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Oldtimer Das Geschäft mit historischen Autos blüht

Exklusiv

Angesichts niedriger Guthabenzinsen boomt in Deutschland das Geschäft mit historischen Autos. Die Branche erwirtschaftet 2,6 Milliarden Euro im Jahr

Diese Modelle werden 2015 Oldtimer
Kultsportler, Cabriolets und Katalysatoren - Die H-Kennzeichen-Klassiker des Jahres 2015 Quelle: BMW
Schlagzeilen machten im IAA-Jahr 1985 weniger die vernunftbetonten Autos, sondern vielmehr die vielen V-Max-Racer einer völlig neuen Vierventil-Fraktion mit Leistungskurven, die scheinbar Luzifers Lockruf folgten ... Quelle: Presse
Allen voran der dieserart aufgerüstete Altstar Lamborghini Countach S Quattrovalvole, der mit 455 PS exakt fünf PS mehr aufbot als der Vierventiler im neu vorgestellten Porsche 959. Quelle: Presse
...der Vierventiler im neu vorgestellten Porsche 959 Quelle: Porsche
Auch sonst war Maranello nicht mehr das Maß der Dinge, wenn es  um Tempo ging. Katapultierte der neue Vierventil-Sechszylinder im BMW M5 den Viertürer doch in der neuen Supersportwagenzeit von 6,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Quelle: Screenshot
Kaum langsamer war das 16-V-Kraftwerk in der IAA-Weltpremiere BMW M3. Quelle: Presse
Ziviler und deutlich erschwinglicher: Golf GTI 16V Quelle: Volkswagen

Das eigentlich auf Tuning von Mercedes-Fahrzeugen spezialisierte Unternehmen Brabus investiert massiv in das Geschäft mit Classic Cars und hat dazu am Standort Bottrop 3,5 Millionen Euro in ein neues Werk investiert, in dem Oldtimer gewartet und restauriert werden. Porsche Classic erwirtschaftete 2014 mit Reparaturen und Restaurierung sowie Bestellungen von Originalersatzteilen einen Rekordumsatz von rund 100 Millionen Euro. „Wir sind bis Ende 2016 komplett ausgebucht“, sagte Alexander Fabig, der Leiter des Kundenzentrums, der WirtschaftsWoche.

Rund 650.000 Autos sind derzeit allein in Deutschland als Oldtimer zugelassen. In der Studie „Wirtschaftsfaktor Young- und Oldtimer“ schätzt die Kölner Unternehmensberatung BBE Automotive die jährliche Ausgaben pro Fahrzeug auf rund 4.000 Euro pro Fahrzeug und den Gesamtmarkt auf ein Umsatzvolumen von rund 2,6 Milliarden Euro. Eingerechnet sind die Ausgaben der Fahrzeugbesitzer für Reparaturen, Wartungen und Restaurierungen, aber auch für Versicherungen und die Unterbringung der über 30 Jahre alten Autos sowie für den Kauf von historischen Accessoires und Reisen.

„Für Autohäuser und freie Werkstätten bieten sich hier neue Betätigungsfelder, die das Image positiv prägen und neue Ertragschancen schaffen“, sagte Markus Frömgen vom Kölner Beratungsunternehmen BBE Automotive der WirtschaftsWoche.

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