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Model Y – Made in Germany Diese deutschen Zulieferer wollen vom neuen Tesla-Werk profitieren

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„Tesla ist für uns ein wichtiger Kunde“

Henkel beliefert Tesla mit Klebstoffen. Derzeit sei man im Gespräch für das Werk Grünheide, heißt es. Man wolle helfen, Autos etwa leichter zu machen. Zum Portfolio zähle „eine stetig wachsende Anzahl von Lösungen für die Elektromobilität“, die in Batterien, Elektromotoren oder Wechselrichtern zum Einsatz kämen. Henkel verkauft Klebstoffe für Batteriezellen und -packs, Beschichtungen zum Schutz vor Korrosion oder elektrisch leitfähige Materialien sowie Strukturklebstoffe für neue Designs.

Für den Kunststoffspezialisten Covestro ist Tesla „ein wichtiger strategischer Kunde, mit dem wir seit vielen Jahren zusammenarbeiten und Hochleistungsmaterialien für verschiedene E-Mobilitätsanwendungen entwickelt haben“, so Covestro-Chef Markus Steilemann. Wie es in der Branche heißt, liefert er Tesla Hochleistungskunststoffe für Scheinwerfer, Batterien und Entertainment-Technologie. Man habe Teslas Geschäft in den USA und in China erfolgreich unterstützt und werde das Unternehmen „auch in Europa begleiten“, so Steilemann.

Stabilus ist in den Modellen S, X und 3 vertreten. Darunter sind Produkte wie elektromechanische Antriebe oder Gasfedern für die Kofferraumklappe. Auch der Zulieferer ZF Friedrichshafen bestätigt, Tesla mit Produkten aus der Fahrwerktechnik und mit Sicherheitssystemen zu beliefern. Technik von ZF finde man in unterschiedlichen Modellen. Die Fertigung erfolgt global. Und ja: Je nach Modellpalette wolle man „künftig auch nach Grünheide“ liefern.

Hoffen auf Aufträge

Für ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt steigt die Spannung: Derzeit bemüht man sich dort um Aufträge – die Verhandlungen mit Tesla laufen. „Mit der Ansiedlung von Tesla in Grünheide setzen wir auch dort darauf, innovative Stahlprodukte für die Produktion von E-Autos zu liefern“, so ArcelorMittal. Auch bei Manz hofft man noch, auch für deren Produkte läuft die Auftragsvergabe noch. Der Maschinenbauer bietet Produktionsanlagen zur Herstellung von Zellen und deren Montage zu einem Modul an.

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Standort erkennen

    Produkte von Dräxlmaier findet man heute nach Auskunft des Unternehmens „in allen Tesla Modellen“. Auch in Grünheide? „Bis dato haben wir kein Lieferverhältnis für das neue Produktionswerk in Berlin, aber es sind auch noch nicht alle Themen vergeben“, schreibt der Zulieferer. Antworten wie diese geben derzeit noch viele – ThyssenKrupp etwa hofft, mit seinen Komponenten- und Systemen dabei zu sein. In allen „bisherigen Volumenmodelle von Tesla“ sei man vertreten, versichert der Konzern. Der Fokus liege dabei auf Fahrwerkstechnologien und auf der Entwicklung von Fertigungsanlagen zum Fahrzeugbau. „Tesla ist für uns ein wichtiger Kunde, mit dem wir auch bei zukünftigen Modellen gerne zusammenarbeiten.“ Derzeit stehe man „in engem Kontakt“ mit Tesla.


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    Hoffnung können sich auch ganz neue Lieferanten machen: Minister Steinbach erwartet, „dass Tesla in absehbarer Zeit auch in die Batteriezellfertigung in Grünheide einsteigt“. Bislang fertigt Tesla seine Zellen zum Beispiel mit Panasonic. Einem Insider zufolge könnte der Antrag zum Bau einer Zellfertigung in Grünheide schon im Laufe des vierten Quartals kommen. Bei Teslas „Batterietag“ am 22. September könnte Musk mehr über mögliche Zell-Pläne verraten.

    Bis dahin spekuliert die Fachwelt, ob BASF davon am Standort Schwarzheide profitiert. Das Unternehmen plant im Projekt für Batteriematerial eine Kathodenfabrik, gerade wurde der Chemiekonzern auch deswegen mit 175 Millionen Euro gefördert. BASF hält sich bedeckt. Man lege seine Kunden nicht offen, heißt es. Vielleicht noch nicht.

    Mehr zum Thema: Tesla-Aktie: David Einhorns Wette gegen Tesla-Chef Elon Musk

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