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Karosserieformen Die Autoindustrie wird zur Modebranche

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Die Verkäufe an Privatkunden stagnieren

In einigen Ländern wirkt die Währungs- und Wirtschaftskrise immer noch nach. In Spanien scheint das Schlimmste überwunden, die Konsumenten haben wieder Zuversicht geschöpft: In diesem Jahr werden die Fahrzeugverkäufe um rund 18 Prozent gegenüber 2013 wachsen.

Auch in Irland (plus 29 Prozent), Griechenland (plus 22 Prozent) und Portugal (plus 34 Prozent) hat die Autoindustrie 2014 gute Geschäfte gemacht, wie die aktuellen Statistiken der Herstellerorganisationen belegen. Dafür schwächeln Frankreich (plus 1,4 Prozent), die Niederlande (minus 5 Prozent), Belgien (minus 1 Prozent).

Geschenke-Tipps für Auto-Fans
Bis zum Weihnachtsfest sind es noch einige Wochen - um die Geschenke kann man sich aber jetzt schon kümmern. Wir haben einige originelle Ideen für große und kleine Autoliebhaber gesammelt. Damit man die guten Vorsätze fürs neue Jahr gleich in die Tat umsetzen kann, bietet sich ein Fahrrad eines Autoherstellers an. BMW offeriert unter anderem Curiser und Mountainbikes in unterschiedlichen Ausführungen für rund 3.000 Euro ... Quelle: Presse
Günstiger fährt man beim japanischen Autobauer Subaru, der ein Zweirad für 700 Euro anbietet. Für die Kleinen gibt es beim Allradspezialisten auch Holzlaufräder für 95 Euro. Quelle: Presse
Bobby Cars hat fast jeder Automobilhersteller im Angebot. Hier beispielsweise Opel. Quelle: Presse
Weihnachtsgeschenke für Auto-Fans - Für Menschen mit Benzin im Blut Quelle: Presse
Für elf bis 16-Jährige Bastelprofis hat Lego Technic die Nachbildung eines Volvo L350 F Radladers im Repertoire. Quelle: Presse
Eine himmlische Kombination vor allem für weibliche PS-Liebhaber sind Autos und Schokolade. Quelle: Presse
Mercedes bietet für das schöne Geschlecht einzelne Farben von AMG als Nagellack an. Quelle: Presse

Auch die Konsumenten in Deutschland drehten mit ihrem alten Auto lieber noch eine Runde mehr: Im Jahresschnitt wurden hier nur zwei Prozent mehr Autos verkauft als im Vorjahreszeitraum. Getragen wurde dieses Wachstum durch Ersatzbeschaffungen und ein stabiles Dienstwagengeschäft.

Die Verkäufe an selbstzahlende Privatkunden hingegen stagnierten oder gingen sogar leicht zurück. „Das Wachstumstempo des westeuropäischen Marktes ähnelt eher einem Adagio“, formulierte es Matthias Wissmann, der musikbegeisterte Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), auf der Jahrespressekonferenz.
Und es spricht viel dafür, dass die Tonlage auch im kommenden Jahr vorherrschen wird. Zwar sind die Autobauer derzeit so kreativ wie lange nicht. Aber viele der neuen Modelle, die in den kommenden Monaten auf den Markt drängen, sind zwar originell und hübsch gestylt – aber ihr Mehr- oder Nutzwert erschließt sich nicht gleich jedem.

Beim neuen VW Tiguan oder Audi Q7 muss man nicht viel erklären. Aber bei einem CLA Shooting Brake wird es schon schwieriger: Bei dem Modell handelt es sich um einen Mischung aus Kompaktauto, Coupe und Kombi. Der Kofferraum ist etwas größer als bei der konventionellen A-Klasse, aber mehr als ein paar Getränkekisten sollten man auch nicht zu transportieren haben; die Kopffreiheit ist im Fond des Shooting Brake andererseits besser als in der CLA genannten Stufenheck-Limousine.

Aber dafür können die Passagiere ihre Füße nicht unter den Sitz des Vordermanns schieben. Kurzum: Das Modell kann vieles leisten, aber nichts so richtig gut.

Und die Zahl dieser merkwürdigen Zwitterwesen wird in den kommenden Jahren noch wachsen: Um Kaufinteressenten zu locken wird jede denkbare Nische besetzt. Modul- und Plattformstrategien geben den Autoherstellern die Möglichkeit, auch kleinere Losgrößen noch wirtschaftlich zu entwickeln und zu produzieren, idealerweise dort, wo die Nachfrage besteht.

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