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Opel-Chef Sedran "Wir dürfen nicht so viele Kompromisse machen"

Exklusiv
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Gemeinschaftsprojekte mit PSA

Sehr positiv. Unser Konfigurator im Internet wurde bereits über 200.000 Mal aufgesucht, über 30.000 Fahrzeuge wurden dabei virtuell zusammengestellt. Zur Zahl der Bestellungen kann ich noch nichts sagen - das Auto kommt erst im Januar in den Handel. Wir haben mit dem Adam jedenfalls ein Modell, das viel Potenzial hat, um im Kleinwagensegment und mit weiteren Derivaten ordentlich Geld zu verdienen.

Eckdaten zum Opel Adam

Hilft dabei auch die Allianz mit PSA?

Von der profitieren beide Seiten stark, weil wir zum Beispiel im Einkauf europäische Volumina zusammenlegen. Derzeit verhandeln wir gemeinsame Entwicklungsprojekte.

Über eine gemeinsame Produktion...

...sprechen wir noch nicht. Erst einmal wollen wir die Entwicklungsaufträge fertig kriegen und die geplanten Autos 2016/2017 perfekt in den Markt bringen.

Das kann ich klar dementieren. Die Qualität der Gespräche ist wirklich gut. Und die betriebswirtschaftlichen und technischen Vorteile sind so groß, dass wir die Verhandlungen über die gemeinsame Entwicklung von Fahrzeugen sicher bald erfolgreich abschließen können.

Opel hat mit Peugeot und Citroen ein Problem gemeinsam - die starke Abhängigkeit vom europäischen Automarkt. Wird sich das bei Opel in Zukunft ändern?

Alle Autohersteller sind derzeit gefordert, ein Geschäftsmodell zu entwickeln, mit dem sie in Europa kein Geld verlieren. Der Markt ist sehr wettbewerbsintensiv und wächst nur noch in einigen Segmenten. Wir haben eine Exportstrategie, sind dieses Jahr nach Australien gegangen, könnten uns vorstellen, zum Beispiel in Nordafrika mehr zu machen. Für mich ist aber Russland der Markt, in dem wir deutlich mehr machen müssen, wo wir als deutsche Marke einen guten Ausgangspunkt haben. Gleiches gilt für die Türkei.

Und China?

Wir exportieren ja etwa 5000 Autos jährlich nach China.

In Arbeit
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Daraus könnte man mehr machen.

Es ist ein Märchen, sein Heil in China zu suchen. In China kann nur erfolgreich sein, wer dort auch produziert. Das hilft Werken in Europa herzlich wenig. Wir arbeiten an einem Konzept, um unsere Verkäufe in China zu erhöhen. Wir haben dazu einige gute Ideen.

Abschlussfrage: Wird Opel in 10 Jahren noch existieren?

Wenn ich daran nicht felsenfest glauben würde, säße ich nicht hier. Wir haben einen klaren Zehnjahresplan, mit dem wir zu alter Stärke zurückkehren wollen. Wir wollen die zweitgrößte Pkw-Marke in Europa werden; momentan sind wir bekanntlich noch die Nummer 3. Wir werden noch mehr emotionale, technisch herausragende Fahrzeuge bauen, ziemlich sicher sogar mit mehr Baureihen als heute. Und  wir werden damit profitabel sein. Wir sind hier auf einem guten Weg. Und das neue Führungsteam beweist: Was wir versprechen, lösen wir auch ein.

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