Neues Wischsystem Bosch will dem Scheibenwischer ans Gummi

Seit 110 Jahren haben sich Scheibenwischer kaum verändert. Doch jetzt will das Unternehmen Bosch den Scheibenwischer neu erfinden. Mithilfe eines neuartigen Gummis.

Bosch arbeitet an einem neuen Gummi für Scheibenwischer, das ihren Verschleiß senken soll. Das Bild zeigt einen Aerotwin-Wischer, den das Unternehmen 1999 einführte. einen Die gelenklosen Scheibenwischer sind der heute bei  Neufahrzeugen gängig. Quelle: BOSCH

Seit seiner Erfindung im Jahr 1903 hat sich am Scheibenwischer kaum etwas verändert. Er gilt als praktisches, selbstverständliches und notwendiges Produkt für sämtliche Fahr- und Flugzeuge. Doch jetzt will Bosch den Scheibenwischer neu erfinden. Das Unternehmen arbeitet an einem neuen Gummi, das langlebiger sein soll.

Die Highlights der IAA 2013
Porsche Spyder 918Der 918 Spyder tritt die Nachfolge des Carrera GT an und soll dessen Fahrleistung nochmals deutlich übertreffen. Binnen 3,9 Sekunden beschleunigt er von 0 auf 100 km/h. Die Karosserie besteht aus kohlefaserverstärktem Kunststoff und bringt rund 1.700 kg auf die Waage - kein schlechter Wert für einen Hybrid. Im Idealfall schafft der Spyder aber nur schlappe 25 Kilometer rein elektrisch, dafür sorgt eine Lithium-Ionen Batterie. Hauptantriebsquelle ist der 4,6-Liter-Achtzylindermotor mit über 580 PS Leistung, der direkt aus dem Triebwerk des RS Spyder abgeleitet wurde und deshalb Drehzahlen bis zu 9.000/min erlaubt. Mehr Details zum Spyder finden Sie in dieser Bildergalerie. Quelle: Porsche
BMW i3 Endlich präsentiert BMW die Produktionsversion des Elektro-Carbon-Flitzers (auf dem Foto ist noch die Studie des BMW i3 Coupé zu sehen). Die Reichweite soll bei 160 km liegen. Der Preis liegt bei 38.000 Euro. Foto: Steffen Jahn/BMW Quelle: dpa
Kia SoulKia wird seinen äußerlich überarbeiteten Soul auf der Messe zeigen. Nach leichten Veränderungen an Heck- und Frontansicht ist das Crossover-Modell noch markanter geworden. Sie betonen die Breite des Fahrzeugs und lassen es standfester wirken.  Kia hat die Front um 15 Millimeter leicht gestreckt, der vordere Lufteinsatz ist breiter, die Nebelscheinwerfer größer und insgesamt wirkt die Frontansicht bulliger. Am Heck zieht sich der schwarze Einsatz am Stoßfänger fast über die ganze Heckbreite und die Nebelscheinwerfer wurden je ganz außen platziert. Quelle: Kia
Mercedes GLADaimler enthüllt auf der IAA den Kompakt-SUV GLA. Mit 4,42 Meter Länge ist der "Wanderer zwischen den automobilen Welten" wie Mercedes sein neues Modell nennt, in etwa so lang wie die Konkurrenzmodelle BMW X1 und Audi Q3. Beim Allradantrieb kann der Fahrer je nach Bedarf zwischen Vorder- und Hinterachsenantrieb wählen. Der GLA ist für leichte Offroad-Strecken geeignet. Zu Beginn wird er als Benziner und Diesel in je zwei Ausführungen mit 136 bis 211 PS angeboten. Die ersten Modelle sollen 2014 beim Händler stehen.
Citroen Grand C4 PicassoMitte Oktober kommt die neue Version des Großraums-Vans der Franzosen auf den deutschen Markt. Fünf Personen haben darin Platz, optional können in der dritten Reihe weiter Sitzplätze eingefügt werden. Der neue C4 Picasso kommt zunächst in zwei Benziner- und zwei Dieselvarianten auf den Markt. Leistung: 92 bis 156 PS. Der Van ist ab 22.390 Euro zu haben. Quelle: Citroën
Mercedes-Benz S 63 AMG100 Kilogramm weniger als seine Vorgänger bringt der Mercedes-Benz S 63 AMG auf die Waage. Das leichte Gewicht kommt unter anderem durch die aus Aluminium bestehende Außenhaut, Leichtmetall-Rädern in Schmiedetechnologie, sowie einer leichten Lithium-Ionen-Batterie zustande.  Kombiniert mit einem effizienten Antrieb aus AMG-5,5-Liter-V8-Biturbomotor mit einer  Leistung von 585 PS und 900 Newtonmetern Drehmoment sorgt der Leichtbau für ein geschmeidiges Fahrvergnügen. Quelle: Daimler
Peugeot RCZDer 2007 erstmals auf der IAA vorgestellte RCZ war vergangenes Jahr das am meisten zugelassene Modell von Peugeot in Deutschland. Nachdem diesen Februar der 50.000. RCZ vom Band gelaufen ist, hat Peugeot dem Modell ein Facelift verpasst, das auf der IAA präsentiert werden soll.  Die überarbeitete Front verleiht der gesamten Karosserie fließendere und kompaktere Formen. Peugeot wird auf der IAA auch ein neues Modell der RCZ-Familie vorstellen… Quelle: Peugeot

Problematisch ist beim Scheibenwischer-Gummi der Grafitanteil, der den Verschleiß fördert. Je öfter das Gummi über die Scheibe wischt, desto schneller rubbelt es sich ab und desto schlechter beseitigt es Wasser und Schmutz. Das neue Gummi soll den Verschleiß verzögern. Über die Zusammensetzung schweigt Bosch, 2014 soll das Modell auf den Markt kommen.

Schon vergangenes Jahr sorgte Daimler für eine Neuerung, indem das Unternehmen bei seiner neuen S-Klasse die Wasserspritzdüsen von der Motorhaube weg direkt an die Scheibenwischer verlagert hat. Das System verhindert den bisher üblichen Wasserschwall von der Haube aus, der kurz die Sicht behindert. Das Wasser fließt durch beidseitige Leitungen in den Scheibenwischern – eine links, eine rechts – und gelangt über feine, per Laserstrahl gebohrte Sprühöffnungen auf die Scheibe. So leiten die Scheibenwischer mit ihren Bewegungen das Wasser immer direkt dorthin, wo es gebraucht wird: direkt vor das Wischgummi.

Die besten Apps für Autofahrer
Blitzer.deDen Radarfallenmelder "Blitzer.de" gibt es sowohl für Android-Handys als auch für iPhones. Die kostenlose App erfasst sowohl fest installierte Blitzer als auch mobile Kontrollen. Blitzer.de aktualisiert sich alle fünf Minuten anhand der Blitzerwarnungen aus der Community. Wer im Ausland unterwegs ist und Roaminggebühren umgehen möchte, kann auch einen Offline-Modus wählen, bei dem allerdings die Aktualisierung entfällt. Technische Daten: Für die App sind entweder iOS 3.0 (oder höher) oder Android OS 2.1 (oder höher) erforderlich. Quelle: Screenshot
Bußgeldrechner von Ergo DirektMit diesem kostenlosen Bußgeldrechner checken Sie die zu erwartenden Kosten bei Verkehrsverstößen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Tempoüberschreitungen, zu geringen Abstand, überfahrene Ampeln oder Alkohol am Steuer handelt. Technische Daten: Kompatibel mit iPhone 3GS, iPhone 4, iPhone 4S, iPhone 5, iPod touch (3. Generation), iPod touch (4. Generation), iPod touch (5. Generation) und iPad. Erfordert iOS 4.3 oder neuer. Quelle: Screenshot
Pannenhilfe vom ADACDie ADAC Pannenhilfe App stellt auf Wunsch einen Telefonkontakt zum ADAC her, um bei Panne oder Unfall einfach und schnell Hilfe anzufordern. Auf Wunsch wird zusätzlich der aktuelle Standort zum ADAC übertragen. Das erspart lange Beschreibungen des Aufenthaltsortes und kann das Auffinden des Pannenfahrzeugs erleichtern. Die App ist für ADAC Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern kostenfrei. Technisch Daten: Unterstützt werden derzeit Geräte ab der Android-Version 1.6. Ebenso kompatibel mit iPhone, iPod touch und iPad. Erfordert iOS 5.0 oder neuer. Diese App ist für iPhone 5 optimiert. Quelle: Screenshot
Staus umfahren mit StauMobilDie App zeigt neue Staus umgehend an. Der Service umfasst zudem die aktuelle ADAC Verkehrsprognose. Daten über Ferientermine, Urlaubsrouten, Grenzübergänge, Dauerbaustellen und Großveranstaltungen fließen in die Prognosen ein. Bei Stau können sie so eine neue Route planen. Über die Lokalisierungsfunktionen werden Sie automatisch über die nächstgelegenen Gefahrenpunkte im Verkehr informiert. Die Staudarstellung erfolgt per Karte, Satellitenfoto oder Hybridansicht. Technische Daten: Kompatibel mit iPhone, iPod touch und iPad. Erfordert iOS 4.3 oder neuer. Diese App ist für iPhone 5 optimiert. Quelle: Screenshot
Die Kosten im Blick mit dem TankBuchStatt des Büchleins im Handschuhfach lassen sich die Tankdaten bequem mit dieser App erfassen. Sie ist sowohl in einer kostenlosen als auch in einer „Pro“-Version für 2,99 Euro zu haben. Mehrere Fahrzeuge lassen sich damit verwalten. Wer seinen Fahrstil ändert, kann sich die Auswirkungen auf sein Tankverhalten grafisch anzeigen lassen. Die grafische Übersicht für mehrere Zeiträume möglich. Technische Daten: Tankbuch ist werbefinanziert über das iAd Network. Ihre Daten können Sie über Google Docs transferieren. Kompatibel mit iPhone, iPod touch und iPad. Erfordert iOS 4.1 oder neuer. Quelle: Screenshot
Private Leihautos nutzen und anbieten - TamycaWer auf die Schnelle einen Transporter für den Umzug braucht oder einen schicken Oldtimer für ein Wochenende mit seiner Süßen, der kann über Tamyca den Kontakt zu privaten Autoverleihern herstellen. Gewünschte Leihdauer und benötigte Kilometer eingeben und über die Umkreissuche potenzielle Vermieter heraussuchen lassen. Die App ist kostenlos und kann im App Store oder im Google Play Store heruntergeladen werden. Technische Daten: Kompatibel mit iPhone, iPod touch und iPad. Erfordert iOS 5.0 oder neuer. Diese App ist für iPhone 5 optimiert Quelle: Screenshot
Navigon EuropeDie Navigations-App "Navigon Europe" verfügt über das Kartenmaterial der 40 wichtigsten europäischen Länder. Während der Navigation im Auto ist keine Internetverbindung nötig. Wie ein vollständiges Navigationsgerät auch, bietet die App neben der reinen Navigation Tempo- und Blitzerwarner, Stauinformationen, eine Parkplatzsuche sowie die Suche nach bestimmten Zielen wie Bahnhöfen oder Tankstellen. Die App bietet außerdem die Möglichkeit, über Facebook und Twitter zu kommunizieren und beispielsweise die voraussichtliche Ankunftszeit an einem bestimmten Treffpunkt zu übermitteln. Mit 59,95 Euro Euro ist die Navigon-App allerdings nicht billig. Technische Daten: Die Anwendung erfordert Android OS 2.2 oder höher. Nach der Installation müssen rund zwei GByte Kartenmaterial heruntergeladen werden. Quelle: Screenshot

Die Spritzdüsen von der Motorhaube weg zu verlagern wird ein künftiger Trend in der Automobilbranche werden, schließlich begrüßen Autohersteller jeden Platzgewinn unter der Motorhaube. Außerdem arbeiten Forscher daran, die Elektromotoren zu verkleinern, die die Scheibenwischer antreiben. Scheibenwischer arbeiten klassisch mit sogenannten Rundläufermotoren, die ein sich drehendes Gestänge besitzen. Das Gestänge soll zukünftig kleiner werden, dabei jedoch für die gleiche Leistung sorgen.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Hier steht ein Element, an dem derzeit noch gearbeitet wird. Wir kümmern uns darum, alle Elemente der WirtschaftsWoche zeitnah für Sie einzubauen.


Die aktuellen Umwälzungen bei den Scheibenwischern sind eine Besonderheit. Neuerungen waren in der Vergangenheit rar gesät. 1926 und damit 23 Jahre nach der Patentanmeldung in den USA brachte Bosch den Elektroantrieb für Scheibenwischer auf den Markt, 1964 folgte der Intervallscheibenwischer vom amerikanischen Professor Robert Kearns, 1999 führte Bosch den Aerotwin ein, einen gelenklosen Scheibenwischer, der heute bei Neufahrzeugen gängig ist.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%