Opel-Mutter Bericht belastet GM in Zündschloss-Skandal

Seit wann wusste General Motors von den defekten Zündschlössern? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Gerichte. Jetzt setzt ein Zeitungsbericht die Opel-Mutter weiter unter Druck.

Im Zündschloss-Skandal bei General Motors (GM) gerät der Autokonzern durch einen Zeitungsbericht zusätzlich unter Druck. Quelle: AP

Im Zündschloss-Skandal bei General Motors (GM) gerät der Autokonzern durch einen Zeitungsbericht zusätzlich unter Druck. Laut "Wall Street Journal" ordnete die Opel-Mutter bereits knapp zwei Monate vor ihrer Warnmitteilung an die Sicherheitsbehörden den Austausch von einer halben Million Zündschlössern an. Dies gehe aus einem Email-Verkehr zwischen GM und dem Zulieferer Delphi hervor. Die Schreiben datierten von Mitte Dezember 2013. Erst im Februar 2014 gab das Unternehmen seinen Rückruf bekannt. Von GM und Delphi waren am Sonntag zunächst keine Stellungnahmen zu bekommen.

General Motors: Chronologie der Zündschloss-Affäre

GM hat in der Angelegenheit 2,6 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen. Bei den Wagen bestand die Gefahr, dass der Zündschlüssel unbeabsichtigt in die Aus-Position springt. Dadurch könnte während der Fahrt der Motor ausgehen und elektronische Systeme wie Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags abschalten.

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Der Skandal ist besonders brisant, weil der Defekt im Konzern schon seit Jahren bekannt war.

Bislang sind in 61 Fällen Schadenersatzforderungen als berechtigt anerkannt worden. In 30 Fällen kamen Menschen ums Leben, in 31 kam es zu Verletzungen. Ein erster Prozess gegen GM in diesem Zusammenhang soll am 11. Januar beginnen. Dabei geht es auch um andere Sicherheitsprobleme.

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