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Minus 212 Millionen Euro BMW rutscht in die Verlustzone

Angesichts monatelanger Werks- und Händlerschließungen in aller Welt brach die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge von April bis Juni um 25,3 Prozent auf rund 485.000 ein, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Quelle: dpa

BMW hat im zweiten Quartal heftige Verluste verzeichnet. Trotzdem sieht sich der Autobauer aus Bayern auf Kurs zu seinen Jahreszielen.

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BMW sieht sich auch nach hohen Verlusten im zweiten Quartal auf Kurs zu seinen Jahreszielen. „Wir blicken mit vorsichtiger Zuversicht auf das zweite Halbjahr“, erklärte Vorstandschef Oliver Zipse am Mittwoch zur Vorlage der Geschäftszahlen. In der Coronakrise sorgten Absatzeinbrüche und teils monatelange Produktionsstopps dafür, dass der Autobauer unter dem Strich einen Quartalsverlust von 212 Millionen Euro einfuhr. Ein Jahr zuvor waren es noch 1,48 Milliarden Euro Gewinn gewesen.

Zipse bekräftigte die Erwartung, dass das Vorsteuerergebnis des Konzerns im Gesamtjahr deutlich zurückgeht und dass die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) im Autogeschäft auf null bis drei Prozent schrumpft. Von April bis Juni schrieb BMW im Autogeschäft vor Zinsen und Steuern 1,55 Milliarden Euro Verlust nach einem Gewinn von 1,47 Milliarden Euro vor Jahresfrist. Daraus resultierte in dem nun abgelaufenen Quartal eine Ebit-Marge von minus 10,4 Prozent.

Der Konzernumsatz brach im Quartal um 22,3 Prozent auf 19,97 Milliarden Euro ein. Gebremst wurde die Talfahrt vom Geschäft in China, wo BMW schon früher Lichtblicke ausgemacht hatte. „In China verläuft die Marktentwicklung positiver als erwartet“, sagte Finanzvorstand Nicolas Peter. „Auch in anderen wichtigen Märkten wie Deutschland oder den USA ist inzwischen eine leichte Erholung spürbar. Wie geplant sind wir somit auf Kurs, unsere Jahresziele zu erreichen.“ Der Autobauer hatte bereits mitgeteilt, dass im abgelaufenen Quartal ein Viertel weniger Autos verkauft wurden als im Vorjahreszeitraum. Angesichts monatelanger Werks- und Händlerschließungen in aller Welt brach die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge von April bis Juni um 25,3 Prozent auf rund 485.000 ein, wie der Konzern am Dienstag mitteilte.



Andere Autobauer wie Daimler und Volkswagen hatten im zweiten Quartal ebenfalls hohe Verluste geschrieben. Ähnlich wie seine Konkurrenten streicht BMW in der Coronakrise tausende Stellen.

Seit Ende Juni laufen alle BMW-Werke wieder im regulären Schichtbetrieb. „Wir beobachten die Situation weiterhin sehr genau und steuern die Produktion unverändert gemäß der Entwicklung in den Märkten und der regional unterschiedlichen Kundennachfrage“, sagte Zipse. Die Mitarbeiterzahl soll bis Jahresende leicht unter Vorjahr liegen. Viele Investitionen würden verschoben oder stünden auf dem Prüfstand, sagte Finanzchef Peter.

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