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Porsche Porsche-Chef Müller dämpft die Erwartungen

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Pleuelschrauben

Derzeit erprobe das Unternehmen „Abstellmaßnahmen“ und werde sich dann „sehr detailliert“ zum weiteren Vorgehen äußern. Vorerst gibt es nur Mutmaßungen. Dem Vernehmen nach trägen Pleuelschrauben Schuld an dem Desaster: Sie sollen hohen Belastungen in dem Hochleistungsmotor nicht gewachsen sein, brechen und den Motor zerschlagen. Der Imageschaden ist jedenfalls schon jetzt gewaltig. Porsche wird sich einiges einfallen lassen müssen, um die Besitzer der Autos für die Zeit zu entschädigen, in der sie ihre 150.000 Euro teuren Autos nicht nutzen konnten.

Immerhin: Bei der Wiedergutmachung braucht Porsche nicht zu knausern - die Kasse ist wieder gut gefällt. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen mit einem Verkauf von 162.145 Autos einen operativen Gewinn von 2,58 Milliarden Euro – das entspricht einem Gewinn von rund 15.911 Euro pro Fahrzeug oder einer Umsatzrendite von 18 Prozent. Porsche ist für den VW-Konzern also weiterhin eine Perle. Den „Turbo-Sonderzahlungs-Bonus“ von 8200 Euro haben sich die Porsche-Mitarbeiter in diesem Jahr also allemal verdient.

In Arbeit
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Und wie geht es weiter mit Porsche? Das Absatzziel von 200.000 Fahrzeugen, das Müller für das Jahr 2018 ausgegeben hatte, ist bereits in Reichweite und wird – wenn die Weltwirtschaft keinen Strich durch die Rechnung macht - spätestens im kommenden Jahr erreicht werden. Der Macan und der neue 911 Targa werden dem Unternehmen nicht nur in Deutschland neue Kundenzuführen. Muss man sich bei solchen Verkaufszahlen Sorgen machen um die Exklusivität der Marke? Würden all die Autos in Europa abgesetzt werden, wäre das sicher der Fall. Aber 200.000 Porsche verteilt über die Welt sind immer noch wenig genug, um die Begehrlichkeit hoch zu halten: Ob der Weltmarktanteil 0,18 oder 0,2 Prozent beträgt, ist  letztlich unerheblich. Weitere Modellreihen – angedacht sind ein Supersportwagen oberhalb des Elfer und eine viertürige Limousine unterhalb des Panamera – könnten die Modellreihe weiter abrunden und die Verkaufszahlen auf neue Rekordwerte treiben.

Fast noch wichtiger als die Arbeit an neuen Autos ist aber die Arbeit am Image der Marke, die vor bald 70 Jahre mit reinrassigen leichten Sportwagen begann und heute in weiten Teilen der Welt eher als Hersteller von SUVs bekannt ist – der Elfer spielt etwa auf dem chinesischen Markt kaum eine Rolle. Insofern ist es gut, dass sich Porsche wieder intensiver im Motorsport engagiert: Für einen Sieg beim Langstreckenklassiker 24 Stunden von Le Mans dürfte es in diesem Jahr zwar noch nicht reichen. Aber ein Achtungserfolg gegen die Konzernschwester Audi und gegen Toyota sollte dabei schon herausspringen. An defekten Pleuelschrauben sollte die Zielankunft jedenfalls nicht scheitern.

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