Neues Werk Daimler produziert wieder in Brasilien

Der Autobauer Daimler wagt einen Neustart in Brasilien: In Iracemápolis soll ein neues Werk gebaut werden, wo ab 2016 die ersten Wagen der C-Klasse und des kompakten Geländewagens GLA vom Band laufen sollen.

Andreas Renschler kündigt das neue Daimler-Werk in Iracemápolis an. Quelle: dpa

Daimler wird in Brasilien wieder Autos produzieren. Der Dax-Konzern wird dazu in Iracemápolis bei São Paulo ein neues Werk bauen, wo 2016 die ersten Fahrzeuge vom Band rollen sollen. Für den lokalen Markt werden die neue Generation der C-Klasse und der kompakte Geländewagen GLA produziert. „Mit der lokalen Fertigung stellen wir uns dem Wettbewerb und greifen an“, sagte Produktionsvorstand Andreas Renschler bei einer Pressekonferenz in São Paulo. In einem ersten Schritt investieren die Schwaben 170 Millionen Euro.

„Brasilien ist ein wichtiger Zukunftsmarkt“, erklärte Renschler. Schon jetzt sei Brasilien unter den ersten fünf Top-Auto-Märkten der Welt und auf dem Weg zu den „Top-Drei“, betonte der Manager. „Bis 2020 wird der Automarkt (in Brasilien) vermutlich um 50 Prozent wachsen.“ Für sein Unternehmen gab Renschler das Ziel vor: „Nummer 1“ auf dem Premium-Markt bis 2020.

Welche Autos ihre Fahrer begeistern
3. Platz - Kategorie Kleinstwagen - Toyota AygoIm diesem Frühjahr bekam Toyotas Kleinster ein Facelift. Preislich setzt er mit einem Einstiegspreis von 8.990 Euro Maßstäbe. Auch bei der ADAC-Kundenzufriedenheit sichert sich der kleine Japaner mit 71,7 Punkten die Bronzemedaille. Quelle: Toyota
Smart Fortwo Quelle: dpa
1. Platz - Kategorie Kleinstwagen - VW UpVon Null auf Eins: Der Kleinstwagen von VW landet im ADAC-Zufriedenheitsranking mit 75,1 Punkten auf Anhieb auf dem Spitzenplatz. Auf der IAA in Frankfurt wurde auch eine elektrische Version des kleinen Stadtflitzers präsentiert. Quelle: dpa
3. Platz - Kategorie Kleinwagen - Honda JazzSensationserfolg für den kleinen Japaner: Der Jazz verweist Volkswagens Polo und sichert sich einen Platz auf dem Treppchen in der Klassenkonkurrenz. Dabei ist Hondas Marktanteil im wichtigen deutschen Automarkt ist nur marginal und liegt bei gerade einmal 0,8 Prozent. Quelle: Presse
2. Platz - Kategorie Kleinwagen - A1Der Zwerg aus Ingolstadt muss seinen Spitzenplatz in diesem Jahr räumen. In punkto der Kundenzufriedenheit kommt der kleine Audi auf 76,2 Punkte. Neuerdings ist er auch in der Sportsback-Variante erhältlich und soll dem Mini Clubman Konkurrenz machen. Quelle: dpa
New Mini Convertible Quelle: dpa
3. Platz - Kategorie Untere Mittelklasse - VW GolfDas wichtigste Modell des größten deutschen Autoherstellers soll künftig auch als Elektroversion ausgeliefert werden. Bei der Kundenzufriedenheit können die Wolfsburger zulegen: Mit 75,9 Punkten schafft es der Golf zurück in die Top Drei. Quelle: dpa
2. Platz - Kategorie Untere Mittelklasse - BMW 1-erDer kleine BMW kämpft sich langsam wieder ran. Nach einem Spitzenwert in der Pannenstatistik liegt der 1-er mit 87,2 Punkten auch bei der Kundenzufriedenheit auf den vorderen Plätzen. Quelle: dapd
1. Platz - Kategorie Untere Mittelklasse - Audi A3Der kompakte Ingolstädter kann den Titel in seiner Klasse in diesem Jahr mit 78,9 Punkten verteidigen. Auf der IAA in Frankfurt präsentierte Konzernchef Rupert Stadler zuletzt die Cabriovariante. Quelle: rtr
3. Platz - Kategorie Mittelklasse - Audi A4Die Mittelklasse-Limousine ist eines der größten Erfolgsmodelle der Ingolstädter und auch die Werte in der Kundenzufriedenheit sind hoch. Mit 79,9 Punkten büßt der A4 allerdings einen Platz im Vergleich zur Klassenkonkurrenz ein. Quelle: obs
2. Platz - Kategorie Mittelklasse - BMW 3erAuch in der Mittelklasse bleibt Premiumprimus BMW nur Silber. 78,8 Punkte reichen in der Kundenzufriedenheit hauchdünn weniger als der Klassensieger. Die 3er-Serie gehört zu den Bestsellern der Münchener. Quelle: dpa
1. Platz - Kategorie Mittelklasse - Audi A5Der A5 ist nicht nur ein beliebter Firmenwagen - in seiner Sportvariante erfreut er auch Rennfreunde. In der ADAC-Kundenzufriedenheit sichert sich das Modell mit einem hauchdünnen Vorsprung und 78,9 Punkten den Gesamtsieg. Quelle: AP
3. Platz - Kategorie Obere Mittelklasse - Skoda SuperbInnerhalb des VW-Konzerns gehören die Tschechen zu den Preisbrechern. Der Kundenzufriedenheit schadet das offenbar nicht. Mit 80,2 Punkten schneidet der Superb besser ab als die Mercedes E-Klasse. Quelle: PR
2. Platz - Kategorie Obere Mittelklasse - BMW 5erVor 41 Jahren rollte die erste Version des 5ers vom Band - bis heute wurde er über sechs Millionen Mal verkauft. In der Kundenzufriedenheit muss der obere Mittelklassewagen die Spitze mit 80,8 Punkten aber abtreten. Quelle: obs
1. Platz - Kategorie Obere Mittelklasse - Audi A6Vom Kombi bis zum Sportmodell - in der oberen Mittelklasse kann kein Modell dem Ingolstädter das Wasser reichen. Mit 81,9 Punkten erreicht der A6 in seiner Klasse den mit Abstand besten Wert. Quelle: PR
3. Platz - SUV - Mercedes GLK-KlasseDer kompakte SUV auf der Basis der C-Klasse sichert Mercedes in der Kundenzufriedenheit zumindest eine Medaille. 78,8 Prozent reichen für den dritten Platz. Dabei ist das Modell zum ersten Mal im Ranking vertreten. Quelle: PR
2. Platz - SUV - Audi Q5Allein in China konnte der Q5 seine Absatzzahlen nahezu verdoppeln - auch in Deutschland ist der SUV aus Ingolstadt beliebt. Mit 80 Punkte verteidigt der Q5 den zweiten Platz aus dem Vorjahr. Quelle: PR
1. Platz - SUV - BMW X3Der mittelgroße SUV von BMW ist nicht das bestverkaufte Modell der Münchener, sondern weist auch eine enorm hohe Kundenzufriedenheit auf. Im einem der wichtigsten Segmente der Autobranche erreicht der X3 einen Wert von 80,6 Punkten. Quelle: PR
3. Platz - Kategorie Hochdachkombis - Skoda RoomsterDie Tschechen legen auch im Hochdachkombisegment Wert auf sehr spartanisches Design. Der Roomster gehört mit 73 Punkten beim Zufriedenheitsranking zu den besten Fahrzeugen seiner Klasse. Quelle: PR
2. Platz - Kategorie Hochdachkombis - Dacia Logan MCVDie Billigheimer aus Rumänien landen ebenfalls auf dem Treppchen. Allerdings fällt der Zufriedenheitswert mit 73,6 Prozent deutlich niedriger aus als in anderen Klassen. Quelle: AP

Der Präsident von Mercedes-Benz do Brasil, Philipp Schiemer, ist zuversichtlich, dass die Stuttgarter vom Wachstum profitieren. „Schon dieses Jahr wollen wir 10.000 Autos absetzen, und wir sind dabei auf gutem Weg“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Früher habe man in Brasilien nur Billig-Autos gekauft. Durch die gestiegene Kaufkraft und die Finanzierungsmodalitäten gebe es einen starken Trend hin zu teureren Autos mit entsprechender Ausstattung.

In dem neuen Montagewerk rund 160 Kilometer von São Paulo entfernt sollen jährlich bis zu 20 000 Fahrzeuge produziert werden. Am Standort werden rund 1000 neue Arbeitsplätze geschaffen, hinzu kommen 3000 Stellen, die bei Lieferanten entstehen sollen. Auch Audi und BMW werden für den viertgrößten Automarkt der Welt künftig lokal produzieren beziehungsweise die Produktion wieder aufnehmen. Mercedes-Benz hatte bis 2005 in dem Werk Juiz de Fora (Bundesstaat Minas Gerais) die erste Generation der A-Klasse und für kurze Zeit auch den CLC gebaut. „Das war damals einfach zu früh, und wir hatten auch nicht das richtige Produkt und zudem zu ehrgeizige Ziele“, räumte Schiemer im Rückblick ein.

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Aktuell betreibt die Daimler AG in São Bernardo do Campo ihr größtes Werk außerhalb Deutschlands. An dem Standort werden Lkw, Busfahrgestelle und Aggregate sowie Lkw-Fahrerhäuser gebaut. In dem früheren Auto-Werk Juiz de Fora wird im Nutzfahrzeugbereich unter anderem der Actros sowie der leichte Lastwagen Accelo produziert. Auf dem Omnibus-Markt ist das Unternehmen in Brasilien mit einem Anteil von rund 50 Prozent Marktführer. Durch die Wiederaufnahme der Pkw-Produktion in Brasilien würde Mercedes-Benz die hohen Zölle von 30 Prozent auf Importautos umgehen. Hinzu kommen dann je nach lokalen Produktionsanteil weitere Steuervergünstigungen.

Auch Audi hatte vor zwei Wochen die Wiederaufnahme der Produktion ab September 2015 in Brasilien verkündet. BMW baut derzeit in Südbrasilien ein Werk, das 2014 in Betrieb gehen soll. Alle drei deutschen Autobauer haben den Premium-Markt im Visier, der bis 2020 um bis zu 170 Prozent wachsen soll. Europas größter Autobauer VW baut schon seit Jahrzehnten auch Autos in Brasilien.

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