Keine Auskunft General Motors soll tödliche Unfälle vertuscht haben

Amerikanische Medien berichten, dass General Motor von den Ursachen tödlicher Unfällen wusste, die Behörden aber nicht bei der Aufklärung der Fälle unterstützte.

General Motors gerät immer weiter unter Druck. Der US-Konzern soll von Unfällen und der Ursachen gewusst, aber nicht zur Aufklärung der Fälle beigetragen haben. Quelle: dpa

Innerhalb der vergangenen zehn Jahre soll es zu dreizehn tödlichen Unfällen in General-Motors-Modellen gekommen sein. Davon soll der US-Autokonzern zwar gewusst haben, stellte sich gegenüber den Behörden aber dumm.

Das berichtet die "New York Times" und bezieht sich dabei auf Dokumente der "National Highway Traffic Safety Administration". Die Behörde hatte General Motors in mehreren Fällen mit tödlichem Ausgang um Mithilfe bei der Aufklärung gebeten.

US-Behörde untersucht Dodge wegen Wegrollgefahr
Behörde untersucht weitere Fiat-Chrysler-Wagen Quelle: AP
BMW ruft Autos zurück Quelle: dpa
Toyota - Millionen fehlerhafter AirbagsToyota ruft weltweit weitere 5,8 Millionen Fahrzeuge wegen möglicher Probleme mit Airbags des Zulieferers Takata zurück. In Europa müssten 1,47 Millionen Autos zurück in die Werkstätten, teilte der japanische Konzern am Mittwoch mit. Allein in Deutschland seien knapp 118.000 Fahrzeuge betroffen. Dabei geht es unter anderem um die Modelle Corolla und Yaris, vorwiegend älterer Baujahre, sagte ein Sprecher. In Japan sollen die Besitzer von rund 1,15 Millionen Fahrzeugen in Werkstätten vorstellig werden. Weltweit haben Autohersteller bereits mehr als 100 Millionen Autos zurückgerufen, um die fehlerhaften Airbags auszutauschen. Quelle: dpa
VW und Audi rufen wegen Feuergefahr 281.000 Autos in USA zurück Volkswagen ruft 281.500 Fahrzeuge in den USA wegen möglicher Brandgefahr zurück. Es geht Fahrzeuge der Marken VW und Audi, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens an die Börsenaufsicht vom 7. Oktober hervorgeht. Bei den Fahrzeugen könne in Folge von Lecks Benzin austreten und Feuer ausbrechen. Allerdings seien entsprechende Vorfälle noch nicht berichtet worden. Auch habe es keine Verletzten gegeben. Quelle: dpa
Fiat Chrysler ruft fast zwei Millionen Fahrzeuge zurück Quelle: dpa
General Motors ruft über 4 Millionen Fahrzeuge zurückGeneral Motors ruft wegen eines Defekts an der Airbag-Software weltweit mehr als vier Millionen Fahrzeuge zurück. In seltenen Fällen könne der Bordcomputer in den Testmodus umschalten, erklärte der US-Autobauer am Freitag in Detroit. Die vorderen Airbags würden dann im Fall eines Unfalls nicht auslösen. Auch die Sitzgurte funktionierten möglicherweise nicht. Der Fehler werde mit mindestens einem Todesfall und drei Verletzten in Verbindung gebracht. GM werde die betroffenen Kunden informieren und die Software kostenfrei aktualisieren, teilte das Unternehmen mit. Der Rückruf der 4,28 Millionen betrifft unter anderem bestimmte Modelle von Buick, Chevrolet und Cadillac der Modelljahre 2014-2017, allein 3,6 Millionen davon in den USA. Quelle: dpa
Mazda ruft 2,2 Millionen Fahrzeuge zurück Mazda ruft wegen Problemen mit der Heckklappe weltweit 2,2 Millionen Fahrzeuge zurück. Die Rostschutzlackierung der Heckklappenaufhängung sei nicht ausreichend, erklärte der japanische Autohersteller am Donnerstag. Im Laufe der Zeit könne daher mit Streusalz vermischtes Wasser dazu führen, dass die Aufhängung bricht und die Heckklappe abfällt. Berichte über Unfälle oder Verletzte lägen jedoch nicht vor. Der Rückruf betrifft bestimmte Modelle des Kompaktwagens Mazda 3 der Jahrgänge 2010 bis 2013 sowie Vans des Typs Mazda 5 von 2012 bis 2015. Ebenfalls betroffen sind bestimmte Modelle des CX-5 von 2013 bis 2016 und des SUVs CX-3 von 2016. Händler tauschten beide Aufhängungen aus, erklärte Mazda. Kunden erhielten noch im September oder im Oktober nähere Informationen. Quelle: dapd

General Motors schaffte es allerdings immer wieder, die Frage nach den Ursachen für die Unfälle zu ignorieren. In drei der tödlichen Fälle, behauptet der Konzern, man habe die Ursache nicht feststellen können. In einem anderen lautet die Antwort schlicht: "GM zieht es vor, nicht zu antworten."

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Zu diesem Zeitpunkt muss General Motors aber bereits seit Jahren Kenntnisse über die plötzlichen Leistungsabfälle in seinen Modellen Bescheid gewusst haben. General Motors scheint die rechtlichen Konsequenzen gefürchtet zu haben. Hätte der Konzern zur Aufklärung beigeträgen, hätte er sich angreifbar gemacht.

Auf die Vorfälle angesprochen, sagte ein GM-Sprecher: "Wir übernehmen die Verantwortung, für das, was passiert ist und werden in unserem Unternehmen alle nötigen Veränderungen vornehmen, damit so etwas nie wieder vorkommt."

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