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Münchner Autobauer BMW bleibt vorsichtig

Schon im ersten Quartal verkaufte BMW mehr als doppelt so viele Elektroautos und Plug-In-Hybride wie vor Jahresfrist. Quelle: dpa

Der Münchner Autobauer verdiente fast fünfmal so viel wie 2020 – auch dank höheren Verkaufszahlen bei Elektroautos und Plug-In-Hybriden. Doch für das laufende Jahr stellt sich BMW auch auf höhere Kosten ein.

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Der Münchner Autobauer BMW stellt sich auf höhere Kosten ein. Für den Jahresverlauf seien weitere Belastungen durch steigende Rohstoffpreise zu erwarten, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Die Pandemie dürfte dagegen angesichts der weltweiten Impfkampagne die Wirtschaft weniger belasten. An ihrer Prognose halten die Münchner fest und sagen ein deutliches Plus beim Vorsteuergewinn bis Jahresende voraus. Sie setzen dabei insbesondere auf neue Modelle wie die Elektroautos iX und i4 sowie digitale Dienstleistungen.

Schon im ersten Quartal verkaufte BMW mehr als doppelt so viele Elektroautos und Plug-In-Hybride wie vor Jahresfrist. Dank einer starken Nachfrage in China und höherer Verkaufspreise stieg der Umsatz des Konzerns um 15,2 Prozent auf 26,8 Milliarden Euro. Dazu komme ein gutes Geschäft mit Leasing-Rückläufern in den USA, das die Erlöse in die Höhe getrieben habe. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen mit 2,8 Milliarden Euro fast fünfmal so viel wie 2020. „Das erste Quartal zeigt: Unser globales Geschäftsmodell ist auch in Krisenzeiten erfolgreich“, sagte BMW-Chef Oliver Zipse. „Wir bleiben auf Wachstumskurs – und das ebenso nachhaltig wie ertragsstark.“ Die Aktien legten im vorbörslichen Handel 1,3 Prozent zu.

Im Autogeschäft stiegen die Erlöse um gut ein Viertel auf 22,7 Milliarden Euro, vor allem dank des Absatzrekords. Für das laufende Jahr rechnet BMW damit, dass die Auslieferungen von Fahrzeugen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce solide über dem Vorjahresniveau liegen. Die Gewinnmarge im Autogeschäft dürfte sich deutlich erholen und am oberen Ende des Korridors von sechs bis acht Prozent herauskommen.

Mehr zum Thema: Nun setzt auch BMW stärker auf Elektromobilität. Allerdings halbherzig. Anders als etwa bei VW soll die wichtigste Plattform des früheren E-Pioniers offen für alle Antriebsarten sein. Verlieren die Münchner endgültig den Anschluss?

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