WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Keine Rettung für Opel General Motors macht Milliardenverluste

Seite 2/2

Neuer Hoffnungsträger

Mokka kommt nach Saragossa
Zaragoza Quelle: REUTERS
Bochum Quelle: dpa
Rüsselsheim Quelle: dpa
Eisenach Quelle: AP
Kaiserslautern Quelle: dpa
Ellesmere Quelle: dpa
Luton Quelle: dpa

Alle Hoffnungen richten sich nun auf den neuen Opel-Chef Karl-Thomas Neumann, der Anfang März das Steuer bei der seit Jahren Verluste schreibenden Rüsselsheimer Traditionsmarke übernehmen soll. "Wenn einer es kann, dann er", sagte Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler. Der Auto-Analyst geht allerdings nicht davon aus, dass Neumann - wie von der Mutter aus Detroit verlangt - Opel rasch aus dem Tal führen kann. "Dass Opel 2015 die Gewinnschwelle erreicht, glaube ich nicht. Wenn man so weit entfernt ist von erfolgreichen Produkten, ist es extrem schwer, der Marke zu neuem Glanz zu verhelfen."

Opels Managerverschleiß auf dem Chefposten
Michael Lohscheller Quelle: Opel
Karl-Thomas Neumann Quelle: obs
Thomas Sedran Quelle: dpa
Stephen Girsky Quelle: dpa
Karl-Friedrich Stracke Quelle: dpa
Nick Reilly Quelle: REUTERS
Hans Demant Quelle: AP

Stefan Bratzel, der das Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach leitet, sagte, von Neumann werde die "Quadratur des Kreises" verlangt. Der frühere Star im VW -Konzern müsse GM bei der Stange halten, zugleich das Vertrauen der durch die jahrelange Diskussion um die Zukunft von Opel verunsicherten Belegschaft zurückgewinnen sowie die Gewerkschaft ins Boot holen. "Das ist eine enorm schwierige Sache, zumal schmerzhafte Einschnitte bevorstehen." Anders als beim Rivalen Ford seien die Verluste von Opel kein Ausreißer, sondern "ein systematisches Problem, das eine dramatische Größe erreicht hat", so Bratzel.

Werksschließungen bei Ford

Auch Ford hatte im vergangenen Jahr 1,8 Milliarden Dollar im Europa-Geschäft verloren. Für 2013 rechnet der GM-Rivale gar mit einem Minus von rund zwei Milliarden Dollar. Um die Wende zu schaffen, will Ford in den nächsten Jahren in Belgien und Großbritannien drei Werke mit Tausenden Arbeitsplätzen schließen.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Die Verluste in Europa konnte GM durch die florierenden Geschäfte auf dem Heimatmarkt in den USA wettmachen, allerdings sprudelten die Gewinne dort nicht mehr ganz so üppig wie zuletzt. Im Gesamtjahr sank der Nettogewinn der Detroiter um mehr als ein Drittel auf 4,9 Milliarden Dollar. Dabei machten GM negative Steuereffekte in den USA zu schaffen. Der Konzernumsatz stieg marginal auf 152,3 Milliarden Dollar.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%