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„Käfer“-Nachfolger VW stellt Beetle-Produktion ein

Ein „New Beetle“ in Boston, USA. Quelle: dpa

Der Käfer verabschiedet sich endgültig: Volkswagen stellt die Produktion des Nachfolgemodells „Beetle“ 2019 ein. Die Verkaufszahlen waren zuletzt immer weiter gesunken. VW konzentriert sich in Zukunft stärker auf SUVs.

Wuchtige SUVs und geräumige Familienkutschen statt rollendem Kultzwerg: Volkswagen stellt im Sommer 2019 die Produktion des Käfer-Nachfolgers VW Beetle ein. Pläne für ein ähnliches Folgemodell gebe es bislang nicht, teilte die US-Sektion des Automobilkonzerns am Donnerstag mit. Bevor kommenden Juli der letzte Beetle im mexikanischen Puebla vom Band läuft, sollen dieses Jahr noch zwei Sondereditionen aufgelegt werden.

Um sich den Kundenwünschen anzupassen, will das Unternehmen künftig stärker auf sogenannte SUVs setzen, wie sie auch in Deutschland immer beliebter werden. Außerdem zielt VW in den USA stärker auf familientaugliche Modelle ab und drängt in den Zukunftsmarkt für E-Autos.

Der von den Amerikanern liebevoll „Bug“ genannte Kleinwagen scheint da nicht so recht ins Bild zu passen. Im vergangenen Jahr liefen nur noch 15.166 Modelle vom Band; auf der Spitze des Erfolgs verkaufte er sich 1999 alleine in den USA 80.000 Mal. Und dennoch: „Der Verlust des Beetle nach drei Generationen und fast sieben Jahrzehnten wird unter den treuen Beetle-Fans starke Emotionen hervorrufen“, erklärte der Nordamerika-Chef von Volkswagen, Hinrich Woebcken.

Der VW Käfer feierte seinen Start auf dem US-Markt 1949 und wurde auf Anhieb zum Verkaufsschlager. Knapp 20 Jahre später verhalf ihm der Disney-Film „The Love Bug“ (Ein toller Käfer) zu noch mehr Popularität - und dem Hersteller laut Bloomberg News zu 423.000 Verkäufen binnen eines Jahres. In den Neunzigern gelang mit dem „New Beetle“ ein Comeback, nun läuft dessen endgültige Abschiedstournee.

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