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Konjunkturpaket sei Dank Der Autoabsatz steigt – und mit ihm der Preis

 Die Marktanteile der deutschen Premiumanbieter Audi, BMW, Mercedes und Porsche steigen. Quelle: imago images

Die Deutschen wollen immer umweltfreundlichere und hochwertigere Autos fahren, zeigt eine aktuelle Studie. Die Folge: Die Preise für Autos sind so stark gestiegen wie seit zehn Jahren nicht mehr.

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Gleich mehrere Trends befeuern gerade den Auto-Absatz: Durch die Coronapandemie werden öffentliche Verkehrsmittel zunehmend unbeliebter, gleichzeitig steigt durch den Klimawandel das Interesse an E-Autos und Plug-In Hybriden.

Diese erhalten zur Zeit einen besonders kräftigen Schub. In den ersten neun Monaten des Jahres hat sich die Nachfrage vervierfacht. Besonders gefragt sind Plug-in-Hybride, die aktuell einen Marktanteil von 5,1 Prozent ausmachen. Zum Vergleich: In den ersten drei Quartalen des Vorjahres waren es nur 0,9 Prozent. Elektroautos konnten einen Zuwachs von 1,8 Prozent auf 4,8 Prozent verbuchen. Die Zahlen gehen aus einer Studie des CAR Center Automotive Research hervor.

Ursächlich für diesen Boom dürften die Maßnahmen des Konjunkturpakets sein. Die angehobenen Innovationsprämien liegen für reine Elektroautos bei 9000 Euro und für Plug-in-Hybride bei rund 6750 Euro. In Kombination mit der Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 16 Prozent sparen Autokäufer so manchen Euro.

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Mercedes S-Klasse Quelle: Daimler
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Neben dem Elektro- und Plug-In-Boom kaufen die deutschen Autofahrer auch mehr SUVs und hochwertige Autos als noch vor einem Jahr: Der Anteil von SUVs stieg von 32 auf 34,4 Prozent. Die Marktanteile der deutschen Premiumanbieter Audi, BMW, Mercedes-Benz und Porsche sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 auf 27,1 Prozent gestiegen. „Die Deutschen lieben höherwertige Autos und steigen gerne beim Autobesitz auf“, heißt es beim CAR. Autobauer wie Mercedes reagieren auf den Trend und setzen gezielt auf Luxusfahrzeuge. Daimlerchef Ola Källenius will zurück zum Kern und Daimler wieder zum Hersteller von modernen Luxusfahrzeugen wie der S-Klasse machen. Der WirtschaftsWoche war das im August eine Titelgeschichte wert.

Die Folge beider Entwicklungen: Der Wunsch nach höherwertigen und umweltfreundlicheren Autos treibt die Durchschnittpreise in die Höhe. In den ersten acht Monaten stieg der Listenpreis der verkauften Neuwagen in Deutschland überdurchschnittlich stark um 8,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf jetzt 37.710 Euro, wie das CAR schreibt. Ein noch höherer Anstieg war nur 2010 im Zuge der Abwrackprämie zu verzeichnen: Hier stieg der Durchschnittpreis im Vergleich zum Abwrackprämienjahr 2009 um 13,5 Prozent auf knapp 25.000 Euro.


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Im Vergleich zu den heutigen Preisen sind 25.000 Euro beinahe verschwindend gering. Der Grund: Vor zehn Jahren kauften die Deutschen überwiegend Kleinwagen. Die heute beliebten SUVs, Elektro- und Premiumfahrzeuge sind selbstredend deutlich teurer.

Während der gesamte Durchschnittspreis um 8,1 Prozent stieg, sank der von Elektrofahrzeugen im Vergleich zu letztem Jahr um 5,5 Prozent auf 47.454 Euro. Bei den SUVs und deutschen Luxusherstellern ist eine unterdurchschnittliche Preissteigerung von 7,1 und 4,2 Prozent zu verzeichnen.

Mehr zum Thema: Warum Tesla in Designfragen nicht immer revolutionär ist und Daimler deshalb mehr bietet.

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