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Nutzfahrzeuge VW-Tochter Traton gibt Chef und Finanzvorstand den Laufpass

Der Nutzfahrzeugebauer gehört mehrheitlich dem Volkswagen-Konzern, der Lkw-Marken wie Scania, MAN oder den US-Hersteller Navistar unter dem Dach der Münchner gebündelt hat. Quelle: REUTERS

Unter dem Dach von Traton hat Volkswagen seine Nutzfahrzeugtöchter gebündelt. Nach dem Börsengang und der Übernahme des US-Herstellers Navistar verkündet das börsennotierte Unternehmen nun gleich zwei Wechsel auf oberster Ebene.

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Die Volkswagen-Nutzfahrzeugtochter Traton setzt ihren Vorstandsvorsitzenden und ihren Finanzchef vor die Tür. Matthias Gründler, der Mitte 2020 den Posten des damaligen Traton-Chefs Andreas Renschler übernommen hatte, werde das Unternehmen Ende September verlassen, teilte Traton am Mittwoch nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Sein Nachfolger wird Scania-Chef Christian Levin. Dieser solle ab Oktober beide VW-Töchter gleichzeitig führen.

Levin sei eine starke Führungskraft, die das nächste Kapitel der Gruppe umsetzen werde, sagte Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch. „Er hat meine volle Unterstützung, den Weg zu stärkerer Rentabilität und Wachstum zu gestalten.“ Im Sommer 2020 hatte sich Traton Knall auf Fall von Renschler getrennt, der 2019 das Unternehmen an die Börse geführt hatte. Traton holte damals Gründler zurück, der bis 2018 dort Finanzchef gewesen war.

Traton-Finanzchef Christian Schulz geht ebenfalls zum 30. September, wie Traton mitteilte. Seinen Posten übernimmt Annette Danielski, die seit Oktober 2018 den Bereich Konzernfinanzen bei Traton leitet. Über Schulz' Weggang war bereits in Medien spekuliert worden. Er hatte den Börsengang maßgeblich organisiert. Der Nutzfahrzeugebauer gehört mehrheitlich dem Volkswagen-Konzern, der Lkw-Marken wie Scania, MAN oder den US-Hersteller Navistar unter dem Dach der Münchner gebündelt hat. Unter Gründler einigte sich Traton im vergangenen Jahr auf die Übernahme von Navistar, einem Konkurrenten der Daimler-Tochter Freightliner.



Der künftige Traton-Chef Levin kündigte an, bis Ende des Jahres einen umfassenden Plan vorzulegen und nannte dabei etwa den Trend zu elektrischen Fahrzeugen, die Integration von Navistar und weitere Investitionen in China. Zudem soll durch Modularisierung mehr Geld gespart werden. Diese Strategie verfolgt der VW-Konzern auch bei Personenwagen. Auch die neue Finanzchefin Danielski erklärte, eine ihrer ersten Aufgaben sei die vollständige Integration von Navistar.

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