Mini BMW streitet mit Belegschaft über Teepausen

Exklusiv

Im Oxforder Werk der BMW-Tochter Mini drohen Tarifverhandlungen wegen eines Streits über Tee- und Toilettenpausen zu scheitern.

Die größten Autobauer der Welt
Geschäftsleute in der Zentrale von Mitsubishi Motors in Tokio Quelle: dpa
Logos of Mazda Motor Corp are seen at a dealership in Tokyo Quelle: REUTERS
A Thai model pose with the new eco-car Suzuki Swift during a press conference Quelle: dpa
A worker cleans a 2012 Kia Sportage during the media preview of the Chicago Auto Show Quelle: dapd
A logo is seen on a car displayed on the Fiat booth Quelle: REUTERS
Chrysler logo on the Chrysler exhibit Quelle: dapd
Ein Messebesucher geht auf dem Internationalen Automobil-Salon in Genf (Schweiz) am Stand von Renault vorbei Quelle: dapd
A Hyundai logo Quelle: REUTERS
Das Logo von Peugeot auf einem Peugeot und das Logo des französischen Automobil-Herstellers Citroen Quelle: dpa
File photo of BMW luxury car logo Quelle: REUTERS
Visitors are silhouetted against a Logo of the Honda Motor at the company showroom in Tokyo Quelle: REUTERS
 A crowd gathers around a 2013 Nissan Altima 3.5 SL sedan Quelle: dapd
the Ford logo is displayed at an auto dealership Quelle: dapd
Ein Arbeiter des Stuttgarter Automobilherstellers Mercedes-Benz im Daimler Konzern montiert im Werk Sindelfingen (nahe Stuttgart) einen Mercedes-Stern Quelle: dpa
A General Motors logo is seen on a Denali vehicle for sale at the GM dealership Quelle: REUTERS
A logo is seen on Toyotas booth Quelle: REUTERS
A company logo is pictured during the Volkswagen AG annual press conference Quelle: dapd

Nach Angaben des Unternehmens dauert eine Schicht dort neun Stunden und 15 Minuten, darin enthalten sind zwei bezahlte Teepausen – 26 Minuten am Vormittag und 27 Minuten am Nachmittag. Die halbstündige Mittagspause wird dagegen nicht entgolten. Nun hat BMW vorgeschlagen, das Werk könne die täglichen Teepausen von insgesamt 53 Minuten beibehalten, bezahlt würden von 2013 an aber nur noch 43 Minuten. Begründung: In Oxford gebe es die längsten bezahlten Pausen des ganzen Konzerns. Streit entzündet sich auch an der Nutzung der Toiletten, die in den Pausen aufgesucht werden sollen. Drängt es einen Arbeiter, während die Bänder laufen, darf er nur gehen, wenn ein Kollege einspringt.

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Die Londoner „Times“ berichtete, gelegentlich hätten sich Mitarbeiter in Mülleimern erleichtern müssen. Eine Mini-Sprecherin bestreitet dies: „Wir haben keinerlei Beweise dafür, dass Mülleimer zweckentfremdet wurden.“ Zudem lehnt die größte britische Einzelgewerkschaft Unite den Vorschlag von BMW ab, die Löhne in dem Mini-Werk um insgesamt sechs Prozent zu erhöhen. Laut Unite ist das Tarifgebot niedriger als sechs Prozent. Die Gewerkschaft droht mit Urabstimmung und Streik. Es wäre der erste Arbeitskampf seit 1984.

Unite behauptet, Beschäftigte in Deutschland hätten bessere Bedingungen als ihre britischen Kollegen, die mit Zuschlägen auf umgerechnet knapp 33.000 Euro im Jahr kommen. BMW und Mini-Markenchef Kay Segler geben sich trotzdem zuversichtlich, den Streit ohne Streik beilegen zu können. Die Geschäfte laufen jedenfalls blendend. Im ersten Quartal 2012 lieferte Mini 68.210 Autos aus, 12,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und Rekord für ein Jahresanfangsquartal.

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