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Pläne von Bentley und Rolls-Royce Die Luxus-SUVs für die Wüstenscheichs

Wer ein Luxus-SUV kaufen will, hat ein Problem: Oberhalb von 150.000 Euro gibt es kein Modell auf dem Markt. Bentley wird das beheben – Rolls-Royce will nachziehen.

Bislang hat Bentley nur diese schemenhafte Aufnahme des SUV-Modells veröffentlicht, das vermutlich „Falcon“ heißen wird. Über den Namen ist noch nicht entschieden, ober das Modell schon: Es wird 2016 auf den Markt kommen. Quelle: Bentley Motors Limited

Eine verlassene Wüste, irgendwo auf der arabischen Halbinsel. Die Sonne versinkt hinter den Dünen und färbt den Horizont in einem kräftigen Orange. Der Scheich genießt die Aussicht noch einen Moment, doch dann muss er sich auf die beschwerliche Reise in seinen luxuriösen Palast machen. Bislang muss er da in einen Toyota Hilux oder ähnlich rustikale Gefährte steigen. Ein Range Rover war schon das höchste der Gefühle.

In zwei Jahren könnte sich das ändern: Dann gleitet der Scheich deutlich standesgemäßer durch den tiefen Sand – in einem SUV von Bentley.

Der britische Hersteller von noblen Limousinen und Coupés wird in der ersten Jahreshälfte 2016 sein geländetaugliches Modell auf den Markt bringen. Auf Wunsch der Kundschaft, wie aus der Firmenzentrale im mittelenglischen Crewe zu hören ist. Diese Nachfrage dürfte in diesem Fall weder aus den Midlands noch aus dem Rest von Europa kommen, der Offroad-Bentley wird eher üppig dimensionierte Einfahrten oder Garagen in der Golf-Region, Russland oder den USA zieren – wo der Luxus noch offen zur Schau getragen wird.

Lamborghini baut SUV in Italien
Die VW -Sportwagentochter Lamborghini will den Markt für Geländewagen aufmischen. Vorstandschef Stephan Winkelmann kündigte am Mittwoch im Beisein von Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi in Rom den Bau eines Luxus-SUV an, der 2018 zu den Händlern rollen soll. Luxuriöse Geländewagen sind derzeit vor allem in den USA und Asien stark gefragt. Erstmals wurde der Geländewagen von Lamborghini vor drei Jahren als Studie mit dem Namen Urus auf der Automesse in China einem größeren Publikum vorgestellt (im Bild). Zuletzt war spekuliert worden, er könnte bereits 2017 auf den Markt kommen. In der Branche wird vermutet, dass sich der Lamborghini-SUV die Plattform mit dem Audi Q7, dem VW Touareg und dem Porsche Cayenne teilen soll, von denen VW im vergangenen Jahr fast 200.000 Stück verkauft hat. Quelle: REUTERS
Lamborghini rechnet mit einem jährlichen Verkauf von rund 3.000 Exemplaren seines Luxus-SUVs. Dadurch würde sich der Absatz von zuletzt 2.530 Fahrzeugen mehr als verdoppeln. Bislang baut Lamborghini zwei Sportwagentypen – den Huracan als Nachfolger des Gallardo und den Aventador. In die Erweiterung seines Werks in Sant'Agata Bolognese und die Entwicklung des Geländewagens steckt Lamborghini nach eigenen Angaben einen hohen dreistelligen Millionenbetrag. Dadurch sollen bis zu 500 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Insgesamt beschäftigt die Marke mit dem Kampfstier im Logo rund 1.100 Mitarbeiter, die meisten davon in seinem Stammwerk in Norditalien. Im Gegenzug für die Investition soll Lamborghini bis zu 90 Millionen Euro an Steuervergünstigungen und anderen Subventionen erhalten. Quelle: dpa
Das Lambo-SUV könnte laut den Experten von IHS Automotive aber nur zum Teil in Italien gefertigt werden. Im slowakischen Werk in Bratislava konzentriert der VW-Konzern die Fertigung der großen Luxus-SUVs, wie etwa dem Porsche Cayenne, Audi Q7 oder Bentley Bentayga. Beim Lamborghini könnte es ähnlich laufen wie bei Cayenne und Bentayga: In Bratislava wird die Karosserie gefertigt, zur Endmontage werden die Autos dann in das jeweilige Werk der Marke gebracht. Bei Bentley könnte der Bentayga bereits bald Zuwachs erhalten. Im Interview mit dem britischen Fachmagazin "Autocar" sagte Rolf Frech, Entwicklungschef der Nobelmarke, dass die Entwicklung eines weiteren SUV-Modells durchaus im Bereich des Möglichen liege.  "Autocar"  spekuliert, dass sich die Bentley-Designer dabei am BMW X6 orientieren könnten. Eine endgültige Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen, betonte Frech. Quelle: AP
Bentley-Chef Wolfgang Dürheimer will von dem SUV rund 3.000 Fahrzeuge pro Jahr verkaufen – zum fürstlichen Preis von mindestens 200.000 Euro. Extrawünsche bei Lack, Leder oder sonstiger Ausstattung treiben den Preis weiter nach oben. Quelle: dapd
Bislang hat Bentley nur diese schemenhafte Aufnahme des SUV-Modells veröffentlicht, das „Bentayga“ heißen wird. Das gaben die Briten im Januar auf der Automesse in Detroit bekannt. Ebenso das Datum für den Marktstart: Die Serienversion wird erstmals auf der IAA im Herbst diesen Jahres gezeigt, 2016 soll der Bentayga dann bei den Bentley-Händlern stehen. Quelle: Bentley Motors Limited
Einen Ausblick auf die SUV-Vorstellungen der Briten gab die Studie EXP 9F, den Bentley 2012 auf den Automessen in Genf und Peking zeigte. Das kantige und etwas unproportioniert wirkende Design polarisierte – und das vollkommen bewusst: Bentley wollte provozieren und so die Medien und potenzielle Kunden dazu antreiben, ihre eigenen Vorstellungen von einem Bentley-SUV kundzutun. Quelle: REUTERS
Im vergangenen September kam vom Vorstand die Produktionsfreigabe – allerdings mit einem entschärften Design. Die Front wird sich – wie auf dem sandigen Foto zu erkennen – am typischen Vier-Augen-Gesicht der Marke orientieren. Die gesamte Linienführung wird wohl deutlich filigraner ausfallen. Für den standesgemäßen Vortrieb soll der aus dem VW-Konzern bekannte W12-Motor sorgen, der in dem SUV bis zu 610 PS leisten könnte. Quelle: Bentley Motors Limited

Als Wegbereiter für die SUV-Welle gilt der Range Rover, der bereits in den 1970er Offroad-Eigenschaften und Allradantrieb mit einem luxuriösen Innenraum kombinierte. Einen wahren Sprung erlebten die großen Sports Utility Vehicles Ende der 1990er, als Premiummarken wie Mercedes mit Modellen wie dem ML oder BMW mit dem X5 auf den Markt kamen. Heute finden sich SUVs in jeder Größe und Form in den Prospekten nahezu aller Hersteller. Wer kein SUV im Angebot hat, gilt als Verlierer.

Den Trend verschlafen zu haben, davon will man bei Bentley nichts wissen – im Gegenteil. „ Unser SUV wird der erste wirkliche Luxus-SUV auf dem Markt sein. Es gibt SUVs von Premiumanbietern wie Mercedes- Land Rover oder BMW, aber noch kein Angebot eines Luxusherstellers“, sagt Marketing-Vorstand Mark Rose. „Deshalb laufen wir keinem Trend nach, sondern etablieren ein neues Segment.“

Unter 200.000 Euro geht nichts

Ein Blick auf die Preise untermauert die Aussage von Rose: Die großen Premium-SUVs starten teilweise bei rund 50.000 Euro, die stärksten und teuersten Varianten stehen mit rund 130.000 Euro in der Liste. Bentley wird für sein selbsternanntes Luxus-SUV dem Vernehmen nach nicht weniger als 200.000 Euro verlangen – als Basispreis, versteht sich. Mit Sonderwünschen bei Lack und Leder wird die Summe nochmals weiter steigen.

Bentley-Chef Wolfgang Dürheimer, nach einem Jahr als Audi-Entwicklungschef seit Juni bei den Briten wieder in Amt und Würden, macht keinen Hehl daraus, mit dem eigenen SUV direkt an Mercedes GL, Porsche Cayenne und dem Range Rover in puncto Luxus und Komfort direkt an die Spitze zu wollen. 3.000 Exemplare von seinem Luxus-SUV will Dürheimer pro Jahr absetzen – und so die Gesamtverkäufe von Bentley auf über 15.000 Fahrzeuge bringen.

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal: Bei der Premium-Konkurrenz ist selbst in den Top-Varianten beim Achtzylinder Schluss, der Bentley bietet hingegen einen standesgemäßen Zwölfzylinder. „An meinem dritten Arbeitstag bin ich einen Prototyp des SUV gefahren und war begeistert“, sagt Dürheimer. „Unser Wagen tritt einem ins Kreuz, wie es eben nur ein Zwölfzylinder kann. Er wird den höchsten Topspeed und die besten Fahrleistungen bieten.“

Dafür soll der aus dem VW-Konzern bekannte W12-Motor sorgen, der in dem SUV bis zu 610 PS leisten könnte. Später ist auch der Einsatz des Vierliter-V8-Biturbos denkbar. Im Coupé Continental GT erfreut sich dieser V8 so großer Beliebtheit, dass er inzwischen auch in der Limousine Flying Spur angeboten wird. Selbst Diesel- oder Hybridantriebe sind in Crewe kein Tabu mehr. „Wir prüfen diese Möglichkeiten derzeit“, sagt Marketing-Vorstand Rose.

Einen Vorgeschmack auf das Bentley-SUV gab es auf dem Genfer Autosalon 2012, als die Briten die Studie EXP 9F präsentierten. Das Design polarisierte – während es die einen als zukunftsweisend empfanden, sahen es andere als einen stillos aufgepumpten Range Rover mit protzigem Kühlergrill und viel zu großen Scheinwerfern.

Rolls-Royce überlegt noch

Genau dazu war das Concept Car gedacht – um zu provozieren und die eigene Vorstellung der Kunden vom Design eines Bentley-SUVs zu hören. Das Seriendesign, das sich auf dem bislang einzigen veröffentlichten Foto und den Aufnahmen der getarnten Prototypen abzeichnet, wird eher dem Markengesicht von Bentley entsprechen: Vier runde Scheinwerfer statt der überdimensionierten LED-Leuchten, geschwungene elegante Linien statt aufgesetztem Kasten-Design.

So weit ist man im südenglischen Goodwood noch nicht, um über konkrete Design-Vorschläge zu sprechen. Dennoch stehen die Rolls-Royce-Verantwortlichen vor ähnlichen Fragen: Wie kann man ein Fahrzeug für Schlamm und Sand mit dem Anmut und Anspruch einer der besten Luxus-Limousinen vereinen? Und wie soll dieses Auto dann aussehen?

Mit diesen Autos passen Sie durch keine Baustelle
AudiGroße Limousinen sind chic, noch beliebter sind bei den Deutschen Autofahrern allerdings Geländewagen und SUV. Das Problem an diesem Fahrzeugtypus ist aber nicht nur, dass ihre Besitzer damit Nebenstraßen nahezu unpassierbar für andere Verkehrsteilnehmer machen oder erst gar keinen Parkplatz finden. Sie sind auch zu breit für Fahrbahnverengungen in Baustellen. Bei Fahrbahn-Verengungen ist die linke der beiden Fahrspuren nämlich auf eine Fahrzeugbreite von zwei Meter beschränkt. Und das ist nicht nur für die SUV zu eng. So sind auch der Audi A4, A5, A6, A6 Allroad Quattro, A7, Audi Q3, Q5 und Q7 zu breit für linke Spuren in Baustellen. Denn entscheidend ist nicht die angegebene Außenbreite des Wagens, sondern die tatsächliche Breite inklusive Außenspiegel. Und die liegt bei den genannten Modellen zwischen 2,02 Metern (Audi A5 und Audi Q3) und 2,18 Metern (Audi Q7). Wer eines dieser Modelle fährt, muss in Baustellen also wahlweise die Spiegel einklappen, um andere nicht zu touchieren, oder auf der rechten Spur zwischen den Brummis hertuckern. Die komplette Liste der "dicken Autos" finden Sie übrigens beim Autodaten-Experte Schwacke. Quelle: obs
BMWIn der Schwacke-Auflistung der meistverkauften Modelle ab der Kompakt-Klasse stellt sich heraus, dass der größte Teil an Pkw ausdrücklich nicht auf verengten Fahrbahnen mit 2,0 Meter zugelassener Breite fahren darf. Dazu gehören auch folgende Modelle von BMW: Die 3er Serie von BMW mit einer Außenbreite von 1,81 Metern, aber einer tatsächlichen Breite von 2,03 Metern, die 5er Reihe mit 2,10 Metern Breite (angegeben 1,86 Meter), der X1 mit 2,04 Metern, der X3 mit 2,09 Metern, der X5 mit 2,18 Metern (angegeben 1,94 Meter) und der BMW X6 mit 2,20 Metern. Quelle: obs
OpelSelbst Mittelklassewagen von Opel sind zu fett fürs Ballett. Der Opel Astra ist zwar nur einen Zentimeter breite als die übliche Baustellen, aber das genügt, um sich den Spiegel abzufahren oder den anderen Verkehrsteilnehmern unschöne Rallye-Streifen in den Lack zu kratzen. Noch tiefer werden diese Kratzer mit dem Opel Zafira (2,03 Meter), dem Opel Insignia (2,08 Meter) und dem Opel Zafira Tourer (2,10 Meter). Quelle: dpa
VolkswagenEntgegen der landläufigen Meinung betrifft die Zweimeter-Grenze immer häufiger selbst Kompakt-Pkw wie den aktuellen VW Golf (2,03 Meter). Auch der Volkswagen CC, der VW Passat, der Sharan, der T5, der Tiguan, der Touareg und der Touran haben nicht nur in engen Parkhäusern Probleme sondern auch nichts auf engen Baustellen-Fahrbahnen verloren. Quelle: dpa
Land RoverSelbst bei Fahrspur-Verengungen auf maximal 2,2 Meter dürfen einige Modelle nicht auf die linke Spur wechseln. Dazu gehören der Land Rover Sport (im Bild rechts) mit 2,22 Metern Breite, der Lancia Voyager oder der Mercedes Viano mit jeweils 2,25 Metern und der Volkswagen T5 mit 2,28 Metern Breite. Quelle: obs
MercedesWer die angeordnete Maximalbreite missachtet, riskiert übrigens ein Bußgeld von 20 Euro. Also Achtung, sollten Sie eine A-Klasse, B-Klasse, C-Klasse, E-Klasse, M-Klasse oder einen Mercedes CLS, GLK oder den bereits erwähnten Viano fahren. Die genannten Modelle sind nämlich inklusive Außenspiegel zwischen 2,01 Meter (B-Klasse) und 2,25 Meter (Viano) lang. Und das obwohl laut der eingetragenen Außenbreite kein Wagen breiter als 1,90 Meter (Viano) ist. Quelle: dpa
FordFahrer, die sich mit dicken Autos auf enge Spuren quetschen, müssen aber noch mehr befürchten, als ein kleines Bußgeld: Wird der Fahrer eines zu breiten Pkw in einen Unfall verwickelt, kann sogar der Kasko-Schutz eingeschränkt werden. Darüber hinaus kann wegen einer Mitschuld der Schadenersatz der gegnerischen Haftpflicht-Versicherung reduziert werden. Zu diesen zu breiten Wagen gehören auch der Ford Focus (Bild) mit 2,01 Metern, der Ford B- beziehungsweise C-Max mit je 2,07 Metern, der Ford Kuga mit 2,08 Metern, der Ford Mondeo mit 2,09 Metern und die Modelle Ford Galaxy und Ford S-Max mit jeweils 2,15 Metern Breite. Quelle: obs

„Rolls-Royce steht nicht in erster Linie für "Sport" und auch nicht für "Utility"“, sagt Rolls-Royce-Chef Torsten Müller-Övtös im Gespräch mit der WirtschaftsWoche. „Wenn wir ein Fahrzeug in dieser Klasse anbieten, muss dieses selbstverständlich die Qualitäts- und Komfortansprüche unserer Marke erfüllen, aber gleichzeitig die gewünschte Funktionalität bieten, die in diesem Segment gefragt ist. All das führt zu vielen Überlegungen, wie das optimale Paket aussehen muss.“

Bei diesen Überlegungen mache man Fortschritte, mehr will der Unternehmenschef derzeit nicht sagen. Nur, dass er viele Anfragen für ein SUV-Modell bekommt. Da der gebürtige Deutsche Rolls-Royce als eine der „kundenorientiertesten Firmen im Automobilbereich“ sieht, wird er seinen solventen Käufern gut zuhören. „Für uns ist es sehr wichtig, von jedem Kunden das Feedback aufzunehmen, wie zufrieden er ist und welche Verbesserungsvorschläge er hat“, sagt Müller-Ötvös. „Somit haben alle unsere Kunden einen nicht unbeträchtlichen Einfluss darauf, wie das künftige Angebot aussehen wird.“

Eher Plug-In als reiner Elektroantrieb

Das beinhaltet auch die Antriebe. Der Zwölfzylinder wird zum Teil des Markenerlebnisses stilisiert, einen V8 wie bei Bentley wird es laut Aussage von Müller-Ötvös nicht geben. Auch die Chancen für die vor drei Jahren gezeigte Elektro-Studie von Rolls-Royce stehen eher schlecht. „Unsere Kunden haben das Modell ambivalent gesehen, weil damit viele Nachteile wie etwa die Ladezeit oder die Reichweite verbunden waren“, sagt der Rolls-Royce-Chef. „Derartige Konzepte müssen für den Kunden kompromisslos sein. Ein Plug-In-Hybrid ermöglicht emissionsfreies Fahren in der Stadt, aber auch hohe Reichweiten mit dem Verbrennungsmotor.“

Diese Luxus-Autos kommen 2014 außerdem auf den Markt

Während sich Rolls-Royce weiter mit Grundsatzfragen zu einem SUV-Modell beschäftigt, blickt man bei Bentley bereits auf die Jahre nach der Präsentation des Luxus-Allradlers. „Für die Zeit danach gibt es eine Reihe von Möglichkeiten“, sagt Marketing-Mensch Rose. „Aber jedes neue Modell wird etwas Neues bieten, so wie der SUV. Und das bedeutet sicher nicht einen niedrigeren Preis.“

Einige Klassen unter den Luxus-SUVs will auch Jaguar bei der Suche nach Stückzahlen und Ertragsquellen von dem Trend zum höhergelegten 4x4-Modell zu profitieren – trotz der Offroad-Kompetenz von Land Rover im eigenen Haus. Noch ist der C-X17, so der vorläufige Name, zwar nur eine Studie. Es gibt aber wenig Zweifel, dass bald eine bereifte Raubkatze über Stock und Stein unterwegs sein wird.

Maserati baut seinen Cayenne-Konkurrenten

Was für den Wagen spricht: Er basiert auf derselben Aluminium-Architektur wie die jüngst vorgestellte Mittelklasse-Limousine XE, könnte sich aber auch bei der Alltad-Technologie der vorhandenen Land Rover-Baureihen wie dem Erfolgsmodell Evoque oder dem neuen Discovery Sport bedienen.

Mit viel Nutzwert zum Erfolg
VW Tiguan, Audi Q5, BMW X3, Mercedes GLK, Ford Kuga, Jeep Compass und so weiter: Die Liste an Kompakt-SUVs liese sich beliebig fortsetzen, egal ob bei preisgünstigeren Vertretern wie dem Hyundai iX35 oder Premium-Modellen wie dem Porsche Macan. Auch Land Rover hat mit dem Evoque bereits in Modell in dem umkämpften Segment im Angebot. Jetzt kommt ein zweites hinzu – der Land Rover Discovery Sport. Quelle: Land Rover
Der Discovery Sport folgt auf den Freelander, der nicht mehr angeboten wird. Die Aufteilung zwischen Evoque und dem Neuzugang: Die Lifestyle-Kundschaft aus den Großstädten, die das schicke Design und die hohe Sitzposition schätzt, soll zum Evoque greifen. Wer hingegen ein vielseitigeres Auto mit mehr Platz und besseren Geländefähigkeiten braucht, ist im Kalkül der Marketing-Strategen beim Discovery Sport richtig aufgehoben. Quelle: Land Rover
Von der Konkurrenz soll sich der Discovery Sport in Sachen Geländegängigkeit absetzen. Deswegen läuft er auch unter der Marke Land Rover und nicht wie der modische Evoque als Range Rover. Nicht nur die höhere Bodenfreiheit, sondern auch die großen Böschungs- und Rampenwinkel machen ihn zum Offroader unter den SUVs. Zudem schafft kein anderes Modell dieser Klasse die Wattiefe von 60 Zentimetern. Beim Antrieb hat der Kunde die Wahl: Land Rover beitet neben dem preiswerteren Frontantrieb auch einen permanenten Allradantrieb sowie eine innovative „Active Driveline“-Lösung an. Quelle: Land Rover
Eine gewissen Ähnlichkeit zum Evoque kann man dem Discovery Sport nicht absprechen. Die wuchtige Front mit den schmalen Scheinwerfern erinnern an das Schwestermodell, mit dem sich der Neue aber nur die Motoren teilt. Quelle: Land Rover
Erst in der Seitenansicht wird der Unterschied Discovery Sport/Evoque klar: Während Letztgenannter deutlich flacher ist und nur über sehr schmale Seitenfenster verfügt, ist der Neue höher – was eine Besonderheit des neuen Modells ermöglicht. Quelle: Land Rover
Als einziges Fahrzeug seiner Klasse finden im Discovery Sport bis zu sieben Personen Platz. Land Rover ist allerdings so ehrlich, nicht von einem Siebensitzer, sondern nur von 5+2 Plätzen zu sprechen. Anders lassen sich auch die Notsitze links im Bild nicht beschreiben. Wer wirklich häufiger zu siebt unterwegs ist, muss weiterhin zum großen Discovery greifen, in dem auch in der dritten Sitzreihe Erwachsene bequem Platz haben. Quelle: Land Rover
Nicht neu, aber dennoch praktisch: Auch in der zweiten Reihe lassen sich die Sitze nach vorn und hinten verschieben, sowie die Lehne in der Neigung anpassen. Quelle: Land Rover

Doch nicht nur auf der verregneten Insel gedeihen die Pläne für die trendigen Soft-Offroader. Bereits auf der IAA 2011 in Frankfurt zeigte Maserati mit dem Kubang, wie sich die Italiener ein emotionales und schickes Premium-SUV vorstellen. Mit einer wuchtigen Front, fast schon schwülstigen Linien und einem flach abfallenden Heck interpretierte Maserati seinen SUV weder besonders sportlich noch nutzwertig – aber einzigartig.

Auch wenn es nach der Messe ruhig um die Studie wurde, hat Maserati die Arbeiten an dem SUV nie eingestellt. Spätestens seit den ambitionierten Wachstumsplänen von Fiat-Chef Sergio Marchionne für die Marken Alfa Romeo und Maserati versuchen die Italiener, neben dem sportlichen Coupé und den Limousinen Quattroporte und Ghibli weitere Segmente zu besetzen.

Mit dem Ferrari-Chefwechsel brodelt die Gerüchte-Küche

Bei dem Projekt, das inzwischen unter dem Namen „Levante“ läuft, können sich die Maserati-Techniker bei der Allrad-Kompetenz der Konzerntochter Jeep bedienen, zwischenzeitlich stand sogar eine Produktion in den USA im Raum. Da sich der Jeep Grand Cherokee aber blendend verkauft, sind die Bänder ausgelastet und der Maserati wird wohl in Italien gefertigt.

Rund um den Stammsitz in Modena werden derzeit vermehrt skurril anmutende Maseratis fotografiert: Die Basis dürfte der Ghibli sein, das Fahrwerk ist allerdings höher gelegt, die ausgestellten Radhäuser lassen auf eine breitere Spur schließen. Ein etwas unförmiger Aufbau auf dem Dach soll mit seinem Gewicht den höheren Schwerpunkt eines SUVs simulieren.

Das Chassis dürfte aber die einzige Jeep-Zulieferung bleiben. Die leichte Voll-Aluminium-Karosserie kommt aus Italien, ebenso Fahrwerk, Bremsen und die Antriebe. Die dürften sich an der Motorenpalette von Ghibli und Quattroporte orientieren, vom V6-Diesel bis zum V8-Dampfhammer ist alles dabei. In den Handel kommen wird der Levante wohl erst im kommenden Jahr, seine Premiere soll er aber noch 2014 feiern – zum 100-jährigen Jubiläum der Marke.

In Arbeit
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Wenn Fiat-Chef Marchionne im Oktober auch noch den Chefposten von Luca di Montezemolo bei Ferrari übernimmt, werden auch die Spekulationen um ein SUV aus Maranello wieder zunehmen. Montezemolo, seines Zeichens Vollblut-Ferraristi und Sportwagen-Liebhaber, hatte ein solches Projekt stets kategorisch ausgeschlossen. Marchionne gilt aber nicht gerade als automobiler Feinschmecker, einzig die Zahlen müssen stimmen.

In Zeiten, in denen Porsche mehr Gelände- als Sportwagen verkauft sicher für keine schlechte Idee – für die Absatzzahlen.

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