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Neue Strategie bei Volkswagen Baut VW bald eigene Fabriken für Batteriezellen?

Exklusiv
Volkswagen prüft neue Strategien für die Beschaffung von Batteriezellen für Elektroautos. Quelle: imago images

Volkswagen prüft neue Strategien für die Beschaffung von Batteriezellen für Elektroautos. Auch eigene Fabriken, Joint Ventures oder Zukäufe. Das war lange undenkbar.

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Bislang kauft der Konzern die Zellen für zweistellige Milliardenbeträge bei asiatischen Anbietern ein. Nun denkt das VW-Management über eigene Batteriezellfabriken nach: Der Konzern prüfe bei der Batteriezellenproduktion „alle Optionen, also Eigenfertigung, Joint Ventures oder auch den Zukauf von Firmen“, erklärte ein Unternehmenssprecher gegenüber der WirtschaftsWoche.

Matthias Müller, der im April als Vorstandschef von Herbert Diess abgelöst wurde, hatte eigene Batteriezellfabriken ausgeschlossen: „So einen Blödsinn machen wir sicherlich nicht“, hatte er 2016 erklärt. Sein Nachfolger Diess plädierte dagegen schon früherer Chef der Marke VW dafür, dass die deutsche Autoindustrie eigene Batteriezellfabriken baut: „Ich bin der Meinung, wir brauchen eine Batteriefertigung in Deutschland. Das ist die Kerntechnologie der Elektromobilität.“

Unterstützung bekommt Diess vom VW-Großaktionär Niedersachsen und den Betriebsratschefs der deutschen Autobauer. Bernd Althusmann, Wirtschaftsminister in Niedersachsen und VW-Aufsichtsrat, sagte der WirtschaftsWoche: „Der Zugang zu Batteriezellen ist eine wesentliche Voraussetzung für eine wettbewerbsfähige Industrie in Deutschland. Wir sollten in Niedersachsen nicht nur Forschungsstandort, sondern auch Fertigungsstandort werden.“

Daimler-Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht erklärte: „Wir als Betriebsrat sind überzeugt, dass man auch in Deutschland mit passendem staatlichem Rahmen Batteriezellen konkurrenzfähig herstellen kann, auch wenn (Daimlerchef) Dieter Zetsche aktuell noch signalisiert, am liebsten billige Batteriezellen aus Asien beziehen zu wollen.“
BMW-Gesamtbetriebsratschef Manfred Schoch sagte: „Wir werden bei der Forderung nach einer Zellenfertigung sehr nachhaltig bleiben.“ Durch die sich abzeichnende Kursänderung von Volkswagen könnte BMW nach Ansicht von Schoch bei den Batterien den Anschluss verlieren: „Ich fürchte, dass VW bei dem Thema in Führung gehen wird.“

Nach Informationen der WirtschaftsWoche plant auch Tesla-Chef Elon Musk den Bau von Batteriezellfabriken in Europa. Schon 2015 war er beim damaligen Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel wegen einer Batteriezellfabrik vorstellig geworden. Es gab geheime Gespräche, aber keinen Durchbruch. Nun verhandelt Musk mit der EU-Kommission und den Regierungen der Niederlande und Polens.

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