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Kritik an General Motors Trump attackierte den Konzern wegen Einfuhren aus Mexiko

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat General Motors für den Import von in Mexiko hergestellten Autos kritisiert.

Trump droht General Motors:

Die Opel-Mutter führe Fahrzeuge des Typs Chevrolet Cruze steuerfrei aus Mexiko in die USA ein, twitterte Trump am Dienstag und drohte zugleich für solche Fälle mit neuen Zöllen. Der Republikaner hatte im Wahlkampf Firmen wegen der Verlagerung der Produktion in Niedriglohnländer wiederholt attackiert. Die Opel-Mutter wies die Vorwürfe zurück. Die Cruze-Limousine für den US-Markt werde nur in den USA gebaut. In Mexiko werde das mit dem VW-Golf vergleichbare Fließheck-Modell für den internationalen Markt gebaut. Nur wenige dieser Autos würden in den USA verkauft.

Die US-Autohersteller verlagern seit längerem wegen der niedrigeren Arbeitskosten die Produktion von Kleinwagen nach Mexiko und stellen in den USA vor allem Fahrzeuge der Oberklasse her. GM hatte erst im November angekündigt, 2000 Stellen an zwei Werken in den USA zu streichen. Insidern zufolge sollen einige Cruze-Modelle künftig in Mexiko und nicht mehr im Bundesstaat Ohio hergestellt werden.

Trump hatte im Wahlkampf das Freihandelsabkommen Nafta mit Mexiko und Kanada als "schlechtestes Geschäft aller Zeiten" bezeichnet und gedroht, Importzölle von bis zu 35 Prozent auf mexikanische Waren einzuführen. Er will die Vereinbarung neu aushandeln.

Zum Handelsminister will Trump den 79-jährigen Milliardär Wilbur Ross machen, der ein entschiedener Gegner des Freihandelsabkommens ist. Unterstützt werden soll Ross dabei von einem Politikveteranen aus der Amtszeit von Ronald Reagan in den 1980er Jahren. Trump nominierte Robert Lighthizer für den Posten des Handelsbeauftragten. Lighthizer werde beim Abschluss neuer Handelsabkommen helfen, die den Interessen der amerikanischen Arbeiter Vorrang einräumen werden, teilte Trump mit. Der Anwalt war in den 80er Jahren Vize-Handelsbeauftragter im Rang eines Botschafters. In dieser Funktion habe er eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Handelspolitik gespielt und sei dabei an der Entstehung zahlreicher Abkommen etwa zum Stahl- oder Getreidehandel beteiligt gewesen, erklärte Trumps Team.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Staatsdienst arbeitete Lighthizer bei der Anwaltskanzlei Skadden Arps. In den vergangenen Jahrzehnten war er für US-Klienten aus der Stahlbranche in Anti-Dumping-Fällen tätig. Damit trug er dazu bei, dass höhere Zölle für chinesische Hersteller eingeführt wurden.

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