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Hauptversammlung Daimler ist nicht mehr Maß aller Dinge

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„Ergebnis durch aggressive Bilanzierung geschönt“

Die Lieblingsautos der Deutschen
Audi A4 Quelle: dpa
BMW 5er Quelle: Reuters
Ford Focus Quelle: dapd
BMW 3er Quelle: dapd
Opel Corsa Quelle: dapd
Mercedes C-Klasse Quelle: AP
Opel Astra Quelle: Reuters

Nach Einschätzung von Fondsmanager Speich hat Daimler das jüngste Betriebsergebnis in Höhe von 8,8 Milliarden Euro Ergebnis mit „aggressiver Bilanzierung“ geschönt. Durch die Aktivierung von Investitionsaufwendungen in der Bilanz sei das operative Ergebnis rund 630 Millionen Euro höher ausgefallen als bei direkter Abschreibungen der Aufwendungen. Zetsche bestätigte am Mittwoch die Prognosen: Der Konzern erwartet, dass der Absatz in diesem Jahr insgesamt deutlich wächst und auch der Umsatz steigt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern aus dem laufenden Geschäft soll aber bei rund 9 Milliarden Euro stagnieren. Hohe Investitionen drücken bei Daimler auf die Profitabilität.

„Wo wir nicht die Nummer eins sind, wollen wir es werden“, versprach Zetsche den Investoren. Die Wettbewerbsposition werde sich in den nächsten Jahren unter anderem durch drei neue Modelle der luxuriösen Mercedes-Benz S-Klasse verbessern. Doch auch seine Position als weltgrößter Nutzfahrzeughersteller spielt Daimler derzeit bei der Ertragskraft nicht voll aus und zuckelt den kleineren Rivalen Volvo und Scania hinterher. Dieser Rückstand soll bis 2013 durch die vermehrte Nutzung von gleichen Bauteilen in Lkw und die Expansion nach Indien und China wettgemacht werden.

Um den Führungsanspruch durchzusetzen, will der Daimler-Vorstand im laufenden und im kommenden Jahr nochmals tief in die Tasche greifen. 2012 und 2013 sind Investitionen in Forschung und Entwicklung in Höhe von knapp elf Milliarden Euro eingeplant, fast die gleiche Summe sollen in Sachanlagen fließen. „Innovation und Wachstum gibt es nachhaltig nicht zum Nulltarif“, rechtfertigte Zetsche die anstehenden Milliarden-Ausgaben zur Entwicklung verbrauchsärmerer Motoren, neuer Fahrerassistenz-Systeme oder neuer Leichtbau-Werkstoffe. Die Investitionen bedeuteten „natürlich“ kurzfristig eine Belastung, mittel- und langfristig sei das Geld aber „hervorragend“ angelegt, warb Zetsche für seinen Kurs.

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