Hauptversammlung Keine Probleme und keine Entlassungen mehr bei GM

15 Leute wurden in direkter Verbindung mit den defekten Zündschlössern und zögerlichen Rückrufaktionen entlassen. Nun sieht General Motors die Affäre als erledigt an.

GM sieht keine weiteren ernsten Probleme bei Autos mehr. Quelle: REUTERS

Nach der beispiellosen Serie von Fahrzeug-Rückrufen sieht der US-Autohersteller General Motors nun keine weiteren ernsten Probleme mehr. Dies sagte Konzernchefin Mary Barra vor der Jahreshauptversammlung. Barra sagte, die Überprüfung sei umfassend gewesen. „Wir haben ziemlich tief gegraben.“ Bei dem Zündschloss-Problem habe das Unternehmen eine einzigartige Serie von Fehlern gemacht. Sie habe keine Anhaltspunkte, dass es so etwas noch einmal gebe, sagte sie.

General Motors: Chronologie der Zündschloss-Affäre

Dennoch könnte es als Ergebnis einer fast beendeten Sicherheitsüberprüfung bis Ende Juni noch zu einigen Rückrufaktionen kommen. Es werde auch keine weiteren Entlassungen geben. Der Autobauer hat bereits die notwendigen personellen Konsequenzen gezogen. Vergangene Woche wurden 15 Mitarbeiter vor die Tür gesetzt. Den Entlassenen wurde Fehlverhalten im Zusammenhang mit der verzögerten Rückrufaktion vorgeworfen. Das Top-Management wurde bei den internen Ermittlungen jedoch von jeder Verantwortung freigesprochen. Chairman Tim Solso sagte, der Verwaltungsrat des Opel-Mutterkonzerns habe volles Vertrauen in Barra und ihr Team.

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Keiner der anwesenden Anteilseigner brachte das Debakel um die Zündschlösser während der 20-minütigen Fragerunde zur Sprache. GM steht seit Anfang des Jahres in der Kritik. Der Defekt hat laut GM zu 13 Todesfällen geführt. Die US-Verkehrsaufsicht geht jedoch von einer höheren Zahl aus. Verbraucherschützer sprechen seit Monaten von bis zu 300 Todesopfern in Folge des Defekts, bei dem sich Motor und elektrische Systeme wie Airbags auch bei hohem Tempo unvermittelt abschalten. Besondere Brisanz erhielt die Affäre, weil die Probleme im Konzern schon seit Jahren bekannt waren. Doch erst im Februar 2014 rief GM deshalb rund 2,6 Millionen Autos in die Werkstätten zurück.

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