WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Pkw-Geschäft Daimler hält Rendite über 10-Prozent-Marke

Weder der mauere Automarkt in China noch Schwächen im Lkw-Geschäft konnten Daimler im dritten Quartal bremsen. Der Autobauer steigerte seine Umsätze um 13 Prozent auf 37,3 Milliarden Euro.

VW bleibt trotz Dieselgate vor Toyota
Toyota – 1. Halbjahr 2016Der japanische Branchenprimus, zu dem auch der Kleinwagenbauer Daihatsu Motor und der Nutzwagenhersteller Hino Motors gehören, verkaufte zwischen Januar und Juni global 4,99 Millionen Autos. Das ist ein Rückgang zum Vorjahreszeitraum von 0,6 Prozent. Die ganze Halbjahres-Bilanz auch mit Umsatz- und Gewinnkennzahlen legt der japanische Konkurrent am 4. August vor. Quelle: AP
Volkswagen (Konzern) – 1. Halbjahr 2016Krise? Welche Krise? Die Abgas-Affäre scheint die Auslieferungen bei Volkswagen nicht zu bremsen. Pünktlich zum Halbjahr setzt sogar die schwächelnde Kernmarke zur Wende an. Mit 2,925 Millionen verkauften Volkswagen blieb die Marke zwar knapp unter dem Vorjahresergebnis, die Tendenz im Juni zeigte aber um fast fünf Prozent nach oben. Mit dem starken Juni stehen nach sechs Monaten die Zeichen bei den Verkäufen klarer als zuvor auf Zuwachs: 5,12 Millionen Fahrzeuge – vom VW-Up bis zum schweren Scania-Lkw – sind 1,5 Prozent Verbesserung im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015. Trotz Diesel-Krise steuert der Konzern damit 2016 bisher auf ein Auslieferungsplus zu. Nach fünf Monaten Ende Mai hatte der Zuwachs lediglich bei 0,8 Prozent gelegen. Zumindest als Momentaufnahme scheint der Autobauer damit zehn Monate nach dem Ausbruch der Diesel-Krise eine Durststrecke zu verlassen. Quelle: dpa
BMW – 1. Halbjahr 2016Zwischen Januar und Juni diesen Jahres wurden weltweit 986.557 BMW verkauft. Damit konnten die Münchner im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Prozent zulegen. Allein im Juni stieg der Absatz um 9,7 Prozent auf 189.097 – mit den Marken Mini und Rolls-Royce kommt der Konzern sogar auf 227.849 Autos (+9,1 Prozent). Für das Plus sorgte demnach vor allem die hohe Nachfrage in Europa und Asien. In den USA dagegen schrumpfte der Absatz. Mit den knapp 190.000 Fahrzeugen im Juli lag BMW vor den beiden Dauer-Konkurrenten Audi (169.000 Autos) und Mercedes (188.444 Fahrzeuge). Doch wie sieht es im gesamten ersten Halbjahr aus? Quelle: dpa
Audi – 1. Halbjahr 2016Zumindest Audi konnte BMW hinter sich lassen. Die Ingolstädter konnten zwar zulegen, mit 5,6 Prozent fiel das Wachstum aber geringer aus als bei der Konkurrenz aus München – genauso die absolute Zahl an Auslieferungen von 953.200 Fahrzeugen. Dennoch ist die Bilanz für Audi positiv. Man habe den Absatz in allen Weltregionen steigern können, sagte Vertriebsvorstadn Dietmar Voggenreiter. Spaß-Modelle wie das TT Cabrio im Bild tragen traditionell wenig zum Volumen bei. Zu den größten Treibern gehörten die Baureihen A4 mit einem Plus von 12,3 Prozent und das Oberklasse-SUV Q7, das es nach dem Modellwechsel im Vorjahr auf ein Plus von satten 73,6 Prozent bringt. Auch für das zweite Halbjahr ist Voggenreiter optimistisch: Dann stehen die Premieren des überarbeiteten A3 und der komplett neuen Baureihen A5 und Q2 an. Quelle: obs
Daimler – 1. Halbjahr 2016BMW und Audi waren gut, Mercedes war besser. So lässt sich das erste Halbjahr zusammenfassen – sowohl beim Wachstum als auch beim Absatz konnte die Marke mit dem Stern die Konkurrenten abhängen. In den ersten sechs Monaten gingen 1.006.619 Mercedes-Benz an die Kunden – das entspricht eine Zuwachs von 12,1 Prozent. Ganz nebenbei der 40. Rekordmonat in Folge für die Marke. Dabei profitiert Mercedes vor allem von den SUV-Modellen, die inzwischen ein Drittel des weltweiten Absatzes ausmachen. „ Das zeigt, dass sich unsere Produktoffensive auszahlt und unser rundum erneuertes SUV-Portfolio hervorragend bei den Kunden ankommt“, sagt Vorstandsmitglied Ola Källenius. Zusammen mit den 73.510 verkauften Smart kommt die Pkw-Sparte des Daimler-Konzerns so auf 1,08 Millionen Fahrzeuge. Quelle: dpa
Porsche – 1. Halbjahr 2016Drei Prozent Wachstum auf 117.963 Fahrzeuge. Das sind die Eckdaten des ersten Halbjahres bei Porsche. Der Sportwagenbauer zeigt sich damit zufrieden und spricht von einer „Stabilisierung auf hohem Niveau“. Viele Modelle wie die Baureihen Cayman, Boxster, Macan und der 911er konnten zwar zweistellig wachsen, bei der Limousine Panamera hielten sich die Kunden wegen des anstehenden Modellwechsels aber spürbar zurück. „Die durchweg positive Resonanz auf die Weltpremiere des neuen Panamera Ende Juni stimmt uns sehr optimistisch. Wir erwarten uns davon einen deutlichen Schub“, sagt Marketing- und Vertriebsvorstand Detlev von Platen. Der neue Panamera kann seit dem 28. Juni bestellt werden und steht in Europa ab November beim Händler. In den USA und im chinesischen Markt ist das Auto ab Januar 2017 verfügbar. Quelle: dpa
Toyota – Gesamtjahr 2015Der japanische Autokonzern Toyota hat seine Stellung als weltgrößter Fahrzeughersteller im vierten Jahr nacheinander behauptet und den durch den Abgasskandal gebeutelten Konkurrenten VW auf Distanz gehalten. 2015 verkaufte das Unternehmen 10,15 Millionen Autos, wie Toyota am Mittwoch mitteilte. VW kam im vergangenen Jahr auf 9,93 Millionen verkaufte Autos, General Motors auf 9,8 Millionen. 2016 rechnet Toyota mit einem Absatz von 10,11 Autos. Im vergangenen Jahr lag die Prognose bei 10,1 Millionen Fahrzeugen für 2015 und wurde durch die Realität übertroffen. VW hatte Toyota bei den Verkaufszahlen im ersten Halbjahr 2015 überholt, war dann aber infolge des Abgasskandals wieder zurückgefallen. Die Autoverkäufe auf den großen Märkten in den USA und Japan haben sich verlangsamt. Darüber hinaus hat sich auch das in den vergangenen Jahren stetige Wachstum auf aufstrebenden Märkten abgeschwächt. Das schlägt sich auch in den Toyota-Zahlen nieder: 2014 hatten die Japaner noch 10,23 Millionen Autos verkauft. Quelle: dpa

Daimler hat im dritten Quartal den Betriebsgewinn aus dem laufenden Geschäft erneut kräftig gesteigert und die Rendite im Pkw-Geschäft über der Zielmarke von zehn Prozent gehalten.

In der Kernsparte Mercedes-Benz zog das operative Ergebnis (Ebit) aus dem laufenden Geschäft von Juli bis September um 34 Prozent an auf 2,161 Milliarden Euro, was 10,4 Prozent vom Umsatz entspricht, wie der Autobauer am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Im zweiten Quartal hatten die Schwaben erstmals seit Jahren wieder eine zweistellige Marge erreicht - ein Wert, den Konkurrenten wie BMW und Audi schon lange einfuhren. Mercedes glänzte dank zahlreicher neuer Modelle zuletzt mit immer neuen Absatzrekorden. Anders als bei der Konkurrenz brummt bei den Schwaben das Geschäft in China. Während Audi und BMW dort wegen der Marktschwäche Federn gelassen haben, glänzt Mercedes-Benz mit Spitzenwerten bei den Verkaufszahlen und stockt seine Produktionskapazitäten in China auf.

So entwickelte sich Mercedes-Benz 2014

In der Volksrepublik, dem größten Pkw-Markt der Welt, wird sich der Kampf um die Krone im Premiumsegment maßgeblich entscheiden. "Wir werden alles dafür tun, um Daimler in die Spitzenposition zu bringen", sagte Zetsche. Die Stuttgarter wollen bis 2020 BMW als führenden Premiumhersteller der Welt ablösen.

Leichter Umsatzrückgang wegen Sondereffekten im Vorjahr

Für das Gesamtjahr bekräftigte Daimler den Ausblick, wonach die Erlöse und das Ebit aus dem laufenden Geschäft 2015 deutlich steigen sollen. Gemeint ist damit ein Plus von mindestens zehn Prozent. Der Konzernumsatz von Daimler legte im dritten Quartal um 13 Prozent zu auf 37,276 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging um zwei Prozent zurück, allerdings war im Vorjahr ein hoher Sondereffekt aus dem Verkauf des Anteils am Motorenbauer Rolls-Royce Power Systems enthalten. Bezogen auf das laufende Geschäft kletterte der operative Konzerngewinn um 31 Prozent auf 3,657 Milliarden Euro.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Für die Truck-Sparte nahmen die Schwaben indes die Prognose zurück: Hier rechnet Daimler nur noch mit einer leichten Absatzsteigerung, bisher wurde ein deutliches Plus erwartet. Auch für die weltweite Pkw-Nachfrage äußerte sich der Konzern erneut weniger zuversichtlich: Daimler geht jetzt nur noch von einem Marktvolumen in der Größenordnung des Vorjahres aus, vor allem wegen der Schwäche in weltgrößten Pkw-Markt China. Zuletzt hatten die Stuttgarter für die weltweite Pkw-Nachfrage noch ein Plus von zwei Prozent angenommen. Dennoch erwartet Daimler weiterhin, das die Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars ihren Absatz im laufenden Jahr deutlich steigern wird..

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%