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Porsche Betriebsratschef droht mit „Streiksommer“

Im Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie hat Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück den Arbeitgebern mit einem „Streiksommer“ gedroht. Wenn bis Pfingsten keine Einigung erzielt sei, würde eine Urabstimmung der Gewerkschaftsmitglieder abgehalten, ab Juni könnte es dann einen Arbeitskampf geben.

Vom Käfer zum Sportwagen
50 Jahre Porsche 911:Ferry Porsche hat die Eigenschaften des 911 treffend beschrieben: „Der 911 ist das einzige Auto, mit dem man von einer afrikanischen Safari nach Le Mans, dann ins Theater und anschließend auf die Straßen von New York fahren kann.“ Wie kein anderes Fahrzeug vereint der 911 scheinbare Gegensätze wie Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit, Tradition und Innovation, Exklusivität und soziale Akzeptanz oder Design und Funktionalität. Mit über 820 000 gebauten Einheiten ist der 911 der erfolgreichste Sportwagen der Welt. Quelle: Presse
Neben dem ebenso klassischen wie einzigartigen Design ist es auch zu jeder Zeit seine richtungweisende Technologie gewesen, die den Porsche 911 auszeichnete. Viele der im Porsche 911 erstmals eingesetzten Ideen haben ihren Ursprung auf der Rennstrecke. Schließlich war der 911 dem Leistungsprinzip schon immer verpflichtet und der Rennsport sein wichtigstes Prüflabor. Von Beginn an war er auf allen Rennkursen der Welt zuhause und erwies sich als ein ebenso vielseitiges wie zuverlässiges Siegerfahrzeug. Gut zwei Drittel der inzwischen 30.000 Porsche-Rennsiege gehen auf das Konto des 911. Quelle: PR
Die Generationen: 1. Ur-Elfer (1963) – Die Geburt einer IkoneAls Nachfolger des Porsche 356 eroberte der 911 von Beginn an die Herzen der Sportwagenfans. Der Ur-Elfer startete 1963 auf der Frankfurter IAA als Typ 901. Die Umbenennung in 911 erfolgte 1964 zur Markteinführung. Der luftgekühlte Sechszylinder-Boxermotor leistete 130 PS – genug für 210 km/h. Quelle: PR
Wer es weniger schnell mochte, konnte ab 1965 den vierzylindrigen Porsche 912 ordern. 1966 stellte Porsche den 160 PS starken 911 S vor, der erstmals mit geschmiedeten Fuchs-Leichtmetallfelgen ausgestattet war. Der 911 Targa kam Ende 1966 auf den Markt und wurde mit seinem markanten Edelstahl-Überrollbügel zum ersten Sicherheitscabriolet der Welt. Mit „Sportomatic“, einem halbautomatischen Viergang-Getriebe, war der Elfer ab 1967 erhältlich. Und als erster deutscher Hersteller erfüllte Porsche mit den Varianten 911 T, E und S die strengen amerikanischen Abgasentgiftungsvorschriften der EPA. Quelle: PR
Porsche 911, fertig zur Ausliefgerung, vor dem Werk 2 in Zuffenhausen, 1965. Quelle: PR
Im direkten Vergleich: Blick ins Cockpit eines Porsche 911 2.0 Coupe von 1964 ... Quelle: PR
... und eines aktuellen Porsche 911 Carrera 4S Coupé. Was bleibt, ist der Drehzahlmesser als zentrales Rundinstrument über alle Generationen hinweg. Quelle: PR

„Das Angebot der Arbeitgeber ist eine Frechheit und respektlos den fleißigen Mitarbeitern gegenüber, die Milliardengewinne erarbeitet haben“, sagte Uwe Hück, Porsche-Betriebsratschef, der „Bild“-Zeitung (Montag). „Dann hätten wir einen heißen Streiksommer für soziale Gerechtigkeit, der sich gewaschen hat“, sagte Hück der Zeitung. Wie bei einer Zahnpastatube werde man solange drücken, bis oben ordentlich etwas rauskomme. Der Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall-Arbeitgeber, Bertram Brossardt, wies in der Zeitung die Streikdrohung zurück und forderte die IG Metall zum Einlenken auf. „Unser Angebot ist vernünftig und fair.“

Einen Tag vor Beginn der dritten Tarifrunde im Pilotbezirk Baden-Württemberg erhöht der Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück damit den Druck auf die Arbeitgeber. Am Montag sind jeweils mehr als 40 Betriebe in Nordrhein-Westfalen und im IG-Metall Bezirk Mitte, der Hessen, Rheinpfalz, Thüringen und das Saarland umfasst, Ziel von Warnstreiks. Auch im Südwesten sind Aktionen in drei Dutzend Unternehmen geplant. In Baden-Württemberg gehen die Verhandlungen am Dienstagabend weiter, in Bayern am Mittwoch. Baden-Württemberg war wiederholt Pilotbezirk für Vereinbarungen, die in anderen Tarifbezirken der Schlüsselindustrie übernommen wurden.

Tausende Beschäftigte in fast allen Teilen Nordrhein-Westfalens wollten laut IG Metall am heutigen Montag in einen Warnstreik treten und damit den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Im Tarifbezirk Küste begannen die Arbeitsniederlegungen bereits am Morgen, geplant waren dort Aktionen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen.
Die IG Metall fordert für die rund 3,7 Millionen Beschäftigten der Schlüsselbranche 5,5 Prozent mehr Geld für 12 Monate. Die Arbeitgeber haben nach zwei Nullmonaten 2,3 Prozent mehr bei 13 Monaten Laufzeit geboten.

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