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Harald Wester Maserati will Ferrari die Rücklichter zeigen

Exklusiv
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Wann der Levante kommt

Auf diese SUVs stehen die Chefs in Europa
Platz 10: Hyundai IX35Der Koreaner schafft es zwar in keinem der betrachteten Länder auf Platz eins, aber er überzeugt doch so viele Fuhrparkmanager (und Chefs) in Europa, dass es unter die Top Ten rollt. Inzwischen ist fast jedes sechste zur Nutzung in Unternehmen neu angeschaffte Fahrzeug ein SUV, wie das Marktforschungs- und Beratungsinstituts Dataforce ermittelte. Dazu werteten die Flottenmarkt-Experten die Daten von 14 europäischen Ländern für das erste Quartal 2013 aus. Betrachtet wurden Österreich, Belgien, die Tschechische Republik, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Polen, die Slowakei, Spanien, Schweden und das Vereinigte Königreich. Hier die beliebtesten Modelle: Quelle: dpa Picture-Alliance
Platz 9: Dacia DusterIn Frankreich ist das Modell der Renault-Tochter sogar Platz eins im Ranking der beliebtesten Modelle im relevanten Flottenmarkt. Das mag auch am attraktiven Preis von rund 11.000 Euro liegen. Frankreich ist übrigens nach Großbritannien und Deutschland das Land mit den meisten SUV im relevanten Flottenmarkt. Quelle: Presse
Platz 8: Audi Q 3Land auf Land ab ist er beliebt, der kleine Bruder des Q 5. Auf dem deutschen Markt gibt es den Audi Q3 sei Oktober 2011. Das Modell wird in Spanien hergestellt und ist mit weniger als 1.500 Kilogramm für einen SUV verhältnismäßig leicht. Der Einstiegspreis liegt bei 29.900 Euro. Quelle: Audi
Platz 7: BMW X3Im europäischen relevanten Flottenmarkt schafft es der Bayer auf den siebten Platz. Auf dem deutschen Privatmarkt hat er sich noch besser verkauft. Im ersten Quartal 2013 landet der X3 auf dem dritten Platz der meistverkauften SUVs in Deutschland. Quelle: BMW
Platz 6: Volvo XC60Der Kompakt-SUV gehört zu den absoluten Bestseller der schwedischen Automarke. Da überrascht es kaum, dass er in seiner Heimat auch der bestverkaufte SUV im Flottenmarkt ist. Platz eins in Schweden, Platz sechs in Europa. Quelle: dpa
Platz 5: Kia SportageDer Koreaner kam bereits 1994 auf den Markt und zählt immer noch zu den Lieblingen der Offroad-Fans. So fährt er souverän unter die Top fünf. In Polen und der Slowakei ist der sogar die Nummer eins unter den SUVs, die für einen Unternehmensfuhrpark angeschafft werden. Quelle: dpa
Platz 4: Audi Q5Die Ingolstädter überzeugen auch mit der größeren SUV-Variante. Chefs scheinen sich in dem Mittelklasse-Offroader, der seit 2008 auf dem Markt ist, einfach rundum wohl zu fühlen. Quelle: obs

Statt für einen Elektroantrieb geben Sie das Geld lieber für ein neues Modell aus?

Und für neue Motoren und Märkte sowie ein neues Werk. Nicht zu vergessen den geplanten Maserati SUV.

Sie meinen den Levante. Wann kommt der?

Ende 2014. Und wenn man das dann alles zusammenzählt, landet man bei etwa 50.000 Einheiten per anno.

Und dafür brauchte es das neue Werk in Grugliasco?

Modena hätte das nicht hergegeben. Und die Fertigungsstrukturen von früher auch nicht: Früher hatte Maserati einen externen Dienstleister außerhalb von Turin, der die Karosserien produzierte. Den haben wir später übernommen, aber den Prozess beibehalten. Das heißt, die Karosserien wurden in Turin gebaut, mit dem Laster nach Maranello geschafft, dort lackiert und schließlich für die Endmontage nach Modena transportiert. Darüber vergehen einige Stunden. Und das System war nicht ausbaufähig und brachte auch nicht die Qualität, die wir brauchen. Mit dem neuen Werk sind wir da viel besser aufgestellt – auch für die neuen Produkte.

Auch der SUV wird in Grugliasco gebaut?

Da der größte Markt für das Modell in Nordamerika ist, wollten wir den Wagen ursprünglich nach USA geben.

Das wäre denkbar: Ein Maserati made in USA?

Klar, warum nicht. Ein Maserati muss nicht aus Italien kommen. Ein Maserati muss ein Maserati sein, muss wie ein Maserati fahren, sich wie ein Maserati anfühlen und auch so duften. Jedes Auto hat doch heute einen globalen Fußabdruck. Entscheidungen über Produktionsstandorte werden bei uns überwiegend nach wirtschaftlichen und industriellen Aspekten getroffen: Wo hat der Konzern was verfügbar und wo rechnet sich das? Doch ich kann Sie beruhigen: Inzwischen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir den Levante in Italien montieren. Wir haben ja bei Fiat einige Kapazitäten frei.

Riskante Sparmanöver der Edelmarken

Wo genau?

Die Entscheidung ist noch nicht gefallen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die auch von der Geometrie des Autos abhängen: Der Levante wird annähernd 5 Meter lang und 1,70 Meter hoch. Damit kann man nicht in jede Lackierstraße gehen.

Die Plattform des Levante wird von der Schwestermarke Jeep aus USA zugeliefert?

Das ist nicht korrekt, aber wir wären verrückt wenn wir nicht nutzen würden, was schon vorhanden ist. Für die Stückzahlen, die wir planen, kann ich es mir nicht leisten, eine komplett neue Elektronikarchitektur aufzubauen. Aber der Allradantrieb ist ganz speziell und ganz neu für dieses Auto entwickelt worden – von Magna Powertrain. Das Fahrwerk wird spezifisch sein, die Motoren auch – alles, was man braucht, um einen echten Maserati zu bauen. Es gibt nicht viel im Konzern, was unseren Ansprüchen genügt.

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