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Jahreszahlen von Daimler Mercedes-Benz bleibt in der Spur

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Ergebnis soll 2015 "deutlich" steigen

Für das laufende Jahr erwartet Zetsche erneut eine deutliche Steigerung von Absatz, Umsatz und Ebit. Seinen Optimismus begründet der Daimler-Chef nicht nur auf die laut Konzernprognosen global um vier Prozent steigende Auto-Nachfrage, sondern auch auf die Modellpalette des Konzerns. "Wir feuern weiter aus allen Rohren", sagt der Daimler-Chef. Insgesamt bringt Mercedes bis Jahresende acht neue oder überarbeitete Modelle.

So entwickelte sich Mercedes-Benz 2014

Im Vordergrund stehen aber die margenstarken SUVs, den Anfang macht hier das in Detroit gezeigte GLE Coupé. Bereits im Januar hatte Zetsche 2015 zum Jahr der SUVs bei Daimler ausgerufen – allein im vergangenen Jahr wurden hierzulande 20 Prozent mehr der Pseudo-Geländewagen verkauft. Mit den schweren Karossen will Daimler nicht nur in Deutschland punkten: In China ist mittlerweile jeder dritte Neuwagen ein SUV. Und "den mit Abstand größten Beitrag zum weltweiten Zuwachs" erwartet Daimler erneut vom chinesischen Markt. "Wir haben dort zurück in die Spur gefunden", sagt Zetsche.

Deshalb investiert der Konzern weiter in Kapazitäten vor Ort. Zwei Drittel der dort verkauften Autos werden in den nächsten Jahren auch in China gefertigt. Die Entwicklungsabteilungen in Fernost sollen ebenfalls wachsen. Die Zahl der Ingenieure und Designer soll bis Jahresende auf 500 wachsen.

Neuzulassungen in Deutschland 2014

China ist eine der Baustellen des Konzerns, die Zetsche mit seiner beharrlichen Art nach und nach geschlossen hat. Als er 2006 den Vorstandsposten von Jürgen Schrempp übernahm, hatte Daimler in Fernost einen noch größeren Rückstand auf die Konkurrenten BMW und Audi. Doch nicht an allen Fronten war der Konzernlenker mit dem markanten Schnauzbart so erfolgreich: Die Kleinwagentochter Smart bleibt nach wie vor hinter den Erwartungen zurück.

Mitarbeiter werden mit Rekordbetrag am Ergebnis beteiligt

Dennoch bleiben die Erwartungen an Smart bleiben hoch, der Konzern geht von einem "deutlichen Absatzplus" aus. "Zwei- und Viersitzer werden im Jahr 2015 in allen Kernmärkten eingeführt und damit zur positiven Absatzentwicklung bei Mercedes-Benz Cars beitragen. Da in den zurückliegenden Jahren kein Viersitzer im Angebot war, können mit dem Smart Forfour nun völlig neue Kundengruppen angesprochen werden", schreibt Daimler in der Mitteilung.

Smart ist zwar eine vergleichsweise kleine Baustelle, aber dennoch eine wichtige: Denn die Kleinwagen helfen, den CO2-Ausstoß der Konzernflotte zu senken. Zudem führt Smart neue, junge Kunden an den Konzern – die im Daimler-Kalkül dann später auf einen Mercedes-Benz umsteigen. "Neue Produkte, neue Technologien oder neue Mobilitätskonzepte, das Ziel ist das gleiche: Wir schaffen Zukunftschancen – für das Unternehmen Daimler und seine Beschäftigten", sagte Zetsche.

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Mittelfristig soll die Umsatzrendite des Konzerns über Markt- und Produktzyklen hinweg neun Prozent betragen. Diese hohe Ertragskraft zu erreichen zählt für Zetsche zur "Kernaufgabe unseres Managements". "Wir wollen in den kommenden Jahren weiter stärken, was Daimler traditionell vom Wettbewerb abhebt: hervorragende Qualität und die technologische Vorreiterrolle", sagte Zetsche.

Die hohe Ertragskraft dürfte auch die Daimler-Mitarbeiter freuen: Sie erhalten eine Ergebnisbeteiligung von 4.350 Euro – der höchste Betrag in der Firmengeschichte.

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