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Neuzulassungen Deutsche kaufen immer weniger Autos

In Deutschland sind erneut mehr Autos verkauft worden. Davon profitieren fast alle deutschen Hersteller. Allerdings werden immer weniger Neuwagen auf private Käufer zugelassen.

Das sind die Lieblingsautos der Deutschen
Minis: VW up!Der Lieblings-Mini-Wagen der Deutschen ist der VW up! 3027 Neuzulassungen (15,5 Prozent Anteil innerhalb der Segmentgruppe) zählte das Kraftfahrtbundesamt (KBA) im November. Insgesamt machte das Segment 7,9 Prozent der Neuzulassungen aus - ein Minus von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahres-Monat. Quelle: Volkswagen
Kleinwagen: VW PoloDer beliebteste Kleinwagen der Deutschen ist derzeit der Polo von Volkswagen. Auf ihn entfielen 7631 Neuzulassungen (19,4 Prozent Anteil innerhalb der Segmentgruppe). Insgesamt machten Kleinwagen 15,7 Prozent der neu zugelassenen Autos aus. Ein leichter Rückgang um 0,4 Prozent im Vergleich zum November 2013. Quelle: dpa
Kompaktklasse: VW GolfDer Golf ist und bleibt "das" Auto der Deutschen. Mit 24.661 Neuzulassungen im November schafft er locker Platz eins im Segment Kompaktklasse (38,4 Prozent Anteil). Auch insgesamt wurden am meisten Kompakte zugelassen: Sie machten im November 25,7 Prozent aus, das waren allerdings drei Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Quelle: dpa
Mittelklasse: Mercedes C-KlasseWagen der Mittelklasse machten im November 11,9 Prozent der Neuzulassungen aus - auch hier ein Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert um 2,8 Prozent. Als Sieger des Segments tut sich die C-Klasse von Mercedes hervor: sie brachte es mit 6883 Neuzulassungen auf einen Anteil von 23,1 Prozent in der Gruppe. Quelle: AP
Obere Mittelklasse: Audi A6Die Varianten A6, S6 und RS6 sind in der oberen Mittelklasse besonders beliebt: Das KBA zählte im November insgesamt 3727 Neuzulassungen (33,6 Prozent Anteil in der Gruppe). Wagen der oberen Mittelklasse machten aber nur 4,4 Prozent der Neuzulassungen aus, ein Rückgang um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Quelle: REUTERS
Oberklasse: Mercedes S-KlasseKlares Ergebnis: Mit 683 Neuzulassungen ist die S-Klasse die unerreichte Nummer eins (27,8 Prozent im Segment). Die Zulassungen in der Oberklasse machten im November ein Prozent aus. Das entspricht einem leichten Zuwachs im Vergleich zum November 2013 von 3,7 Prozent. Quelle: Daimler
SUV: Opel MokkaHier räumten die Rüsselsheimer im November ab: Im SUV-Segment steht Opel auf dem Siegertreppchen. 3373 Mokka wurden neu zugelassen und damit 12,1 Prozent im Segment. SUV vereinten die größte Zuwachsrate auf sich: Im Vergleich zum Vorjahresmonat konnte das Segment um satte 29,2 Prozent wachsen. Insgesamt entfielen 11,1 Prozent der Neuzulassungen im November auf diese Gruppe. Quelle: Opel

Der moderate Aufwärtstrend am deutschen Automarkt setzt sich fort. Mit 275.320 Neuwagen wurden 3,7 Prozent mehr Autos zugelassen als ein Jahr zuvor, wie das Kraftfahrtbundesamt am Dienstag in Flensburg mitteilte. Dabei konnten die deutschen Marken fast ausnahmslos zulegen. Seit Jahresbeginn stiegen die Neuzulassungen um 3 Prozent auf knapp 2,6 Millionen Einheiten, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) in Berlin berichtete.

Die größten Gewinner im deutschen Automarkt

Der zaghafte Aufschwung am deutschen Automarkt ist allerdings allein dem gewerblichen Flottengeschäft zu verdanken. „Die Kaufbereitschaft der privaten Kunden im Gesamtmarkt ist im Oktober mit knapp 96.000 Neuzulassungen um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurückgegangen“, erklärte der Importeursverband VDIK in Bad Homburg. Laut KBA stieg der Anteil gewerblicher Zulassungen auf 65,2 Prozent an.

Der Privatmarkt bleibe in den ersten zehn Monaten des Jahres rückläufig. „Es sind die nach wie vor investitionsfreudigen Unternehmen, die den deutschen Automarkt derzeit vor einem Absturz bewahren“, sagte Ernst&Young-Experte Peter Fuß: Die Zulassungen auf gewerbliche Halter stiegen um neun Prozent auf etwa 179.500.

Welche Marken wachsen - und welche nicht

Trotzdem können sich etwa Porsche (+35,8 Prozent) und Mini (+13,4 Prozent) über zweistellige Zuwächse im Oktober freuen. Auch Audi (+5,7 Prozent), Opel (+4,4 Prozent), Mercedes (+3,0 Prozent) und BMW (+1,5 Prozent) konnten den Absatz nach den KBA-Zahlen steigern. Lediglich Smart (-53,8 Prozent) und Ford (-6,7 Prozent) verloren. Der VW-Absatz stagnierte auf hohem Niveau: Die Marke behauptete mit 22,5 Prozent den größten Anteil an den Neuzulassungen.

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Zudem profitieren deutsche Hersteller von der wachsenden Auslandsnachfrage. Die Exporte aus deutschen Werken stiegen im Oktober um drei Prozent auf 364.200 Autos, berichtete der VDA. Viele Abnehmer fanden die Autobauer zuletzt in China und den USA, während in Brasilien und Russland die schlechte Wirtschaftslage bremste. Auch manche europäischen Länder erholten sich nur mühsam, sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann. „Es gibt Luft nach oben.“ Weil auch die Aufträge aus dem Ausland wuchsen, bleibt die Branche aber zuversichtlich, dass die Ausfuhren auch in den kommenden Monaten leicht zulegen werden.

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