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Opel-Chef Sedran "Wir dürfen nicht so viele Kompromisse machen"

Exklusiv
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Was aus anderen Opel-Werken wird

Opels neue Frischluft-Offensive
Ab Anfang des nächsten Jahres bietet Opel seinen Frischluftfans wieder ein Cabrio an. Der neue Cascada ist ein klassischer Viersitzer und gehört mit seinen knapp 4,70 Meter in die Mittelklasse. Mit der leicht geneigten A-Säule und dem fließenden Übergang zwischen Karosserie und Stoffverdeck will der Cascada an die glamourösen Cabrio-Zeiten der 50er- und 60er-Jahre erinnern. Quelle: PR
Als Basis-Motor für den Cascada ist der 1,4-Liter Turbobenziner in zwei Leistungsstufen erhältlich. Er leistet 88 kW/120 PS oder in der stärkeren Variante 103 kW/140 PS. Die Kraftübertragung erfolgt bei beiden Versionen über ein manuelles Sechsgang-Getriebe. Auf Dieselseite lässt sich der 121 kW/165 PS starke 2.0 CDTI mit manueller Sechsgang-Schaltung oder mit Sechsstufen-Automatik kombinieren. Quelle: PR
Das Verdeck lässt sich elektrisch in 17 Sekunden öffnen oder schließen. Dies ist möglich bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h. Quelle: PR
Zur Vergrößerung der Ladefläche können die Rücksitzlehnen fernentriegelt und im Verhältnis 50:50 umlegt werden. Quelle: PR
Das Fahrzeug besteht zum Großteil aus Stahl, um bei einem Unfall Deformierungen zu widerstehen. Im Falle eines Überschlags fahren in Sekundenbruchteile automatisch Sicherheitsstäbe hinter den Rücksitzen heraus. Dies geschieht ebenso bei einer schweren Kollision, sobald die Airbags auslösen. Fahrer- und Beifahrersitz verfügen zudem über aktive Kopfstützen sowie doppelte Gurtstraffer. Quelle: PR
Gekreuzte Unterbodenstahlträger und verstärkte Seitenschweller sollen für Verwindungssteifigkeit und der Vibrationsreduzierung dienen. Dazu kommen noch diagonal verbaute Stahlstreben in den Türen, Verstärkungen im Bereich der Gürtellinie und in den A-Säulen. Quelle: PR
Zu den Besonderheiten des Cascada zählen unter anderem das adaptive Sicherheitslichtsystem AFL+ mit bis zu zehn automatischen Lichtfunktionen und die Frontkamera. Die hat Opel um Abstands- und Kollisionswarner aufgepeppt. Der Parkassistent, der Toter-Winkel-Warner und der Berganfahrassistent sollen für zusätzliche Sicherheit beim Fahren sorgen. Quelle: PR

Wie viele von den heute 3400 Arbeitsplätzen bei Opel in Bochum bleiben erhalten?

Im Warenverteilzentrum arbeiten heute 430 Menschen, in Zukunft werden es wahrscheinlich mehr sein, denn wir planen einen Ausbau. Bei der möglichen Komponentenfertigung reden wir ebenfalls von einer dreistelligen Zahl an Arbeitsplätzen. Wie viele Jobs ein zusätzliches Drittgeschäft schafft, kann ich heute noch nicht sagen. Dazu haben wir eine Arbeitsgruppe „Bochum Perspektive 2022 gegründet, in der Politik, Arbeitnehmervertreter und wir gemeinsam nach Lösungen suchen. Wir haben nun jedenfalls 48 Monate Zeit, um die sozialen Folgen für Bochum und die Region so verträglich wie möglich zu gestalten.

Schauen wir nach vorn: Hat GM Europe nach der Schließung der Werke Antwerpen und Bochum die richtige Größe?

Aus meiner Sicht ja. Im Jahr 2016, wenn sich die Märkte erholt haben, sollten wir wieder eine vernünftige Auslastung in unseren europäischen Werken haben. Um das zu erreichen, überlegen wir auch, Produktionsvolumen aus anderen Regionen nach Europa zu holen. Ich bin zuversichtlich, dass wir in diesem Zeitraum mit Modellen wie unserem SUV Mokka, dem Lifestyle-Stadtwagen Adam und den anderen geplanten neuen Modellen  unsere Marktanteile stabilisieren und sogar ausbauen werden.

Die Schließung weiterer Produktionsstätten würden Sie ausschließen?

Ja! Wir haben in den vergangenen neun Monaten zusammen mit der Konzernzentrale viele Weichen neu gestellt, um die Strukturkosten in den Griff zu kriegen und die Zukunft der Marke Opel langfristig zu sichern. GM braucht Opel in Europa.

Auf dem europäischen Markt gibt es genug Raum für Opel und Chevrolet. Andere Hersteller sind hier teilweise mit noch mehr einzelnen Marken vertreten. Es gibt überhaupt keinen Grund, weshalb das bei GM nicht auch klappen sollte.

Ihr Langfristplan Drive 2022 sieht vor, Opel mittelfristig wieder profitabel zu machen. Wie groß ist Ihre Zuversicht, dass dies gelingt?

Wir sind uns sicher, dass wir zur Mitte der Dekade wieder die Gewinnschwelle erreichen werden. Denn unser Zehnjahresplan basiert nicht auf dem Prinzip Hoffnung. Wir planen sehr konservativ und rechnen für kommendes Jahr mit einem weiteren Rückgang der Nachfrage in Europa. Aber unser Restrukturierungsplan trägt bereits erste, starke Früchte: Wir haben unsere Lagerbestände dieses Jahr deutlich reduziert, ebenso wie unsere Materialkosten. Das hat viel Cash in die Kassen gespült. Wir haben unsere Einsparungen im IT-Bereich realisiert, ebenso wie bei den Energiekosten. Wir drehen jeden Stein um und werden jeden Tag besser.

Auch im Verkauf? Wie schlagen sich die neuen Modelle?

Für den Mokka, der im Oktober in den Handel kam, haben wir bereits über 63.000 Bestellungen. Das zeigt mir: Wir können es! Wir sind auf einem guten Weg- und dürfen in Zukunft nicht mehr so viele Kompromisse machen.

Opel Mokka - Das SUV für Radfahrer
Dank des Mokka gibt es bei den Opel-Mitarbeitern endlich wieder Grund für lachende Gesichter. Schon vor der Händler-Premiere im Oktober lagen mehr als 40.000 Bestellungen des kleinen SUV in Eurpa vor. Besonders in Deutschland ist die Nachfrage des ab 18.990 Euro erhältlichen Mokka hoch.  Dieser erste Erfolg lässt die Opel-Verantwortlichen auf eine bessere Zukunft hoffen, denn mit dem Stadtflitzer Adam und einem neuen Cabrio wollen sie im ersten Halbjahr des nächsten Jahres auf die Erfolgsspur zurückkehren. Quelle: PR
Der Opel Mokka ist der erste Klein-SUV eines deutschen Herstellers. In diesen stark wachsenden Markt steigt Opel mit dem Mokka in der 1,6-Liter-Benziner-Version mit 85 kW/115 PS ein. Zwei weitere Varianten mit 103 kW/140 PS als Turbo-Benziner und der 96 kW/130 PS starke1,7-Liter-Diesel runden das Motorenprogramm ab. Und weil längst nicht mehr alles, was SUV heißt, auch im Gelände bewegt wird, kann der 4,28 Meter lange Fünfsitzer wahlweise als Fronttriebler oder mit Allradantrieb geordert werden. Quelle: PR
Der Opel Mokka wirbt aber im Segment der Kleinst-SUV nicht allein um Kunden. Neben den bekannten Wettbewerbern, wie Fiat Panda 4x4 und verschiedenen Suzuki-Modellen, melden auch die Konzernschwestern aus den USA mal wieder Ansprüche an. So hat Chevrolet mit dem Trax viel vor, der technisch auf dem Mokka basiert. Das kompakte SUV rangiert mit einer Länge von 4,22 Metern unterhalb des Captiva, soll aber ebenfalls fünf Personen auf erhöhten Sitzen ausreichend Platz bieten. Die Motorenpalette besteht aus einem 1,4-Liter-Turbobenziner, einem 1,6-Liter-Benzinmotor und einem 1,7-Liter-Turbodiesel. Der  Trax  bietet einen 358-Liter-Kofferraum und ein maximales Ladevolumen von 1.370 Litern. Alle  Trax  sind mit sechs Airbags und Berganfahrhilfe ausgerüstet. Anhänger-Stabilitätsprogramm und Bergabfahrhilfe sind in der Ausstattungslinie „LT“ serienmäßig. Quelle: PR
Gebaut wird der Mokka in Korea, zusammen mit seinem Schwestermodell Chevrolet Trax, das nächstes Frühjahr an den Start geht. Dennoch legt Opel gesteigerten Wert darauf, dass der Mokka sich deutlich vom Chevy unterscheidet und auch andere Kunden ansprechen wird. "Wir haben den Mokka durch und durch europäisch abgestimmt", sagt Chef-Ingenieur Marcus Lott. Dies soll sich nicht nur in einem höherwertigen Innenraum, sondern auch in einem präzisen Handling und besserem Komfort widerspiegeln. Quelle: PR
Buick zeigte auf der North American International Auto Show in Detroit im Januar 2012, dass auch die Amerikaner durchaus in der Lage sind, kleinere SUVs zu bauen. Encore nennt sich das Modell, das zu Beginn des Jahres 2013 auf den Markt kommen soll. Das 4,28 Meter lange Fahrzeug wird von einem 1,4-Liter-Turbobenziner mit für die USA bescheidenen 103 kW / 140 PS angetrieben. Dafür gibt es serienmäßig zehn Airbags. Trotz der kompakten Maße bietet der Kofferraum 533 Liter Stauvolumen, bei umgeklappten Sitzen sind es 1.372 Liter. Spätestens hier wird deutlich, das neben der Fahrzeuglänge schon wieder ein Wert mit dem des Mokka  von Opel identisch ist. Die gemeinsame Konzernmutter General Motors macht’s möglich. Buick hatte sich schon bei seinem Modell Regal in Rüsselsheim und beim Insignia bedienen dürfen. Quelle: PR
Ein wenig Kritik müssen die Rüsselsheimer sich bei den ersten Fahrpräsentationen für die Laufkultur des Selbstzünders gefallen lassen. Der Vierzylinder-Diesel mit 96 kW/130 PS fährt nicht mehr auf Höhe der Zeit, nervt mitunter durch ein Brummen im Bereich von 3500 U/min. Die bessere Wahl ist da momentan der 1,4-Liter-Turbobenziner mit 103 kW/140 PS. Die Einstiegsversion hat 1,6 Liter und 85 kW/115 PS. Alle Motoren besitzen eine Start-Stopp-Funktion. Komplett neue Aggregate verspricht Opel erst ab Ende nächsten Jahres. Quelle: PR
Hinter den Passagieren bleiben 356 Liter Kofferraumvolumen. Kein Bestwert, aber gutes Mittelmaß. Soll größeres Gepäck mit, lassen sich die Rücksitze geteilt umklappen und es entsteht eine durchgängig ebene Ladefläche – was bei SUV nicht immer selbstverständlich ist. Das maximale Volumen steigt so auf 1.372 Liter. Quelle: PR

Welche meinen Sie?

Früher hat man zu oft gesagt: Passt schon. Da hat man bei Fahrzeugen die Preisbereitschaft für einen Opel falsch eingeschätzt, Technologien und Kosten reingepackt, für die es keinen ordentlichen Return gab. Mokka und Adam sind da viel präziser positioniert worden. Die richtigen Modelle sind der Schlüssel zum Erfolg. Und wir haben dieses Jahr sechs neue Modelle in den Handel gebracht, so viele wie nie zuvor in unserer 150-jährigen Geschichte. Von 2012 bis 2016 bringen wir insgesamt 23 neue Modelle und 13 neue Motoren auf den Markt.

Planen Sie die langen Lieferzeiten beim Mokka durch eine Produktion des Autos in Eisenach zu verkürzen?

Kurzfristig ist das nicht machbar, weil man für das Auto Werkzeuge braucht. Aber wir überlegen in der Tat Maßnahmen, um die Lieferzeiten zu verkürzen. Generell gilt bei GM das Credo: Build where you sell. Eisenach wird durch den Adam anständig ausgelastet – dem einzigen Auto in diesem Segment, das nicht nur in Deutschland entwickelt wurde, sondern auch hier produziert wird.

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