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Peter Christian Küspert „Das Trendauto ist ein Opel-Kleinwagen“

Der neue Vertriebsvorstand von Opel, Peter Christian Küspert, über die Absatzerfolge der Modelle Adam und Mokka.

Peter Christian Küspert, seit 1. November Vorstand für den Vertrieb von Opel und Vauxhall in Europa, sieht noch Potential für den Vertrieb des Opel ADAM in Südeuropa. Quelle: General Motors

Herr Küspert, Sie haben am 1. November die Verantwortung für den Vertrieb von Opel und Vauxhall übernommen. Wie läuft das Geschäft?

Küspert: Allmählich wieder besser. Vor allem der ADAM macht uns derzeit viel Freude. Noch keine neun Monate auf dem Markt liegen uns schon rund 55.000 Bestellungen für den Kleinwagen vor. Und unser Lifestyle-Mini passt auch gut unter Weihnachtsbäume, da hoffen wir zum Jahresende noch auf einen zusätzlichen Schub. Besonders erfolgreich sind wir in Deutschland, wo wir im Oktober das Jahresabsatzziel von 20.000 Einheiten fast schon erreicht haben. In ganz Europa haben wir bis Oktober bereits 40.000 Einheiten verkauft.

Zur Person Küspert

Der Adam scheint vor allem bei Frauen und jungen Fahrern gut anzukommen.

Küspert: Unsere Analysen, aber auch die Rückmeldungen unserer Händler,  zeigen ganz deutlich, dass dank des ADAM zahlreiche neue Kunden in die Ausstellungsräume kommen, auch von Premiumwettbewerbern, darunter viele Frauen und junge Leute.  Das ist eine durchaus anspruchsvolle Klientel, die andere Schwerpunkte beim Autokauf hat. Beispielsweise den Wunsch bester Vernetzung mit dem Smartphone. Unsere Beobachtungen decken sich übrigens mit den Ergebnissen der jüngsten ARAL-Studie zum Käuferverhalten, bei denen unsere Kleinwagen gegenüber der Konkurrenz in der Beliebtheit steigen und mehr Frauen als Männer die Marke Opel bevorzugen. Das Trendauto ist ein Opel-Kleinwagen, sagt die Studie. Das höre ich natürlich gern. Diese Chance müssen wir nutzen.

Die rentabelsten Autokonzerne der Welt
Platz 15 - Peugeot/Citroën (PSA) - Frankreich - EBIT-Marge: -0,2 ProzentMit einem strikten Sparprogramm haben die Franzosen ihre Angestellten auf die Barrikaden gebracht. Doch die Einsparungen haben zumindest die Verluste reduziert. Unterm Strich schreiben die Franzosen aber weiter rote Zahlen. Quelle: Center of Automotive Management (CAM), Datenbasis 1. - 3. Quartal 2013) Quelle: AP
Platz 14 - Fiat-Chrysler - Italien/USA - EBIT-Marge: 4,0 ProzentDas italienisch-amerikanische Doppel landet auf den hinteren Plätzen. Das liegt vor allem an Fiat. Die Italiener haben weiter mit den Problemen in Europa zu kämpfen und auch die Wiederbelebung von Alfa Romeo lässt noch aus sich warten. Quelle: AP
Platz 13 - Nissan - Japan - EBIT-Marge: 5,2 ProzentNissan-Chef Carlos Ghosn schaut zurecht skeptisch: Die Japaner fahren zwar Gewinne ein, doch haben mit Renault weiterhin einen kriselnden Partner und auch die eigene Rendite ist im Jahresvergleich geschrumpft. Quelle: rtr
Platz 12 - Mitsubishi - Japan - EBIT-Marge: 5,3 ProzentDie Japaner schauen wieder nach oben. Langsam erholt sich der Konzern von der Erdbeben-Katastrophe und ihren Folgen. Die Rendite legt leicht zu. Dazu tragen auch Verkaufsschlager wie der SUV Outlander (FOTO) bei. Quelle: dpa
Platz 11 - Mazda - Japan - EBIT-Marge: 5,6 ProzentIm Verhältnis konnte nur ein Autokonzern noch mehr bei der Rendite zulegen als die Japaner. In der ultramodernen Fabrik im südwestjapanischen Hofu, läuft alle 54 Sekunden ein Fahrzeug vom Band. Quelle: AP
Platz 10 - Honda - Japan - EBIT-Marge: 5,8 ProzentRelativ konstant entwickelt sich die Marge bei Honda. Die Japaner punkten vor allem wieder auf dem US-Markt und landen so im Vergleich zur internationalen Konkurrenz im Mittelfeld. Quelle: dpa
General Motors Quelle: AP

Ist die starke Nachfrage nach dem Adam nur ein Strohfeuer oder geht die Erfolgsgeschichte im kommenden Jahr weiter?

Küspert: Der ADAM hat sicher noch viel Potential. Wenn der Markt in den südeuropäischen Ländern wieder anspringt, werden wir sicher auch dort noch erheblich zulegen können. Eine neue Variante wird dem Auto kommendes Jahr zusätzlichen Schwung geben und dank unseres Millionen-Investments in die Eisenacher Lackiererei sind wir zukünftig in der Lage, individuelle Kundenwünsche noch schneller zu erfüllen. Fahrzeuge mit guter Ausstattung und zweifarbiger Lackierung sind beim ADAM gefragt – wir hatten damit gerechnet, aber die Realität übertrifft sogar noch unsere Erwartungen.

In Eisenach wird nicht nur der ADAM gebaut, sondern auch der Corsa. Die Nachfrage nach diesem Modell ist derzeit verhalten. Werden Sie die Produktion in Eisenach entsprechend anpassen?

Küspert: Unser Werk in Eisenach ist hochflexibel.

In Arbeit
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Zweites Zugpferd von Opel ist derzeit der Mokka. Wie sehen hier die Zahlen aus?

Küspert: Seit Verkaufsstart haben rund 145.000 Kunden den Mokka bestellt - eine absolute Erfolgsgeschichte. Deshalb haben wir ja auch entschieden, dass das Werk im spanischen Saragossa die Produktion des erfolgreichen kleinen SUV in der zweiten Jahreshälfte 2014 aufnehmen wird, sodass wir die Wünsche des europäischen Marktes noch besser erfüllen können - bislang wird der Mokka in unserem Werk in Korea gebaut. Allein in diesem Jahr haben wir europaweit schon mehr als 71.000 Neuzulassungen verbuchen können.

GM setzte 2012 in Europa rund 1,05 Millionen Fahrzeuge ab. Wagen Sie schon eine Prognose für das Gesamtjahr 2013?

Küspert: Prognosen sind in einem hart umkämpften Umfeld schwierig. Wir freuen uns, dass wir die einzige der Top-5-Marken in Europa sind, die in 2013 ihren Marktanteil stabilisieren konnte.

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