In Kühlmittelstreit EU-Kommission gibt Deutschland zwei Monate

Im Streit um das Auto-Kältemittel R1234yf erhöht Brüssel den Druck auf Deutschland. Die EU-Kommission leitete am Donnerstag die nächste Stufe eines Verfahrens wegen Verletzung der EU-Verträge ein.

Für Deutschland könnte es unangenehm werden. Quelle: dpa

Die EU-Kommission setzt Deutschland im Streit über Kältemittel in Mercedes-Klimaanlagen eine letzte Frist. Die Bundesrepublik habe zwei Monate Zeit, eine Richtlinie umzusetzen, die das klimaschädliche Kühlmittel R134a verbietet, erklärte die Brüsseler Behörde am Donnerstag. "Falls Deutschland nicht reagiert, kann die Kommission den Gerichtshof der Europäischen Union anrufen."

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Daimler weigert sich aus Sicherheitsgründen, in Neuwagen das klimaschonendere Kältemittel R1234yf einzusetzen. Mercedes-Modelle fahren deswegen weiter mit dem bisherigen Mittel, was nach Ansicht der Kommission illegal ist. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits vor zwei Wochen berichtet, dass die EU-Kommission in dem Fall die Zügel anziehen will. Ein Daimler-Sprecher erklärte am Donnerstag, die Position des Unternehmens sei unverändert. Man setze das alte Mittel R134a weiter ein und entwickle ein Kohlendioxid-Kühlmittel.

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