WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

McLaren "Unser Erfolg ist beispiellos"

Seite 2/2

McLaren muss bekannter werden

Alles gut, könnte man angesichts dieser Meldungen meinen. Doch Marketing-Manager Nash sieht noch viel Luft nach oben. Denn: Einen Ferrari erkennt jeder auf der Straße sofort als Ferrari. Bei den Flitzern aus Woking ist das bislang nicht immer der Fall.

„Die Leute sollen auf einen McLaren schauen und sehen, dass es ein McLaren ist“, sagt Nash. „Unsere 50-jährige Rennhistorie ist eine große Stärke. Es ist das Fundament, auf das wir die Marke McLaren aufbauen.“

Doch genau da liegt ein Problem: Die Formel 1 ist nicht überall auf der Welt so bekannt wie in Europa. „Ein Formel-1-Fan erkennt unser Logo. In den USA, wo die Formel 1 weniger bekannt ist, ist auch unser Logo weniger bekannt“, sagt Nash. „US-Kunden wissen womöglich nicht, wer Jenson Button oder Fernando Alonso sind.“

Eine Folge für die Serienautos: Während auf der Front des Erstlingswerks MP4-12C nur das „Speed Mark“ genannte Markenlogo zu sehen war, prangt seit dem Modellwechsel zum 650S der vollständige McLaren-Schriftzug auf der Haube. Damit der Nachbar weiß, was man fährt.

„Wir kommen dem Punkt immer näher, an dem unsere Autos nicht nur als toller Supersportwagen, sondern als McLaren erkannt werden“, sagt Nash. „Es gehört zu unseren größten Aufgaben, die Markenbekanntheit zu erhöhen. Bei Auto-Enthusiasten sind wird bereits sehr bekannt. Aber wir müssen darüber hinausgehen, um uns eine breitere Fan-Basis zu schaffen.“

Einstiegsmodell soll Marke nach unten öffnen

Diese breite Basis soll auch ein neues Einstiegsmodell bringen, das auf der Automesse in New York im April vorgestellt wird. „Der P13 wird eine komplett neue Kundenschicht für McLaren begeistern“, hofft Nash. „Wir bieten einen puren McLaren an, mit all dem, wofür McLaren steht: Kohlefaser-Monocoque, V8-Biturbo-Mittelmotor, einem herausragenden Leistungsgewicht und atemberaubenden Design. Und das bieten wir zum ersten Mal im Sportwagen-Segment, nicht mehr nur als Supersportwagen an.“ Die Leistung wird bei rund 500 PS liegen, der Preis deutlich unter 200.000 Euro.

Als erstes Modell der sogenannten „Sport Series“ – in Abgrenzung zur „Super Series“ mit 650S, 675LT und dem nur in Asien erhältlichen 625 – werden auf den P13 noch weitere Ableger folgen. Im Raum stehen zwei verschiedene Leistungsstufen und „mehr als eine Karrosserieform“, wie Nash im Gespräch mit WirtschaftsWoche Online andeutet. 

Der Antrieb wird allerdings rein beim Verbrennungsmotor auf Basis des bekannten 3,8-Liter-V8 bleiben, ein Hybrid wie beim P1 ist für die kleineren Modelle nicht in Sicht. „Es würde mich nicht wundern, wenn es ab einem gewissen Level kommen wird“, sagt der Marketing-Direktor. „Das liegt aber noch in der Zukunft.“

Auto



Die Produktion der „Sport Series“ startet im Oktober, 2016 wird das erste volle Jahr auf dem Markt sein. McLaren erwartet dann 2500 Fahrzeuge von der „Sport Series“ – pro Jahr. Der gesamte Absatz soll sich bis 2017 glatt verdoppeln. Damit wären die Briten immer noch ein kleiner, aber für die Konkurrenz mehr als ernst zu nehmender Nebenbuhler bei den Luxus-Sportwagen.

Doch dazu muss vor allem erst einmal die Bekanntheit der Marke über die Formel 1 hinaus steigen. „Zeit spielt dabei eine wichtige Rolle. Viele der starken Marken in unserem Segment sind sehr lange aktiv und über die Zeit weltweit bekannt geworden“, sagt Nash. „Neue Kunden gewinnt man aber auch, indem man einfach gute Produkte und ein gutes Kundenerlebnis schafft.“

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%