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Mittelstand und Großkonzerne Wo deutsche Autozulieferer nachsitzen müssen

Einer neuen Studie zufolge werden die deutschen Autozulieferer auch 2017 Rekordumsätze schreiben. Doch danach werde die Ertragslage schwieriger. Was die Branche jetzt angehen muss.

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Produktion des Autozulieferer ElringKlinger Quelle: dpa

Die Autoindustrie ist im Umbruch. Megatrends wie das autonome Fahren, Elektroantriebe oder die zunehmende Vernetzung der Autos treiben Autobauer wie Zulieferer um. Als wären diese Herausforderungen nicht schon groß genug, greift der branchenweite Abgasskandal auch das eigentlich gesunde Kerngeschäft derzeit an.

In der öffentlichen Debatte über Abgase, Elektroautos und auch Jobs stehen vor allem die großen Autokonzerne im Fokus. Mehr als zwei Drittel eines Autos werden aber nicht von dem Autobauer selbst hergestellt, die Teile kommen von unzähligen Zulieferern. Ändert sich das Kaufverhalten der Kunden (im Juni hatten nur noch knapp 40 Prozent der neu zugelassenen Autos einen Dieselmotor – fast 20 Prozent unter Vorjahr), sind auch diese Unternehmen im Hintergrund betroffen.

„Die neue ‚Dieselangst‘ der Kunden hat eklatante Folgen für die großen Autokonzerne: Das so wichtige Flottengeschäft steht vor einem gewaltigen Umbruch“, sagt Cedric Perlewitz, Sektor-Head Automotive bei der Commerzbank. „Damit sind die Autohersteller gefordert, ihren Strategiewandel in Richtung Elektromobilität erheblich zu beschleunigen.“

Die weltweit größten Autozulieferer

Perlewitz und sein Team stellen am Donnerstag ihren „Sektorbericht Automobilzulieferer“ vor. Eines der Ergebnisse: In dem beschleunigten Elektro-Trend liegen für die Zulieferer Chancen, aber auch Risiken. Es sind hohe Investitionen erforderlich, um sowohl die neuen Elektro- und Hybridtechnologien zu entwickeln, und parallel den konventionellen Antriebsstrang weiter zu verbessern. Kurzfristig können die Zulieferer hier profitieren, da mit der Elektrifizierung zunächst eine höhere Wertschöpfung einhergeht. Ein Plug-in-Hybrid benötigt aufgrund seiner zwei Antriebe mehr Bauteile. Langfristig wird sich dieser Effekte jedoch ins Gegenteil verkehren, da reine Elektroantriebe mit wesentlich weniger Teilen auskommen.

2017 wird es Rekordumsätze geben

Dazu kommt: „Die Erwartungshaltung der Endverbraucher an die Infrastruktur ist groß, aber der Druck der Politik auf die Hersteller noch viel größer“, so Perlewitz. „Insofern stellt der Ausblick auf einen wachsenden Markt für E-Autos einerseits einen Segen dar. Der Fluch aber liegt für die Branche sowohl in den Kosten für Forschung und Entwicklung als auch im zeitlichen Druck.“

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