktober hervorgeht. Bei den Fahrzeugen könne in Folge von Lecks Benzin austreten und Feuer ausbrechen. Allerdings seien entsprechende Vorfälle noch nicht berichtet worden. Auch habe es keine Verletzten gegeben. Quelle: dpa
Fiat Chrysler ruft fast zwei Millionen Fahrzeuge zurück Quelle: dpa
General Motors ruft über 4 Millionen Fahrzeuge zurückGeneral Motors ruft wegen eines Defekts an der Airbag-Software weltweit mehr als vier Millionen Fahrzeuge zurück. In seltenen Fällen könne der Bordcomputer in den Testmodus umschalten, erklärte der US-Autobauer am Freitag in Detroit. Die vorderen Airbags würden dann im Fall eines Unfalls nicht auslösen. Auch die Sitzgurte funktionierten möglicherweise nicht. Der Fehler werde mit mindestens einem Todesfall und drei Verletzten in Verbindung gebracht. GM werde die betroffenen Kunden informieren und die Software kostenfrei aktualisieren, teilte das Unternehmen mit. Der Rückruf der 4,28 Millionen betrifft unter anderem bestimmte Modelle von Buick, Chevrolet und Cadillac der Modelljahre 2014-2017, allein 3,6 Millionen davon in den USA. Quelle: dpa
Mazda ruft 2,2 Millionen Fahrzeuge zurück Mazda ruft wegen Problemen mit der Heckklappe weltweit 2,2 Millionen Fahrzeuge zurück. Die Rostschutzlackierung der Heckklappenaufhängung sei nicht ausreichend, erklärte der japanische Autohersteller am Donnerstag. Im Laufe der Zeit könne daher mit Streusalz vermischtes Wasser dazu führen, dass die Aufhängung bricht und die Heckklappe abfällt. Berichte über Unfälle oder Verletzte lägen jedoch nicht vor. Der Rückruf betrifft bestimmte Modelle des Kompaktwagens Mazda 3 der Jahrgänge 2010 bis 2013 sowie Vans des Typs Mazda 5 von 2012 bis 2015. Ebenfalls betroffen sind bestimmte Modelle des CX-5 von 2013 bis 2016 und des SUVs CX-3 von 2016. Händler tauschten beide Aufhängungen aus, erklärte Mazda. Kunden erhielten noch im September oder im Oktober nähere Informationen. Quelle: dapd

Der Rückruf betreffe rund 75 Prozent aller seit November 2007 gefertigten Fahrzeuge, sagte eine Konzernsprecherin am Mittwoch. Betroffen sind laut der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA bestimmte Baujahre und Modellreihen des DB9, Vantage, DBS, Rapide und Virage. Die genauen Daten können in einem PDF-Dokument der NHTSA eingesehen werden. Wenn das Gaspedal abbreche, habe der Fahrer keine Möglichkeit mehr, die Geschwindigkeit zu halten oder zu beschleunigen, was die Gefahr eines Unfalls erhöhe, heißt es auf der Website. Aston Martin werde die betroffenen Besitzer kontaktieren.

Aston Martin konkurriert mit Jaguar und der VW-Tochter Bentley. Daimler liefert Motoren an den ehemals britischen Traditionskonzern, der inzwischen Investmentfonds aus Kuwait sowie Beteiligungsgesellschaften gehört.

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