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Jetzt 61 Beschuldigte VW-Dieselskandal: Siebte Durchsuchung im Ermittlungskomplex Continental

Continental bestätigte Durchsuchungen im Zuge des Ermittlungsverfahrens im Zusammenhang mit einer von VW in einem Dieselmotor verwendeten Abschaltvorrichtung an den drei Standorten. Quelle: dpa

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat erneut mehrere Standorte von Continental durchsucht. Es geht um eine mögliche Beteiligung von Continental-Mitarbeitern am Volkswagen-Dieselskandal.

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Die Staatsanwaltschaft Hannover hat ihre Ermittlungen zu einer möglichen Beteiligung von Continental-Mitarbeitern am Volkswagen-Dieselskandal erneut ausgeweitet. Dazu hat sie am 13. Juli erneut mehrere Standorte von Continental und der noch zu Conti gehörenden Antriebssparte Vitesco Technologies durchsucht. Im Zuge der Ermittlungen sei dies bereits die siebte Durchsuchung gewesen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der WirtschaftsWoche. Zuletzt sind die Ermittler in dieser Sache unter anderem bei Volkswagen vorstellig geworden. Wie die Staatsanwaltschaft der WirtschaftsWoche bestätigte, ermittelt die Behörde mittlerweile gegen insgesamt 61 Beschuldigte. Hinzu kommen Verfahren gegen zwei Mitarbeiter einer höheren Ebene, denen die Fahnder eine Verletzung der Aufsichtspflicht und damit eine Ordnungswidrigkeit vorwerfen.

Betroffen waren die Zentrale von Continental in Hannover, Continental Automotive und Vitesco in Regensburg sowie Continental und Vitesco im hessischen Schwalbach. Herausgeben mussten die Unternehmen unter anderem den Inhalt von Emailpostfächern, Daten aus EDV-Laufwerken, Personenstammblätter, sowie technische Unterlagen. Bei den Ermittlungen geht es vor allem um den Verdacht auf Beihilfe zum Betrug und zur mittelbaren Falschbeurkundung in den Jahren 2006 bis 2015.

Continental bestätigte Durchsuchungen im Zuge des Ermittlungsverfahrens im Zusammenhang mit einer von VW in einem Dieselmotor verwendeten Abschaltvorrichtung an den drei Standorten. Continental kooperiere „unverändert vollumfänglich mit den Behörden“.

Mehr zum Thema: Die Ermittlungen zu einer möglichen Beteiligung von Continental-Mitarbeitern am VW-Dieselskandal laufen weiter. Nun ließen die Fahnder im Juni erneut zwei Unternehmen durchsuchen. Eines davon: Volkswagen.

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