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Nachbau des Klassikers Ford Mustang Eleanor: Die Legende lebt!

Kein Mustang ist so scharf wie Eleanor, verglichen mit ihr ist der neue Bullitt eine Platzpatrone. Auf den ersten Blick sieht das offizielle Remake tatsächlich so aus, als hätte jemand die Zeit um 50 Jahre zurückgedreht.

„Eleanor“ hat sich ins PS-Gedächtnis eingebrannt – ein aufgerüsteter Ford Mustang von 1967
Ford Mustang Bullitt Quelle: Ford
Auf den ersten Blick sieht seine Eleanor tatsächlich so aus, als hätte jemand den Kalender um 50 Jahre zurückgedreht. „Wir sind die einzigen, die eine offizielle Lizenz zum Nachbau des Klassikers haben“, sagt der Firmenchef und erzählt von einer Liebe, die zurückgeht bis in die Teenager-Zeit, als er Eleanor zum ersten Mal auf der Leinwand begegnet ist. Foto: SP-X/Benjamin Bessinger
Zwar konkurriert Eleanor aktuell mit einer Neuauflage von Bullitt. Doch die heiße Lady aus Los Angeles muss die Konkurrenz aus Detroit nicht fürchten. Gegen sie ist der Bullitt nur eine billige Platzpatrone. Quelle: Ford
Denn während Ford sein Remake auf dem aktuellen Mustang aufbaut und nicht viel mehr ändert als Lackierung und Ausstattung und aus dem fünf Liter großen V8-Motor 460 statt 418 PS kitzelt, hält sich Wazana zumindest äußerlich ans Original und nimmt als Basis einen Mustang aus den Modelljahren '67 und '68, die zu Dutzenden auf dem Hof lagern. Dass die völlig verrostet sind und sich oft nicht einmal mehr selbst tragen können, ficht Wazana nicht an.
„Denn viel mehr als die Fahrgestellnummer wird von den Wracks ohnehin nicht übernommen“, sagt sein Geschäftsführer Steve Feldmann und führt seine Gäste beim Ortsbesuch in eine piekfeine Manufaktur, in der ein Dutzend Mitarbeiter Karosserien aus Karbon backen, nagelneue Motoren aus großen Versandkisten holen und Sattler kunstfertig lederne Sitzbezüge nähen. Kein Wunder, dass es schnell mal zwölf Wochen dauert, bis eine Eleanor fertig ist. Foto: SP-X/Benjamin Bessinger
Dann sieht der Mustang nicht nur aus wie neu, er ist es auch. „Keine Schraube bleibt unberührt, keine Schweißnaht wird übernommen und am Ende sind über 90 Prozent der Teile tatsächlich fabrikneu – entweder von uns gemacht oder von Spezialisten zugekauft“, sagt Feldmann und zeigt ein Auto wie aus der Zeitmaschine. Foto: SP-X/Benjamin Bessinger
Lasziv und leidenschaftlich aalt sich das Fastback in der kalifornischen Sonne und bittet zum Tanz. Die Musik dazu spielt ein fünf Liter großer V8-Motor, dem ein Rush-Kompressor 552 kW/750 PS abringt – und da ist die im Kofferraum montierte Lachgas-Einspritzung noch nicht aktiviert. Von 0 auf 100 in weniger als vier Sekunden und bei Vollgas gut und gerne über 300 Sachen. Da geht dem Bullitt mit seinem Sprintwert von 4,6 Sekunden und seinen 262 km/h Spitze längst die Puste aus. Foto: SP-X/Benjamin Bessinger
Auf den MP3-Sound oder ein Navigationssystem hätte man vielleicht verzichten können, zur Not wäre es wahrscheinlich auch ohne Klimaautomatik gegangen. Schließlich hat man schon wegen des faszinierenden Auspuffsounds die ganze Zeit die Fenster offen. Doch dass Wazana ein präzises Getriebe einbaut und neue Achsen mit einer modernen Federung installiert, ist sicher keine schlechte Idee. Die standfesten Bremsen werden schnell zum Lebensretter, wenn sich Eleanor im Rausch des Rasens durch die engen Kurven windet. Zwar lässt sich Wazana den Spaß teuer bezahlen, verlangt schon für das Grundmodell 190.000 Dollar und schreibt auch mal Rechnungen über das Doppelte. Doch anders als Nicolas Cage alias Memphis Raines muss man Eleanor dafür nicht klauen – und vor allem nach der Fahrt nicht bei einem windigen Hehler abgeben. Foto: SP-X/Benjamin Bessinger
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