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Hochgeschwindigkeit Ferrari macht der Staatsbahn Konkurrenz

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Wettbewerb täte Deutschland gut

Ferrari-Boss Luca di Montezemolo Quelle: REUTERS

NTV will sich zwar zunächst auf Italien konzentrieren, doch die Verlängerung der Strecke von Mailand nach München ist kein absurdes Gedankenspiel. Ein Erfolg von NTV würde zudem ein wichtiges Zeichen an weitere Finanzinvestoren senden, sich an Projekten auf der Schiene zu beteiligen. Bislang schrecken sie vor den hohen Investitionen und den Risiken zurück. Selbst im hochsubventionierten Nahverkehr halten sich Banken zurzeit mit der Freigabe von Krediten zurück.

In Deutschland würde der Fernverkehr mehr Wettbewerb vertragen. Die Deutsche Bahn bietet ihren Kunden zwar gehobenen und angenehmen Reisekomfort. Die Qualität ist gut. Doch Wettbewerb würde die Preise drücken. Zudem sind auch bei der Qualität Verbesserungen denkbar. Kostenloses Wifi gibt es jetzt beispielsweise in den Züge von NTV. Im ICE müssen die Kunden dafür zahlen.

Wie wichtig Wettbewerb ist, zeigt das Beispiel Hamburg-Köln-Express (HKX). Das junge Unternehmen will die Strecke ab Sommer drei Mal pro Tag in beide Richtungen bedienen. Die Deutsche Bahn bietet auf der Strecke bei ihren Direktverbindungen nur schrabbelige und alte Intercity-Züge an. Offenbar denkt der Konzern aber darüber nach, die neuen Doppelstockwagen von Bombardier, die ab 2013 die Flotte ergänzen sollen, zuerst auf der Strecke Hamburg-Köln einzusetzen.

Auto



In Italien lockt NTV mit einem Drei-Klassen-Konzept. Im „modernsten Zug Europas“ (so die Werbung für „Italo“) kommen Sky-Nachrichten live auf den Bildschirm, sollen Filme in Erstaufführung gezeigt werden. Breitbandverbindungen, UMTS-Telefonnetze und kostenloses Wifi für das Internet ergänzen das Angebot. Dazu gibt es ein „Eataly“-Essen in mediterraner Tradition sowie bequemste Sessel in Grau-Orange – das alles sollen die Trümpfe bei den Kunden sein. Die Preise sind gestaffelt je nach Klasse: Club, Prima oder Smart.

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