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Prognose für 2013 gesenkt Daimler spricht Gewinnwarnung aus

Der Autobauer Daimler hat seine Gewinnprognose für 2013 kassiert. Der Konzern rechnet nun nur noch mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern unter dem ursprünglich angepeilten Vorjahresniveau von 8,1 Milliarden Euro.

Die Brandherde des Dieter Zetsche
Citan versagt beim Crash-TestDie Zusammenarbeit zwischen Mercedes und Renault kratzt schwer am Image der deutschen Premiummarke. Das erste gemeinsame Produkt, der Kastenwagen Citan offenbart beim Euro-NCAP-Crashtest schwere Sicherheitsmängel. Statt wie üblich fünf gab es für den Mercedes nur drei Sterne. Der Kopfairbag verfing sich beim simulierten Frontalzusammenstoß. Und das harte Armaturenbrett hätte im Ernstfall den Insassen ernste Verletzungen zugefügt. Der Citan schnitt hier sogar noch schlechter ab als der Kangoo. Quelle: Screenshot
Ein Audi auf einer Rennstrecke Quelle: Audi
Ein schöner alter Mercedes Quelle: dpa/dpaweb
Dieter Zetsche und Carlos Ghosn Quelle: REUTERS
Kein starker GroßaktionärWährend bei BMW Johanna Quandt und ihren Kindern Stefan Quandt und Susanne Klatten gut 48 Prozent der Stimmrechte halten, fehlt Daimler ein solch starker Großaktionär. Kuwait ist mit einem Anteil von 7,6 Prozent Daimler größter Einzelaktionär. Erst im vergangenen Oktober trennte sich der bis dahin bedeutendste Aktionär, das Scheichtum Abu Dhabi, von seinen Anteilen. Der Staatsfonds Aabar besitzt nun keine direkten Stimmrechte mehr an dem Dax-Konzern. Dafür ist der chinesische Staatsfond CIC bei den Schwaben eingestiegen, allerdings ebenfalls nur mit knapp drei Prozent. Eine starke Schutzmacht im Rücken fehlt Zetsche damit nach wie vor. Quelle: dpa
Qualm kommt aus einem Auspuff Quelle: AP
Schwaches KleinwagensegmentBMW setzte 2012 mehr als 528.000 BMW 1er und Minis ab - das Kleinwagensegment der Bayern läuft wie geschnitten Brot. In Stuttgart sind es deutlich magerer aus - 2012 verkaufte Daimler 337.000 Smarts. Und BMW schafft es für die Mini-Flitzer stattliche Preise zu verlangen. Mehr als 20.000 Euro sind Kunden bereit für einen Mini zu bezahlen. Daimlers Smart kann da nicht mithalten. Ob seine Elektroversion den Durchbruch auf dem Kleinwagenmarkt oder Carsharingmarkt bringt, steht noch in den Sternen. Quelle: dpa

Daimler hat nach einem Gewinneinbruch in fast allen Geschäftssparten zum zweiten Mal innerhalb von sechs Monaten seine Ergebnisprognose einkassiert. Im Auftaktquartal 2013 verdiente der Stuttgarter Konzern bei einem leicht auf 26,1 Milliarden Euro geschrumpftem Umsatz operativ 917 Millionen Euro, nur halb soviel wie vor Jahresfrist, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Im laufenden Jahr werde der Gewinn vor Steuern und Zinsen aus dem laufenden Geschäft daher hinter dem Vorjahr zurückbleiben. Der Jahresstart sei verhalten gewesen, räumte Daimler-Chef Dieter Zetsche ein. Viele Märkte hätten sich "konjunkturell schlechter entwickelt als erwartet".

Vor allem die taumelnden Automärkte in Westeuropa sowie die schwache Nachfrage im Boomland China setzen dem vom Export abhängigen Autobauer zu. Die bisher ertragsstärkste Sparte Mercedes-Benz Pkw lieferte trotz höherer Verkaufszahlen in den Monaten Januar bis März nur eine operative Rendite von 3,3 Prozent ab, vor Jahresfrist waren es 8,2 Prozent gewesen. Die Marke verkauft derzeit viele Modelle der neuen Kompaktklasse, während von den früheren Klassenschlagern E- und S-Klasse die neuen Modelle erst zu den Händlern kommen.

Obwohl hohe Investitionen in neue Werke und Modelle schon länger am Daimler-Gewinn knabbern, hatte sich der Autobauer in diesem Jahr bisher noch ein auf dem Vorjahreswert von 8,1 Milliarden Euro stagnierendes Betriebsergebnis zugetraut. Von Reuters befragte Analysten rechnen hingegen im Schnitt bei leichten Umsatzzuwächsen nur noch mit einem ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen im laufenden Geschäft von 7,3 Milliarden Euro.

Auch in der zweitgrößten Sparte Trucks brach der operative Gewinn ein, die Umsatzrendite schmolz um zwei Drittel auf 1,7 Prozent ein. Bei Transportern halbierte sich die operative Ertragskraft. Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatte Daimler-Chef Zetsche eine Gewinnwarnung ausgegeben und die selbstgesteckten Ziele auf die kommenden Jahre vertagt.

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