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Marktausblick Autoproduktion in Deutschland sinkt deutlich

Mitarbeiter montieren Kotflügel an einen Volkswagen Golf VII im Karosseriebau. Quelle: dpa

Die deutsche Autoindustrie erwartet für 2019 einen deutlichen Rückgang der Inlandsproduktion. In deutschen Werken dürfte die Produktion um rund 5 Prozent sinken. Hintergrund ist unter anderem die abflauende Konjunktur.

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Die deutsche Autoindustrie erwartet in diesem Jahr einen deutlichen Rückgang der Inlandsproduktion. In den deutschen Werken dürfte die Produktion um rund 5 Prozent auf 4,8 Millionen Fahrzeuge sinken, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Samstag mit. Die Auslandsproduktion dagegen werde aller Voraussicht nach um drei Prozent zulegen auf 11,6 Millionen Autos. Hintergrund sind die abflauende Konjunktur, Handels- und Zollrisiken, aber auch der Aufbau und Ausbau von Werken in den USA, Mexiko und China.

Die Beschäftigung bei den deutschen Autobauern dürfte stabil bleiben bei rund 834.000 Mitarbeitern, sagte Verbandspräsident Bernhard Mattes. Das sei immer noch der höchste Beschäftigungsstand seit der Wiedervereinigung.

Alle Märkte seien auf hohem Niveau. In Europa erwartet der Verband eine stabile Nachfrage, in China eine Nachfrage annähernd auf Vorjahresniveau, in den USA einen leichten Rückgang. Voraussetzung sei allerdings, dass die handels- und wirtschaftspolitischen Konflikte um den Brexit und zwischen der EU, den USA und China konstruktiv gelöst würden. Mattes mahnte die EU und die USA, jetzt „alles zu tun, um eine konstruktive Lösung am Verhandlungstisch zu erreichen“.

Neues aus dem Elektroauto-Baukasten
Aston Martins Tochtermarke Lagonda gibt mit dem All-Terrain Concept einen Ausblick auf ein kommendes Elektro-SUV. Quelle: Aston Martin
Einen ersten Ausblick auf einen kompakten SUV-Stromer von VW gibt die Studie Q4 E-Tron. Quelle: Audi
Zwei Türen, zwei Sitze, 2,50 Meter lang, 1,50 Meter breit und genauso hoch – die Citroen-Studie Ami One sieht aus wie ein Würfel auf Rädern. Das zweisitzige Elektroauto soll eine Antwort auf die Umwelt- und Verkehrsprobleme von Metropolen liefern. Quelle: Citroën
Die Japaner hatten den Elektro-Kleinwagen bereits 2017 angekündigt. Während das Serienauto nun wohl noch bis mindestens 2020 auf sich warten lässt, soll in Genf ein Prototyp das Interesse aufrecht erhalten. Es sieht etwas rundlicher aus als das Konzeptfahrzeug, im Cockpit gibt es viele senkrechte Linien, klare Formen und generell leichtes Retro-Flair. Für moderne Elemente sorgt ein großer Bildschirm im Armaturenbrett. Quelle: Honda
Nach den SUV und dem Mittelklassemodell 508 trägt nun auch Peugeots Kleinwagenbaureihe den neuen kantigen Stil der Marke. Der 208 legt in der neuen Generation seine Rundlichkeit ab. Neben konventionellen Motoren wird es erstmals auch einen E-Antrieb geben. Der Franzose erlaubt zudem erste Spekulationen zu seinem kommenden Technikbruder Opel Corsa, der mangels Messepräsenz der Rüsselsheimer aber erst später im Jahr Premiere feiert. Als Studie hat Peugeot eine Sportvariante des 508 mitgebracht, angetrieben von einem 400 PS starken Plug-in-Hybridsystem. Quelle: Peugeot
Zum Genfer Autosalon präsentiert der Auto-Clan mit der von Ferdinand Piëchs Sohn Anton gegründeten Marke Piëch Automotive das rein elektrisch angetriebenes Konzeptauto Mark Zero. Der Wagen soll Vorbote einer ganzen Modellfamilie von exklusiven E-Modellen sein. Quelle: Piëch Automotive
Als erstes komplett selbst entwickeltes Auto von Pininfarina feiert der Sportwagen Battista Premiere. Das nach dem 1966 verstorbenen Firmengründer benannte Elektro-Coupé soll das leistungsstärkste und schnellste italienische Auto aller Zeiten sein. Die Motorleistung gibt das Unternehmen mit 1.416 kW/1.926 PS an, die Höchstgeschwindigkeit soll jenseits von 400 km/h liegen. Das rund zwei Millionen Euro teure Modell soll außerdem den Start des Designstudios als E-Autohersteller markieren. Quelle: Pininfarina

Mattes sagte zudem für die kommenden drei Jahre Investitionen von etwa 60 Milliarden Euro in Elektromobilität und Digitalisierung voraus. Die Transformation der Branche werde offensiv angegangen, erklärte der VDA-Präsident. In die E-Mobilität sollten mehr als 40 Milliarden Euro fließen, weitere 18 Milliarden Euro seien für Digitalisierung sowie vernetztes und autonomes Fahren vorgesehen. Das Angebot deutscher Autobauer werde sich im gleichen Zeitraum auf rund 100 E-Modelle verdreifachen.

„Der Hochlauf der Elektromobilität kommt in Europa. Anders sind die 2030-CO2-Ziele der EU nicht erreichbar“, ergänzte Mattes. Dafür müssten aber auch die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden. Mit Blick auf das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in der EU werde klar, dass Deutschland zusammen mit wenigen anderen großen Ländern einen deutlich höheren E-Anteil an den Neuzulassungen haben müsse als der EU-Durchschnitt. Deshalb müsse der Ausbau der Ladeinfrastruktur, kombiniert mit Anreizen für die Käufer von E-Autos, entschlossen vorangetrieben werden, forderte Mattes.

In der kommenden Woche beginnt der Genfer Autosalon. Der Aufbruch in die E-Mobilität wird auf der Automesse eines der zentralen Themen sein.

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