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General Motors Bremst Chevrolet Opel aus?

General Motors puscht in Europa seine US-Marken Chevrolet und Cadillac. Opel könnte dabei auf der Strecke bleiben.

General Motors will seine Makre Chevrolet auf dem europäischen Mark etablieren. Quelle: dpa

Dass General Motors der deutschen Tochter Opel den Zugang zu den außereuropäischen Wachstumsmärkten verwehrt ist kein Geheimnis. GM-Marketing-Chef Joel Ewanick sagte im Januar in Detroit: „Opel bleibt eine Regionalmarke mit klarem Fokus auf Europa.“ Das heiße nicht, dass die deutsche Tochter nicht auch außerhalb Europas Autos verkaufen dürfe. Dies geschieht zurzeit nur in sehr geringen Stückzahlen etwa in China, Chile, Australien oder Israel.

„Sehr gering“ bedeutet für China konkret 2847 Fahrzeuge im gesamten Jahr 2011, das entspricht einem Marktanteil von 0,02 bis 0,03 Prozent. Die Rüsselsheimer dürfen in China zwar verkaufen, müssen aber Rücksicht nehmen auf die GM-Marke Buick. Mit den Marken Cadillac und Buick konnte GM 2011 besonders auf dem chinesischen Markt punkten. Die Amerikaner verzeichneten dort ein Absatzplus von 8,3 Prozent und verkauften insgesamt 2,55 Millionen Fahrzeuge. Gut für General Motors – schlecht für Opel. Auch die USA und Brasilien bleiben für die Rüsselsheimer Sperrgebiet.

Schlechte Zahlen für Opel

Das macht das Wachsen schwierig und es wäre bitter nötig. 575 Millionen Euro Verlust verzeichnete das Europageschäft von General Motors im abgelaufenen Geschäftsjahr. Doch die US-Mutter hält Opel nicht nur an der kurzen Leine was die großen Absatzmärkte angeht, sie schickt gleichzeitig die Hausmarke Chevrolet in Europa ins Rennen und macht damit der deutschen Tochter Konkurrenz. Der aus der koreanischen Marke Daewoo entstandene Konzern strebt in Deutschland zweistellige Zuwachsraten an. Steffen Raschig, Geschäftsführer von Chevrolet Deutschland will den Marktanteil von Chevrolet mittelfristig in Deutschland auf 1,3 bis 1,5 Prozent ausbauen.

Die Verschmelzung von Daewoo und Chevrolet

Chevrolet holt schnell auf

Im Jahr 2011 wurden bereits 30.000 Chevrolet-Modelle in Deutschland neu zugelassen – das entspricht einem Marktanteil von überschaubaren 0,9 Prozent - bis 2014 will Raschig 45.000 bis 60.000 Chevrolets in Deutschland verkaufen – vorausgesetzt die wirtschaftliche Lage stabilisiert sich und es kommt zu keiner Rezession, so der Deutschland-Chef.

Zum Vergleich: Das Kraftfahrtbundesamt verzeichnete im vergangenen Jahr 254.605 Neuzulassungen der Marke Opel. Das entspricht einem Marktanteil von acht Prozent. Damit rangiert Opel auf Platz vier im Ranking der Neuzulassungen 2011 und belegt mit dem Modell Opel Corsa Platz Nummer sechs nach Fahrzeugtypen mit mehr als 70.000 neu zugelassen Fahrzeugen. Doch auch der Verkaufsrenner Corsa bleibt auf den europäischen Markt beschränkt, während Ford etwa seinen Flitzer Fiesta weltweit verkauft.  

Opel bestreitet, dass der Mutterkonzern mit Chevrolet den Rüsselsheimern Konkurrenz mache. Die Marke Chevrolet sei unter Opel angesiedelt und spreche andere Kunden an. Diese Sichtweise ist angesichts der wachsenden Modellpalette von Chevrolet kaum nachvollziehbar.

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