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Leifeld-Chef verteidigt geplatzten China-Deal „Kein Know-how in der nicht-zivilen Nuklearindustrie“

Exklusiv
Leifeld-Chef Oliver Reimann verteidigt den geplatzten China-Deal Quelle: Presse

Mit „Unverständnis“ reagiert Oliver Reimann, Chef des westfälischen Maschinenbauers Leifeld, auf die Untersagung des Verkaufs an den chinesischen Investor Yantai durch die Bundesregierung.

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„Wir verfügen über gar kein Know-how in der nicht-zivilen Nuklearindustrie“, erklärt Reimann gegenüber der WirtschaftsWoche. Yantai wollte danach die Leifeld-Technologie nutzen, um Rohre für den Energietransport, unter anderem in Atomkraftwerken, herzustellen. Die Bundesregierung hatte offensichtlich Vorbehalte, dass die Leifeld-Produkte für nukleare Anwendungen in China genutzt werden könnten.

Die Bedenken seien Leifeld nur teilweise kommuniziert worden, so Reimann. „Wir akzeptieren natürlich die Haltung der Bundesregierung“, erklärte der Manager unserer Redaktion. Kurz bevor das Kabinett die Untersagung beschloss, sagte Yantai den Deal von sich aus ab.

Nach dem geplatzten Verkauf strebt Leifeld nun einen Börsengang bis Ende des Jahres an: „Unsere Technologie ist weltweit begehrt, wir wollen unser weiteres Wachstum finanzieren. In den nächsten Jahren soll der Umsatz von 40 auf 100 Millionen Euro steigen.“ Die Maschinen aus Ahlen können etwa harten Titanstahl zu Propellerhauben oder Triebwerksteilen formen; auf den Anlagen können Leichtmetallfelgen, Lichtreflektoren, Kochtöpfe oder Ventilatorenteile produziert werden.

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