Opel Russland ist ein wichtiger Zukunftsmarkt

Nach Ansicht von General-Motors-Chef Dan Akerson ist Russland einer der wichtigsten Zukunftsmärkte für die angeschlagene Tochter Opel. Im vergangenen Jahr hat Opel dort 80.000 Fahrzeuge verkauft.

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Wie kein anderer deutscher Auto-Hersteller hat Opel die Expansion ins Ausland verschlafen, will dies nun aber ändern. Vor allem in Russland erhofft sich der seit Jahren schwächelnde Konzern die nötigen Impulse. "Für Opel ist Russland von großer Bedeutung. Denn schon in wenigen Jahren könnte der russische Markt größer werden als der deutsche", sagte der Chef der US-Mutter General Motors, Dan Akerson, laut Vorabmeldung in einem Interview mit der "Bild am Sonntag". Opel-Chef Karl Thomas Neumann ergänzte: "In Russland haben wir im vergangenen Jahr über 80.000 Fahrzeuge verkauft. Wir sind fast doppelt so schnell gewachsen wie der Markt." Auch in der Türkei laufe es gut.

So stand es 2014 um Opel


Neumann betonte, Opel werde nicht von GM gehindert, seine Fahrzeuge, die im Gegensatz zu VW oder BMW keinen besonders guten Ruf genießen, ins Ausland zu verkaufen. Während andere Hersteller aber etwa vom rasanten Wachstum in China profitiert haben, spielt Opel dort nur eine Statistenrolle. Um im Reich der Mitte größer zu werden, müssten Hunderte Millionen Euro investiert werden, so Neumann. Deshalb gebe es andere Prioritäten: "Vergangenes Jahr sind wir in Australien, Chile und Singapur gestartet. Dieses Jahr haben wir in den Vereinigten Arabischen Emiraten weitergemacht."

Akerson hatte am Mittwoch angekündigt, der US-Konzern werde bis 2016 vier Milliarden Euro in Deutschland und Europa investieren. Am Ende der Autofertigung im Werk Bochum Anfang 2015 hält GM aber fest. Die Investitionen sollen vor allem in neue Modelle und Motoren fließen. Opel will so auf dem schrumpfenden europäischen Markt Anteile zurückgewinnen. GM macht in Europa seit Jahren Verluste. Allein 2012 schlug ein operatives Minus von 1,8 Milliarden Dollar (1,3 Mrd. Euro) zu Buche.

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