WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Japan, Korea, China Asiens Autobauer setzen zum Überholen an

Seite 2/2

Koreaner expandieren

Im tschechischen Hyundai-Werk in Nosovice Quelle: dapd

Bei den Koreanern läuft es ähnlich prächtig. Hyundai expandiert aggressiv, baute Fabriken in China, Indien, der Türkei, Tschechien und den USA. In Amerika hat der Konzern mit 300.000 verkauften Autos 2010 bereits den größten europäischen Autobauer Volkswagen abgehängt. Die deutschen Autobauer, müssen sich zunehmend um ihre Marktmacht in Korea sorgen. Bisher lag ihr Importanteil in dem Tigerstaat bei 66 Prozent.

Doch die preiswerten koreanischen Autos von Hyundai und Kia werden zur starken Konkurrenz – weltweit. Vor allem Volkswagen muss um Marktanteile bangen, denn die Koreaner greifen auf allen Segmenten an. Das legendär gewordene Youtube-Video eines Amateurfilmers auf der IAA beweist, wie die Wolfsburger über Autos aus Fernost denken. „Da scheppert nichts“, stellt VW-Chef Martin Winterkorn anerkennend fest, während er am Lenkrad des neuen Hyundai i30 rüttelt.

Exportwelle aus China

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Neben Korea und Japan werden die deutschen Autobauer ihren Blick in Zukunft auch verstärkt nach China richten. Dort plant die politische Führung fünf wettbewerbsstarke Autokonzerne nach dem Vorbild von Volkswagen, General Motors oder Toyota. Ab 2020 könnten die Chinesen, nach Analysteneinschätzungen, mit einer Exportwelle die weltweiten Automärkte fluten.

    „Genau wie die Japaner und Koreaner werden auch die Chinesen weltweit wettbewerbsfähig auftreten“, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche unlängst in einem Interview. Vor ein paar Wochen erst verkündete der chinesische Autobauer Chery Quantum offiziell die Gründung seiner neuen Automarke „Qoros“. „Wir beginnen Mitte 2013 mit der Produktion und werden anfangs 150.000 Einheiten im Jahr herstellen, später 300.000, davon die Hälfte für den Export nach Europa“, sagte Co-Vorstandschef Volker Steinwascher laut einem Zeitungsbericht. Auch Xu Heyi, Chef von BAIC, einem der größten Wettbewerber im chinesischen Automarkt kündigte an, er wolle eine internationale Marke aufbauen.

    Kleine Hersteller tun sich zusammen

    Auch wenn es noch ein paar Jahre dauern könnte, bis die Chinesen bei der Qualität mit weltweit etablierten Autokonzernen mithalten können, auf ihrem Heimatmarkt gewinnen sie ständig Marktanteile. Seit 2009 liegen die chinesischen Autobauer im eigenen Land auf Platz Eins und verkauften eine Million Fahrzeuge mehr als im Vorjahr.

    Bisher bieten rund 100 chinesische Hersteller Autos im Reich der Mitte an. In den nächsten Jahren soll diese Zahl deutlich sinken. Die vielen kleinen unbekannten Hersteller sollen zu schlagkräftigen Großkonzernen zusammengeschmolzen werden. Für die Autobosse in Wolfsburg, München und Stuttgart könnten diese in einigen Jahren zu echte Konkurrenten werden.

    Inhalt
    Artikel auf einer Seite lesen
    Zur Startseite
    © Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%