Porsche-Chef Müller "Mit einem VW hat das wirklich nichts zu tun"

Der Chef der Sportwagenschmiede, Matthias Müller, spricht über seine Pläne für den neuen Geländewagen Porsche Macan.

Das ist der neue Porsche Macan
Um 4.55 Uhr deutscher Zeit enthüllte der Sportwagenbauer noch vor dem Start der Automesse in Los Angeles sein neustes Modell: Den Macan, einen kompakten SUV, dessen Name sich aus dem indonesischen Wort für Tiger ableitet, doch dessen Zielgruppe ganz klar in der Stadt zuhause ist. Quelle: obs
Mit einer V6-Dieselvariante (258 PS) und zwei Benzinmotoren (340/400 PS) soll der kleine Geländewagen so sportlich sein, wie kaum ein Konkurrent. Quelle: obs
Das Einstiegsmodell beschleunigt einen 3,0-Liter-V6-Motor mit 340 PS in 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Verbrauch liegt bei 9 Litern auf 100 Kilometer. Quelle: obs
Der Diesel schafft mit seinem 3,0-Liter-V6-Turbodieselmotor und 258 PS den Sprint in 6,3 Sekunden und trinkt 6,3 Liter auf 100 Kilometer. Quelle: obs
Das Topmodell mit 3,6-Liter-V6-Biturbo-Motor leistet 400 PS und bringt das Fahrzeug in 4,8 Sekunden auf 100 km/h. Der Verbrauch liegt dafür mit 9,2 Litern am höchsten. Quelle: obs
Der kleine Bruder des Cayenne wird ebenfalls in Leipzig produziert. Die Serienproduktion läuft gerade an, die Auslieferung startet im Frühjahr 2014. Quelle: obs
Technisch basiert der Macan auf dem Q5 der Konzernschwester Audi - 64 Prozent aller Bauteile sind identisch. Quelle: obs

WirtschaftsWoche: Wie wichtig ist der neue Geländewagen Macan für Ihr Ziel, den Absatz von Porsche bis 2018 auf über 200.000 Fahrzeuge zu erhöhen?

Müller: Wir haben im letzten Jahr rund 143.000 Fahrzeuge verkauft. Wenn Sie dazu jetzt noch 50.000 addieren, was der Kapazität in unserem Werk in Leipzig entspricht, erreichen wir den genannten Wert. Aber die Zahl, ich kann das gar nicht häufig genug betonen, ist für uns nicht wichtig. Unsere wesentliche Zielstellung ist, ein gutes Geschäftsergebnis zu erzielen. Viele Stammkunden haben immer wieder nach einem kompakten SUV gefragt und in diesem stark wachsenden Segment wollen wir mit einem wettbewerbsüberlegenen Fahrzeug vertreten sein.

Porsche-Chef Matthias Müller Quelle: REUTERS

Hoffen Sie auf neue Käuferschichten jenseits der Sportwagen-Stammkunden?

Ja, wir hoffen jüngere Kunden noch stärker anzusprechen, mehr Frauen vielleicht. Aber ich denke, dass sich Stammkunden bestimmt den Macan neben ihren 911er in die Garage stellen.

Puristen beklagen, dass Sie Ihr Unternehmen immer weiter weg vom Sportwagenbau entfernen, ja, dass sogar eine „VW-isierung“ in der Modellpalette einsetzen würde.

Ich weiß nicht, wie man zu dieser Erkenntnis kommt. Wenn man das Auto anschaut, dann hat das mit einem VW wirklich nichts zu tun, mit keinem Auto im Konzern. Solange es uns gelingt, in jedem Segment das sportlichste Auto hinzustellen, dann werden diese Kritiker irgendwann verstummen.

In Arbeit
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Wird es vom Macan eine elektrische Version geben?

In absehbarer Zeit wird es einen Plug-In-Hybrid geben. Wir sind überzeugt, das Plug-In-Hybride die richtige Antwort nach alternativen Antrieben für die nächsten Jahre sein werden.

Wo ist die Abgrenzung zu Ihrem Besteller Cayenne, der derzeit mehr als die Hälfte der Jahresproduktion ausmacht?

Das liegt im Gesamtangebot, der Macan ist kleiner, kompakter. Er fährt mit Sechszylinder. Von der Leistung her brauchen wir da keine Achtzylinder.

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