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Hauptversammlung beim Elektroautobauer Tesla-Aktionäre stärken Elon Musk den Rücken

Tesla-Hauptversammlung: Aktionäre unterstützen Elon Musk Quelle: REUTERS

Elon Musk polarisiert. Seine Anhänger himmeln ihn an, seine Kritiker nennen ihn einen Hochstapler. Zuletzt hatte Musk mit etlichen negativen Schlagzeilen zu kämpfen. Doch die Tesla-Aktionäre halten zu ihm.

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Die Kritik an Elon Musk hat zuletzt zwar zugenommen, doch die Aktionäre des Elektroautobauers halten zum Tesla-Chef. Sie stimmten am Dienstag bei der jährlichen Hauptversammlung im kalifornischen Mountain View dagegen, die Macht des schillernden Tech-Milliardärs im Unternehmen einzuschränken. Musk zeigte sich indes zuversichtlich, die Fertigungsziele beim Hoffnungsträger Model 3 zur Jahresmitte zu erreichen.

Die Investoren lehnten den Vorschlag ab, Musk die gleichzeitige Führung des Verwaltungsrats und des Vorstands zu verbieten. Auch blieb eine Initiative erfolglos, mit der die Wiederwahl von drei seiner Vertrauten - darunter Musks Bruder Kimbal - als Verwaltungsräte verhindert werden sollte. Am Markt kam das gut an, die Aktie drehte nachbörslich leicht ins Plus.

Musk, der von seinen Anhängern angehimmelt und von Kritikern als Hochstapler bezeichnet wird, hatte in den vergangenen Monaten mit etlichen negativen Schlagzeilen zu kämpfen. Unfälle mit dem Fahrassistenzprogramm „Autopilot“ sorgten wiederholt für Aufsehen, Probleme bereitet aber vor allem der stockende Start der Serienfertigung des Hoffnungsträgers Model 3.

Musk wirkte zuletzt zunehmend gereizt, bei einer Konferenzschalte kanzelte er nach Vorlage der Quartalszahlen Analysten ab, deren Fragen er langweilig und „nicht cool“ fand. Bei Twitter wetterte er kürzlich gegen die „großen Medien“ und angeblich unfaire Berichte. Am Finanzmarkt, wo es lange nur bergauf ging, sieht es nicht mehr so gut aus - die Tesla-Aktie ist im Jahresvergleich um 17 Prozent gesunken.
Zudem hatte Tesla in der Vergangenheit mit Schwierigkeiten beim Fertigungsanlauf des „Model 3“ zu kämpfen, von dessen Erfolg die langfristigen Gewinnaussichten des Unternehmens abhängen. Gegenüber den Investoren räumte Musk Schwierigkeiten ein und gab zu: „Wir haben viele Fehler bei der Model-3-Produktion gemacht.“ Im Moment liege die Kapazität bei 3500 Autos pro Woche. „Das waren die schrecklichsten paar Monate, die ich je erlebt habe, aber ich glaube, wir kommen hin“, sagte Musk den Aktionären. Er halte es jedoch für „ziemlich wahrscheinlich“, dass Tesla bis Ende Juni sein bereits mehrfach verschobenes Ziel erreicht, pro Woche 5000 Stück seines ersten günstigeren Autos zu fertigen. Das hatte sich Tesla eigentlich schon für Ende 2017 vorgenommen. Aktuell liegt die wöchentliche Produktionsrate laut Musk bei rund 3500 Model 3.

Der Konzern könnte nach Ansicht von Analysten Kapitalbedarf haben. Musk selbst hat eine Kapitalerhöhung für dieses Jahr ausgeschlossen. Mit den Analysten hat es sich der Firmenchef gründlich verscherzt, als er sich vor einigen Wochen in einer Telefonkonferenz über "langweilige Deppenfragen" beklagte.

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