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Jahreszahlen des Elektro-Pioniers Tesla muss jetzt liefern

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Die "Gigafactory" verschlingt Milliarden

Autobauer wie VW, Daimler oder BMW kommen auf ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1:1 bis 2:1. Bei Tesla ist es ungefähr 30:1. Das zeigt, wie groß die Vorschusslorbeeren des Marktes für den Elektro-Pionier sind.

Neuzulassungen von Elektroautos in Deutschland 2009-2015

Mit dem Roadster und dem Model S hat Tesla bewiesen, dass sie Elektroautos mit einer alltagstauglichen Reichweite bauen können. Die Vorstellung des lange angekündigten SUV Model X hat sich bereits mehrmals verzögert, mit dem kleineren Model 3 will Tesla zudem in den potenziellen Massenmarkt für erschwingliche Elektroautos einsteigen.

Baut Apple bald einen Tesla-Konkurrenten?

Die beiden Modelle sind bereits vor ihrem Verkaufsstart zum Erfolg verdammt, denn Tesla muss in den kommenden Jahren enorme Investitionen stemmen. Die Entwicklung der neuen Modelle kostet viel Geld. Jede Supercharger-Ladestation, die Tesla in die Landschaft stellt, kostet zwischen 75.000 und 100.000 US-Dollar. Zudem ist das Laden an den Tesla-Stationen in vielen Ländern kostenlos, das Unternehmen bleibt also auch auf den Strom-Rechnungen sitzen. Über allem schwebt aber die in Nevada geplante Batteriefabrik, die Milliarden verschlingen wird – und die müssen erst einmal wieder eingespielt werden.

Ob sich die "Gigafactory" jemals rentieren wird, hängt vor allem vom Verkaufserfolg der Elektroautos ab. Denn für 50.000 Einheiten pro Jahr braucht Tesla kein Batteriewerk dieser Größe. Sollte Tesla allerdings die angestrebten Absatzwerte erreichen, kann die "Gigafactory" zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber der Autobauer-Konkurrenz werden, die ihre Akkus von Fremdfirmen zukauft und auf deren Forschung angewiesen ist.

Auto



Schenkt man einem Bericht des "Business Insider" Glauben, könnte die Liste der Tesla-Konkurrenten bald um ein prominentes Unternehmen reicher sein. In einer E-Mail an das Wirtschaftsmagazin behauptet ein Apple-Angestellter, der Konzern arbeite an einem Projekt, das den Tesla "in Bedrängnis bringen wird". Teslas Ingenieure könnten es kaum erwarten zu Apple zu wechseln. Allerdings verrät der Absender der E-Mail nicht, wie Apple einem Hersteller von Elektroautos Konkurrenz machen könnte.

Ob mit oder ohne Apple: Die Konkurrenz holt auf und baut ihrerseits immer bessere Batterien. Teslas Alleinstellungsmerkmal – die hohe Reichweite – wackelt also. Viele Experten sehen daher jetzt den idealen Zeitpunkt für Musk nachzulegen. Die Vorstellung der Jahreszahlen ist seine nächste Chance.

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