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IG-Metall-Tarifrunde Opel will Tariferhöhung stunden

Exklusiv
Eine Opel-Mitarbeiterin verfolgt im Januar 2018 eine Kundgebung vor dem Adam-Opel-Haus in Rüsselsheim (Hessen). Quelle: dpa

Opel macht Druck auf seine Mitarbeiter. Der Autobauer will die in der jüngsten Tarifrunde von der IG Metall erkämpfte Lohnerhöhung von 4,3 Prozent nicht auszahlen und stellt Forderungen an die Belegschaft.

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Der Autobauer Opel will die in der jüngsten Tarifrunde von der IG Metall erkämpfte Lohnerhöhung von 4,3 Prozent nicht auszahlen. Das geht aus einer Information von Betriebsrat und IG Metall an die Mitarbeiter hervor, die der WirtschaftsWoche vorliegt. Darin heißt es, dass sich das Management eine „vorläufige Stundung der Umsetzung der Tariferhöhung“ wünsche.

Die Erhöhung wäre am 1. April fällig, würde jedoch erst Ende des Monats ausgezahlt. Eine im März fällige Einmalzahlung von 100 Euro soll Insidern zufolge hingegen in diesen Tagen überwiesen werden. Opel wollte die laufenden Verhandlungen mit Betriebsrat und IG Metall nicht kommentieren.
Um die Tariferhöhung nicht zu zahlen, müsste Opel einen neuen Tarifvertrag aushandeln. Offenbar fordert das Management dazu von der Belegschaft einen Beitrag zur Sanierung.

Im Gegenzug könnte es Zusagen für neue Produkte in den Werken geben. Besonders drängt die Zeit für Eisenach. Opel will dort ab 2019 zwar ein SUV produzieren. Bekannt ist aber selbst Insidern noch nicht, welches Auto dort gebaut werden soll. Wird das nicht in diesen Wochen verbindlich entschieden, könnte Zeit fehlen, das Werk für das neue Auto einzurüsten.

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