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Karl-Thomas Neumann im Interview Opel soll mit 23 neuen Modellen wieder glänzen

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Verstärktes Marketing

Mokka kommt nach Saragossa
Zaragoza Quelle: REUTERS
Bochum Quelle: dpa
Rüsselsheim Quelle: dpa
Eisenach Quelle: AP
Kaiserslautern Quelle: dpa
Ellesmere Quelle: dpa
Luton Quelle: dpa

Was ist von Opel im Zuge des Comebacks sonst noch zu erwarten?

Wir haben doch schon viel vorzuweisen: eine neue Führungsmannschaft, ein neuer wegweisender Zehnjahresplan. Wir profilieren unsere Marke – mit dem Comeback im Motorsport und im Fußball-Sponsoring. Wir sind stolz, einen Markenbotschafter wie BvB-Trainer Jürgen Klopp zu haben, dem es so geht wie vielen Menschen: Kaum wirft er einen Blick auf unsere aktuellen Modelle, ist er begeistert, wie gut die sind. Jürgen Klopp fährt privat Opel Insignia Sportstourer und Adam. Wir planen ein Modellfeuerwerk mit insgesamt 23 neuen Autos in fünf Jahren. Den Insignia gibt es künftig auch als Country Tourer für rustikale Einsätze. Wir müssen unsere Palette nicht riesig vergrößern, aber die eine oder andere Überraschung haben wir noch in petto.

Wie ernst ist es Ihnen mit dem Monza-Konzept? Geht es in Serie?

Unser Monza Concept ist eine Reminiszenz an den Glanz früherer Zeiten – und ein Ausblick auf die Designsprache von morgen.

Wie wäre es mit einem kleinen Cabrio auf Basis des Adam?

Ich bin ein großer Fan des kleinen Adam. Und eine Adam-Family würde Opel sicher gut zu Gesicht stehen. Lassen Sie sich überraschen.

Das Image der Marke Opel ist im Augenblick schlechter als das Modellangebot oder die Produktqualität. Wie lässt sich das ändern?

Da gebe ich Ihnen Recht. Die Autos sind top – wir verkaufen nur zu wenig davon. Deshalb werden wir das Marketing verstärken, auch die Zusammenarbeit mit unseren Händlern verbessern. Damit die und auch unsere langjährigen Kunden wieder Vertrauen fassen, muss die Marke wieder richtig glänzen. Wir werden die Marke zu altem Glanz und neuer Stärke führen.

Wofür soll Opel denn in Zukunft stehen? Das Image der Marke ist in den europäischen Märkten ganz unterschiedlich.

Unsere Marke hat drei Kernwerte: Opel ist deutsch, Opel ist aufregend, Opel ist nahbar. Deutsch steht für Qualität, Präzision und Ingenieurskunst. Aufregend steht für emotionales Design und innovative Technologie. Und nahbar heißt, dass Opel bodenständig und erschwinglich ist. Wir werden niemals überheblich. Wir werden nur sinnvolle, relevante Innovationen anbieten.

Das will VW auch. Wo liegt der Unterschied?

VW ist ein wichtiger Orientierungspunkt. Aber wir gehen unseren eigenen Weg. Denn wir sind anders. Beim Kauf meines ersten Autos stand ich vor der Entscheidung: Kaufe ich einen Golf oder einen Kadett?

Und wie haben Sie entschieden?

Ich habe einen Kadett gekauft. Der sprach mich einfach stärker an.

Das liegt 30 Jahre zurück, heute fällt die Entscheidung zwischen Golf und Astra meist zu Ungunsten von Opel aus.

Nicht überall. Die Spanier sehen Opel als starke Marke und haben uns im Mai wieder zum Marktführer gemacht. Die Engländer sehen eine ganz andere Marke – Vauxhall mit 110 Jahren englischer Geschichte; hier sind wir die am schnellsten wachsende Marke auf der Insel. Auch in Polen sind wir stark, ebenso in der Türkei und in Russland. Vor allem in Deutschland haben wir ein Image-Problem. Noch. Aber das werden wir ändern.

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